Intime Geständnisse

28. Februar 2010 - 07:51 Uhr | Kategorie: Alltag | 6 Kommentare

Ja, ich weiß, normalerweise gebe ich so intime Geheimnisse hier nicht preis. Aber jetzt muss es raus, ich oute mich. Ich glaube ich bin StarCraft 2 süchtig. Seit zwei Wochen geht das jetzt, und je weiter ich reinkomme, je mehr ich über die Zerg, Terraner oder Protoss lerne, desto tiefer zieht es mich in seinen Bann. Nicht mal bei der Arbeit komme ich davon weg, die Mittagspause wird für 1-2 schnelle Matches genutzt und der Browser-Tab mit dem Tech-Tree ist sowieso immer offen. Zealot-Rush oder Reaper-Gebumse, darauf stehe ich, meine APM steigen in die Höhe und langsam aber sicher klappt das auch mit den Hotkeys. Es ist schlimm. Habe ich mal keine Lust auf ein neues Match werden StarCraft Videos auf Youtube in feinstem HD geschaut, und gewinne ich mal verbringe ich die nächsten 10 Minuten damit mich an den Statistiken nach dem Spiel aufzugeilen. Wirklich schlimm. Ich sehe es kommen, bald schmeiße ich alles hin, lerne Koreanisch und ziehe in das Land in dem solche Menschen als Helden gefeiert werden, wo sich die Frauen an ausgefeilten taktischen Moves aufgeilen statt an Typen die ohne Realschul-Abschluss das Runde ins Eckige kicken. Wirklich wirklich schlimm… ich weiß nicht wie ich dagegen ankämpfen kann… denn eine Runde… noch eine Runde geht immer. Eine noch. Nur eine. Und dann noch eine. Und noch eine.

SC2


Ungeordnet und ziellos

23. Februar 2010 - 04:02 Uhr | Kategorie: Alltag, Gedanken | Noch nicht kommentiert...

Wir sind beide betrunken, sie sagt ihr sei schwindelig und ich frage sie ob sie glücklich sei. Sie schaut mich misstrauisch an und fragt, ob denn etwas nicht stimme. Nein nein, sage ich, die Frage sei völlig ohne Hintergedanken, ich wolle nur wissen ob sie sich denn glücklich fühle. Sie kneift weiter die Augen zusammen, wirft mir kritische Blicke zu, überlegt kurz. Ich streiche ihr eine Locke aus dem Gesicht und lächle, versuche sie damit zu überzeugen dass ich auf nichts bestimmtes hinaus will, was in dem Moment sogar wahr ist. Ihre Miene lichtet sich langsam, sie fragt mich was ich denn mit Glück meine. Dass ich das ja gerade von ihr wissen wolle, antworte ich, und nehme einen Schluck Gurkenbrause während sie wieder überlegt. Ja, sagt sie, sie denke schon, immerhin habe sie alles was sie wolle. Was das denn sei, will ich wissen. Einen Job, also genügend Geld? Ja. Einen Freund den sie liebt? Ja, und Freunde. Ich frage sie, ob sie damals, als sie noch keinen Freund hatte den sie liebte, weniger glücklich gewesen sei. Nein, sagt sie, da war sie eigentlich auch glücklich, nur irgendwie anders. Ich lasse meinen Blick schweifen, und überlege dabei was das wohl bedeuten mag. Ein paar Meter entfernt wird ein Mädchen von einem Jungen mit Mütze an die Wand gedrückt, seit zwanzig Minuten scheinen die beiden außer Blicken, Küssen und sanften Berührungen nichts mehr auszutauschen. Außer, denke ich, wieso eigentlich außer? Rechts neben uns sitzt ein Mädchen mit langem hellen Haar und einer auffälligen Kette um den Hals, alleine, sie sieht angespannt aus, zieht unruhig an ihrer Zigarette, als warte sie auf jemanden. Neben ihr sitzen zwei etwas ältere Kerle, die angezogen sind als seien sie eher durch Zufall hier gelandet. Sie unterhalten sich, soweit ich das heraushöre, angeregt darüber, ob der gestrige Abend fantastisch oder nur ziemlich gut war, wie betrunken sie waren und vor allem wie rotzevoll Anna (oder Hanna) war.

