Zuhause

30. Mai 2010 - 03:23 Uhr | Kategorie: Alltag | 5 Kommentare

Zuhause… was ist das überhaupt? Freunde, Familie, Job, Hobbys, Inneneinrichtung, das Herz?



My Ass!

20. Mai 2010 - 03:04 Uhr | Kategorie: Alltag, Musikalisches | 1 Kommentar

Es ist 1 Uhr nachts, ich sitze in jahrelang nicht mehr getragenen Klamotten draußen im Nieselregen und schrubbe die Pflastersteine vor dem Haus. Verdammte scheiße, dass das Schicksal auch nie aufhört einem ein Malheur nach dem anderen aufzudrücken. Bei Sixt waren die Server abgekackt, meine Reservierung für den Sprinter war weg und alles musste per Hand neu gemacht werden, das Auseinanderbauen der Inneneinrichtung dauerte länger als geplant und das Navi mochte anscheinend Landstraßen und 30er Zonen lieber als die Autobahn. Schlussendlich kam ich aber an, konnte mir beim Ausladen die bekannten Standpauken meines Vaters anhören, die Farbe zum Streichen einpacken und mich wieder auf den Weg nach München machen. Weitere 300 Kilometer später, inzwischen Mitternacht, freue ich mich auf das warme Bett, reiße die Seitentüre vom Sprinter auf und da passiert es. Der große Farbtopf kippt um und läuft aus, färbt erst den halben Laderaum und danach den Boden darunter weiß. Panik macht sich breit, und ich tue das was ich in solchen Situationen immer tue: erstmal gar nichts.

Zwei Stunden später gebe ich auf. Zwar habe ich es geschafft mindestens die Hälfte der weißen Farbe vom Boden auf meinen Hose zu schaufeln, aber ein großer Fleck bleibt. Das bisschen Sand das ich am Ende noch draufstreue hilft da reichlich wenig, und so bleibt mir nichts weiter übrig als mich zu fragen wieso mir immer so eine verfluchte Scheiße passiert, und wieso gerade immer dann wenn ich sowieso keinen Bock darauf habe. Nicht dass man jemals Bock auf sowas hätte, aber nach einem sowieso schon verkackten Tag könnte man doch zumindest auf ein einigermaßen glatt laufendes Ende hoffen. Da hilft nur eines, aufheiternde Musik oder ein guter Porno. Wenigstens wird sich München jetzt auf ewig an mich erinnern. Oder mindestens ein paar Jahre.

Ha! Habter jetzt gedacht, wa?



Sex, drugs and HIV

18. Mai 2010 - 17:19 Uhr | Kategorie: Alltag | 1 Kommentar

If there are two things that make human beings a little bit irrational, they are erections and addiction.



Jetlag für lau

17. Mai 2010 - 21:47 Uhr | Kategorie: Alltag | Noch nicht kommentiert...

München, Heimat, München, Heimat, München, Heimat, München, Hamburg, Heimat, München, Heimat. So sieht aktuell mein Leben aus, würde ich einen Anzug tragen und die Umzugskisten nicht selbst schleppen käme ich mir mächtig cool vor. Ich würde in den edlen Flughafen- oder Bahnhofsbars sitzen, einsam an meinem Appletini Scotch schlürfen, die ein oder andere aufregende Nacht im Hotelzimmer einer fremden Frau verbringen und Bonusmeilen sammeln. Tu ich aber nicht, sondern ich schleppe Kisten, fluche über den hohen Spritverbrauch des Mietwagens, tippe meine Finger wund bei der Suche nach der billigsten Verbindung, schlafe bei der Mitfahrgelegenheit ein und zoffe mich mit der Hausverwaltung. Man könnte jetzt sagen, den Aufbruch in ein neues Leben hätte ich mir anders vorgestellt, aber fuck it, ich finds geil.



Okay, fuck it.