Sie fragt mich wieso ich das überhaupt wissen wolle, ob denn irgendetwas los sei. Wieder der musternde Blick. Nein nein, antworte ich erneut, ich wolle nur wissen was Glück bedeute. Ob ich denn glücklich sei, will sie wissen. Ich nippe an meiner Brause, überlege ob ich jetzt Lust auf die lange Version habe, entscheide mich aber für die kurze. Mehr oder weniger, sage ich, eine Antwort die weniger aussagt als sie Worte hat. Sie sieht mich an, merkt wohl dass ich gerade nicht in der Laune bin zwischen all dem Zigarettenrauch und den lauten Gesprächen meine komplette Gedankenwelt auszubreiten, und nickt mir wissend zu. In ihrem Blick sehe ich Wärme und Akzeptanz, und ich komme in Gedanken zu dem Schluss dass Unglück anscheinend viel komplizierter ist als Glück. Immerhin.



Ich kaufe ein E und löse WÜWÜ

20. Februar 2010 - 21:28 Uhr | Kategorie: Alltag | Noch nicht kommentiert...

Kotzt mir die Sau einfach ans Auto, was ist das denn?



Der Tag der kleinen Premieren

18. Februar 2010 - 03:11 Uhr | Kategorie: Alltag | Noch nicht kommentiert...

Erst stand da “Der Tag der Premieren” als Titel. Da das aber viel zu groß klang, für die Kleinigkeiten die jetzt kommen, schien mir dieses nette Adjektiv doch ganz passend. Mittwoch ist in München Sneak-Tag, man könnte ihn auch Geldausgebe-Tag nennen, das klingt dann aber gleich viel negativer, und ich bin gerade so guter Laune. Das liegt am dicken Schlafmangel, der genau zwei Dinge bei mir bewirkt: gute Laune und Magenprobleme. Klingt irgendwie unvereinbar, ist aber so. Also, Sneak-Tag mit folgenden Premieren. Erstens habe ich mir heute einen lang gehegten Wunsch erfüllt, und endlich einmal süßes Popcorn mit salzigem vom Popcornmann mischen lassen. Zweitens kam heute zum ersten Mal in der Sneak ein Film, der fünf Minuten früher als Trailer in der Vorschau fälschlicherweise angemeldet wurde, was auch mit gebührendem Jubel der Besucher kommentiert wurde. I Love You Phillip Morris, der, das sagen mir meine hellseherischen Fähigkeiten, in den Kinos grandios floppen wird, immerhin hat er schon in den Staaten seine Mühe gehabt einen Verleiher zu finden.

Passend dazu ist mein Fazit zu beidem auch ziemlich ähnlich, Popcorn wie Film. Verrückt, irgendwie undefinierbar abgefahren, auf ihre eigene Art aber doch gut, und auf jeden Fall einen Versuch wert. Kapitschki?



Mensch Walter!

8. Februar 2010 - 03:07 Uhr | Kategorie: Alltag, Musikalisches | Noch nicht kommentiert...

Hach, ich denke im Zickzack. Ich habe hier mal wieder zig Beiträge rumliegen, alle mehr oder weniger halb fertig, aber noch nichts wirklich Ganzes. Da wären jede Menge Kurzreviews, von teilweise schon wieder längst aus den Kinos verschwundenen Filmen, mein kleiner Jahresrückblick auf das letzte Kinojahr (bzw. auf das was dort nicht lief), dann die Reviews zu Avatar und Zeiten ändern sich, und schlussendlich noch ein paar andere Sachen, die eigentlich nicht minder wichtig sind. Mal schreibe ich hieran, mal daran, und plötzlich fällt mir etwas Neues ein und ich fange einen neuen Post an, der auch wieder nicht fertig wird. Tja, so ist das, passt aber sinnbildlich ganz gut zu meiner momentanen Befindlichkeit, wo eigentlich meilenweit voneinander entfernte Gedanken gleichzeitig aufpoppen und mich solange hin und her springen lassen bis ich kapituliere und mich wieder schlafen lege.

Wie auch immer, damit es hier mal wieder etwas zu schauen gibt, hier ein neues Musikvideo von Xavier Naboo Naidoo. Von dem Fuzzie kann man ja halten was man will, persönlich käme ich mit ihm wohl auf keinen grünen Zweig, und obwohl es mir so vorkommt als würden sich seine Lieder kürzlich alle irgendwie gleich anhören mag ich das folgende mit dem Titel Halte durch doch ganz gerne. Vor allem aber das tolle Video weiß zu beeindrucken. Yay!

DirektNaboo, via



Keine Zeit!

3. Februar 2010 - 01:54 Uhr | Kategorie: Alltag, Gedanken | 4 Kommentare

Keine Zeit zu bloggen. Befinde mich gerade mal wieder in einem Star Trek: Voyager Marathon. 7of9 7of9 7of9. Wir sind Borg!

Nachtrag zum letzten Eintrag: Die Sache ist geklärt. Die Position hat ihn nicht verändert, sondern die Möglichkeit gegeben Dinge zu tun und zu handeln wie er es schon davor gerne getan hätte.

Und zur Entspannung hier noch ein tolles Lied von einem fantastischen Film. Eddie Vedder mit Hard Sun, vom Soundtrack zu Into the Wild.


DirektSonne



Oettinger talking english very gut.

26. Januar 2010 - 01:16 Uhr | Kategorie: Alltag | 1 Kommentar

Armes, armes Deutschland. Moment, ich bin ja Deutscher. Fuck.

DirektDenglish



David Blaine bei TED

22. Januar 2010 - 21:01 Uhr | Kategorie: Alltag | 1 Kommentar

David Blaine hält einen Vortrag darüber, wie er es geschafft hat für 17 Minuten die Luft anzuhalten und damit den damaligen Weltrekord zu brechen. Man kann Blaine ja viel vorwerfen, und irgendwie scheinen ihn seine ganzen Experimente auch leicht weich in der Birne gemacht zu haben (oder er ist einfach ständig stoned), aber er lebt für die Kunst der Verzauberung und ist wohl einer der wenigen die die alten Künste der Magie noch wirklich repräsentieren. Gefährliche Stunts gehörten immer dazu, auch wenn Konsorten wie David Copperfiled inzwischen längst vergessen haben dass es in der Zauberei um mehr geht als nur um Hasen die aus Hüten gezogen werden. Und zumindest Blaines debiles Kichern ist das Video allemal wert.


DirektBlaine



Kubricks Erbe

21. Januar 2010 - 14:10 Uhr | Kategorie: Alltag | Noch nicht kommentiert...

Manchmal, ganz ganz selten, mag ich das Internet ja.

Update: Das ist mal wieder so etwas was wohl nur ich lustig finden werde. Aber ich konnte es nicht lassen und habe mal eben meine Profi-Photoshop Skills angeworfen. Being the adventures of a young man whose principal interests are rape, ultra-violence and Beethoven. Mir egal was ihr sagt, ich muss es feiern :D
Originalbild nach dem Klick.

ClockwerkOrangeBoy

[...zeig mir den Rest!]



Montage

18. Januar 2010 - 15:27 Uhr | Kategorie: Alltag | 1 Kommentar

Seit Monaten, ja wenn nicht gar Jahren, war ich heute das erste Mal wieder morgens um 9 Uhr draußen auf den Straßen unterwegs. Richtung Friseur, wer es genau wissen will. Die Geschichte dort lasse ich jetzt mal aus, inzwischen könnte ich sowieso schon ein Buch über mich und meine Friseure schreiben. Wäre dann weniger provokant und eklig als Frau Roches Feuchtgebiete, dafür aber auch nicht geschrieben wie das Tagebuch einer 13-Jährigen. Egal, jedenfalls, ich dachte ja stets dass ich einer der Wenigen wäre die es wirklich hassen früh aufzustehen, gerade an Montagen. Ich mag den Morgen einfach nicht, und damit meine ich nicht den stillen Sonnenaufgang über der Stadt, wenn alle noch schlafen und der Tag langsam beginnt, sondern das geschäftige unentspannte Treiben im frühen Arbeitsverkehr. Ein Blick durch die Frontscheiben der vorbeifahrenden Wagen und in die Gesichter der Passanten belehrte mich aber eines Besseren, nein, nicht nur ich hasse es frühmorgens gestresst durch die Straßen zu hetzen, alle hassen es. Nicht nur ich ziehe dabei ein Gesicht wie ein Nazi der gerade anal vergewaltigt wird, nein, alle tun es. Da frage ich mich doch, wozu der Scheiß? Gibt es wirklich Leute die das mögen? Montags um 7 Uhr aufzustehen? Gibt es wirklich solche sadistischen Chefs, die mit 40 noch bei Muttern wohnen und deren einzige Freude es ist die gequälten Gesichter ihrer Mitarbeiter zu zelebrieren? Fuck, Deutschland, werd mal locker! Wieso kann das ganze Land nicht wenigstens Montags erst um 12 Uhr mit der Arbeit beginnen? Mann mann mann!

Erfreulich hingegen: hier der Trailer zur neuen Adidas Star Wars Collection, fettes Teil! Ich würde ja zu den Millenium Falcon oder X-Wing Schuhen greifen, oder zum blau-weißen Shirt. Hätte ich denn Geld.

DirektAdidas





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