6. Mai 2010 - 07:00 Uhr | Kategorie: Alltag, Gedanken | 2 Kommentare

Okay, fuck it. Ich mache das jetzt ganz billig, wie eine Hure, ohne Vorspiel und das alles. Mein letzter Post ist jetzt schon ein ganzes Weilchen her, über einen Monat. Man sagt ja, je weniger man von jemandem hört, desto mehr hat er wohl um die Ohren, und eigentlich stimmt das auch. Ich fasse mich kurz, denn das hier ist beileibe nicht der erste Versuch alles was im letzten Monat passiert ist in Textform zu pressen. Die ungefähr zehnte Version dieses Eintrags dürfte das inzwischen sein, wer selbst schreibt kennt das, man hat das Verlangen seine Gedanken in Worte zu fassen, zu schreiben was man fühlt und denkt und erlebt, doch kaum ist man fertig und liest sich den Text nochmal durch fällt einem auf dass er einem so gar nicht mehr gefällt, und kilometerweit entfernt ist von dem was man eigentlich ausdrücken wollte. Shit happens, vielleicht ist die Stimmung nach dem Schreiben eine ganz andere als vor dem Schreiben, vielleicht ging es aber auch wirklich mehr um das Rauslassen ansich, als darum es mitzuteilen. Woran es auch immer liegen mag, zahlreiche Versuche zu erklären was gerade so abgeht habe ich im Wordpress-Entwurfs-Nirvana verschwinden lassen, aber das ist gut. Naja, gut nicht, aber auch nicht schlecht, wenn man der Fachliteratur glauben mag gibt es nichts besseres als verworfene Entwürfe, erhöhen sie doch stets die Wahrscheinlichkeit dass irgendwann mal etwas tatsächlich Annehmbares herauskommt. Und so muss ich mir zwar auch jetzt wieder eingestehen, wirklich zufrieden bin ich damit nicht wie ich das alles einfach unter den Tisch fallen lasse, aber ganz offensichtlich scheine ich noch nicht die richtige Form gefunden zu haben um mich entsprechend mitzuteilen, und anstatt hier alles brach liegen zu lassen bis es endlich so weit ist ziehe ich die “Fuck it!”-Karte, denn eigentlich habe ich insgesamt viel zu viel Bock um auf die große Erleuchtung, die höchstwahrscheinlich sowieso nie kommt, zu warten. Wer außer mir steht noch auf viel zu lange Sätze? Hände hoch!

Na, wie auch immer, der Kern der Sache ist folgender. Der letzte Monat war voll mit Ereignissen, teils wirklich guten, teils wirklich schlechten, die alle ziemlich unerwartet kamen und sich nur langsam von abstrakten Fakten zu spürbarer Realität formen. Wer hier schon etwas länger mitliest wird vielleicht inzwischen mitbekommen haben dass ich bei der Unterscheidung zwischen Realität und Gedankenkonstrukten noch nie der Allerschnellste war. Trotzalledem würde ich natürlich gerne alles hier großzügig ausbreiten, Fakten und Gedanken offen darlegen, immerhin ist dass ja der eigentliche Sinn dieses Blogs. Deswegen weiß ich jetzt auch gar nicht inwieweit ich bestimmte Themen abhandeln soll, vieles ist noch zu unausgegoren, manches noch nicht abgeschlossen, und wenn ich es jetzt auf die Schnelle nur grob skizziere ist die Gefahr groß dass ich es gedanklich abhake und aus meiner inneren ToDo-Liste streiche, ein Verlust für die Menschheit sondergleichen. Also lassen wir das lieber und verschieben es auf unbestimmte Zeit. Außer eines, und das ist sogar ein großer Punkt, und etwas positives noch dazu.

Ich wurde gefeuert. Naja, sagen wir in gegenseitigem Einverständniss entlassen, nachdem ich beim Klauen von Büromaterial erwischt wurde die Frau des Chefs gevögelt habe einfach zu gut für den Scheißladen geworden bin finanziell nicht mehr tragbar war, genau wie ein paar weitere Mitarbeiter, die jetzt zeitgleich ihre Sachen packen dürfen. Wirtschaftskrise und all sowas, lange Geschichte, wie auch immer, positiv ist das Alles weil ich den Haufen sowieso dieses Jahr verlassen und in die große weite Welt ziehen wollte (mal wieder), was jetzt zwar etwas früher als geplant passiert, aber was solls. Fast vier viel zu lange Jahre bin ich jetzt in München, und resümierend muss ich feststellen dass diese Stadt einfach nicht zu mir passt. Oder besser gesagt, ich nicht zu ihr, und das ist alles andere als negativ gemeint, denn jede Stadt hat sicherlich ihren eigenen Charme, ihre eigene Geschwindigkeit und ihren eigenen Schlag von Menschen. Insofern will ich jetzt gar nicht groß über München herziehen, sondern sage stattdessen lieber: Norddeutschland ich komme, Bitches!

Also wo bin ich. Im Stress, genau, weil jetzt alles ganz schnell gehen muss bin ich nur noch damit beschäftigt Verträge zu kündigen, in Hotline-Warteschlangen abzuhängen, von Ämtern zu Ämtern zu rennen und dabei über sie zu fluchen, meine Wohnung wieder mehr oder weniger bewohnbar zu machen, einen Nachmieter zu suchen (jemand ‘ne Wohnung in München ab Juni?), Fast-Food zu fressen, grillen zu gehen, Lynch zu genießen und das ein oder andere große und kleine Problem zu lösen, was oben angesprochene Themen angeht. Dass sich damit mein Schlafrhythmus mal wieder in seine augenscheinlich angeborene Form gebracht hat (Tagsüber schlafen, Nachts wach sein) ist klar, solange in meinem Kopf ein großes “Work in progress”-Schild hängt läuft mein Körper im Autopiloten, was zu wenig Schlaf, schlechtes und zu wenig Essen, Geschirrtürme in der Küche, ungepflegtes Auftreten und Haarausfall bedeutet. Kein Scheiß, Stress = Haarausfall, so ist das bei mir. Vielleicht liegts aber auch an der Schilddrüse, da fällt mir ein ich wollte ja noch zum Arzt, und… egal.

Die Quintessenz des Ganzen, turbulente Zeiten brechen an und ich blogge wieder, schätze ich. Le fin, vorerst. Wo ist hier nochmal der Publizieren-Button? Ach da.



Intime Geständnisse

28. Februar 2010 - 07:51 Uhr | Kategorie: Alltag | 6 Kommentare

Ja, ich weiß, normalerweise gebe ich so intime Geheimnisse hier nicht preis. Aber jetzt muss es raus, ich oute mich. Ich glaube ich bin StarCraft 2 süchtig. Seit zwei Wochen geht das jetzt, und je weiter ich reinkomme, je mehr ich über die Zerg, Terraner oder Protoss lerne, desto tiefer zieht es mich in seinen Bann. Nicht mal bei der Arbeit komme ich davon weg, die Mittagspause wird für 1-2 schnelle Matches genutzt und der Browser-Tab mit dem Tech-Tree ist sowieso immer offen. Zealot-Rush oder Reaper-Gebumse, darauf stehe ich, meine APM steigen in die Höhe und langsam aber sicher klappt das auch mit den Hotkeys. Es ist schlimm. Habe ich mal keine Lust auf ein neues Match werden StarCraft Videos auf Youtube in feinstem HD geschaut, und gewinne ich mal verbringe ich die nächsten 10 Minuten damit mich an den Statistiken nach dem Spiel aufzugeilen. Wirklich schlimm. Ich sehe es kommen, bald schmeiße ich alles hin, lerne Koreanisch und ziehe in das Land in dem solche Menschen als Helden gefeiert werden, wo sich die Frauen an ausgefeilten taktischen Moves aufgeilen statt an Typen die ohne Realschul-Abschluss das Runde ins Eckige kicken. Wirklich wirklich schlimm… ich weiß nicht wie ich dagegen ankämpfen kann… denn eine Runde… noch eine Runde geht immer. Eine noch. Nur eine. Und dann noch eine. Und noch eine.

SC2


Ungeordnet und ziellos

23. Februar 2010 - 04:02 Uhr | Kategorie: Alltag, Gedanken | Noch nicht kommentiert...

Wir sind beide betrunken, sie sagt ihr sei schwindelig und ich frage sie ob sie glücklich sei. Sie schaut mich misstrauisch an und fragt, ob denn etwas nicht stimme. Nein nein, sage ich, die Frage sei völlig ohne Hintergedanken, ich wolle nur wissen ob sie sich denn glücklich fühle. Sie kneift weiter die Augen zusammen, wirft mir kritische Blicke zu, überlegt kurz. Ich streiche ihr eine Locke aus dem Gesicht und lächle, versuche sie damit zu überzeugen dass ich auf nichts bestimmtes hinaus will, was in dem Moment sogar wahr ist. Ihre Miene lichtet sich langsam, sie fragt mich was ich denn mit Glück meine. Dass ich das ja gerade von ihr wissen wolle, antworte ich, und nehme einen Schluck Gurkenbrause während sie wieder überlegt. Ja, sagt sie, sie denke schon, immerhin habe sie alles was sie wolle. Was das denn sei, will ich wissen. Einen Job, also genügend Geld? Ja. Einen Freund den sie liebt? Ja, und Freunde. Ich frage sie, ob sie damals, als sie noch keinen Freund hatte den sie liebte, weniger glücklich gewesen sei. Nein, sagt sie, da war sie eigentlich auch glücklich, nur irgendwie anders. Ich lasse meinen Blick schweifen, und überlege dabei was das wohl bedeuten mag. Ein paar Meter entfernt wird ein Mädchen von einem Jungen mit Mütze an die Wand gedrückt, seit zwanzig Minuten scheinen die beiden außer Blicken, Küssen und sanften Berührungen nichts mehr auszutauschen. Außer, denke ich, wieso eigentlich außer? Rechts neben uns sitzt ein Mädchen mit langem hellen Haar und einer auffälligen Kette um den Hals, alleine, sie sieht angespannt aus, zieht unruhig an ihrer Zigarette, als warte sie auf jemanden. Neben ihr sitzen zwei etwas ältere Kerle, die angezogen sind als seien sie eher durch Zufall hier gelandet. Sie unterhalten sich, soweit ich das heraushöre, angeregt darüber, ob der gestrige Abend fantastisch oder nur ziemlich gut war, wie betrunken sie waren und vor allem wie rotzevoll Anna (oder Hanna) war.

Sie fragt mich wieso ich das überhaupt wissen wolle, ob denn irgendetwas los sei. Wieder der musternde Blick. Nein nein, antworte ich erneut, ich wolle nur wissen was Glück bedeute. Ob ich denn glücklich sei, will sie wissen. Ich nippe an meiner Brause, überlege ob ich jetzt Lust auf die lange Version habe, entscheide mich aber für die kurze. Mehr oder weniger, sage ich, eine Antwort die weniger aussagt als sie Worte hat. Sie sieht mich an, merkt wohl dass ich gerade nicht in der Laune bin zwischen all dem Zigarettenrauch und den lauten Gesprächen meine komplette Gedankenwelt auszubreiten, und nickt mir wissend zu. In ihrem Blick sehe ich Wärme und Akzeptanz, und ich komme in Gedanken zu dem Schluss dass Unglück anscheinend viel komplizierter ist als Glück. Immerhin.



Ich kaufe ein E und löse WÜWÜ

20. Februar 2010 - 21:28 Uhr | Kategorie: Alltag | Noch nicht kommentiert...

Kotzt mir die Sau einfach ans Auto, was ist das denn?



Der Tag der kleinen Premieren

18. Februar 2010 - 03:11 Uhr | Kategorie: Alltag | Noch nicht kommentiert...

Erst stand da “Der Tag der Premieren” als Titel. Da das aber viel zu groß klang, für die Kleinigkeiten die jetzt kommen, schien mir dieses nette Adjektiv doch ganz passend. Mittwoch ist in München Sneak-Tag, man könnte ihn auch Geldausgebe-Tag nennen, das klingt dann aber gleich viel negativer, und ich bin gerade so guter Laune. Das liegt am dicken Schlafmangel, der genau zwei Dinge bei mir bewirkt: gute Laune und Magenprobleme. Klingt irgendwie unvereinbar, ist aber so. Also, Sneak-Tag mit folgenden Premieren. Erstens habe ich mir heute einen lang gehegten Wunsch erfüllt, und endlich einmal süßes Popcorn mit salzigem vom Popcornmann mischen lassen. Zweitens kam heute zum ersten Mal in der Sneak ein Film, der fünf Minuten früher als Trailer in der Vorschau fälschlicherweise angemeldet wurde, was auch mit gebührendem Jubel der Besucher kommentiert wurde. I Love You Phillip Morris, der, das sagen mir meine hellseherischen Fähigkeiten, in den Kinos grandios floppen wird, immerhin hat er schon in den Staaten seine Mühe gehabt einen Verleiher zu finden.

Passend dazu ist mein Fazit zu beidem auch ziemlich ähnlich, Popcorn wie Film. Verrückt, irgendwie undefinierbar abgefahren, auf ihre eigene Art aber doch gut, und auf jeden Fall einen Versuch wert. Kapitschki?



Mensch Walter!

8. Februar 2010 - 03:07 Uhr | Kategorie: Alltag, Musikalisches | Noch nicht kommentiert...

Hach, ich denke im Zickzack. Ich habe hier mal wieder zig Beiträge rumliegen, alle mehr oder weniger halb fertig, aber noch nichts wirklich Ganzes. Da wären jede Menge Kurzreviews, von teilweise schon wieder längst aus den Kinos verschwundenen Filmen, mein kleiner Jahresrückblick auf das letzte Kinojahr (bzw. auf das was dort nicht lief), dann die Reviews zu Avatar und Zeiten ändern sich, und schlussendlich noch ein paar andere Sachen, die eigentlich nicht minder wichtig sind. Mal schreibe ich hieran, mal daran, und plötzlich fällt mir etwas Neues ein und ich fange einen neuen Post an, der auch wieder nicht fertig wird. Tja, so ist das, passt aber sinnbildlich ganz gut zu meiner momentanen Befindlichkeit, wo eigentlich meilenweit voneinander entfernte Gedanken gleichzeitig aufpoppen und mich solange hin und her springen lassen bis ich kapituliere und mich wieder schlafen lege.

Wie auch immer, damit es hier mal wieder etwas zu schauen gibt, hier ein neues Musikvideo von Xavier Naboo Naidoo. Von dem Fuzzie kann man ja halten was man will, persönlich käme ich mit ihm wohl auf keinen grünen Zweig, und obwohl es mir so vorkommt als würden sich seine Lieder kürzlich alle irgendwie gleich anhören mag ich das folgende mit dem Titel Halte durch doch ganz gerne. Vor allem aber das tolle Video weiß zu beeindrucken. Yay!

DirektNaboo, via





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