Ein tatsächlich ganz interessanter Vortrag über das zwar nicht neue, in letzter Zeit aber immer wieder präsente Genre des Terrorkinos, dessen einzelne Ableger manchen vielleicht besser unter dem Namen Torture Porn bekannt sein werden. Insgesamt aber auf jeden Fall ein Genre das momentan einen großen Wandel durchmacht, von diversen Snuff Filmen über Saw über Hostel über Martyrs bis hin zu A Serbian Movie, der auch kurz erwähnt wird. Ich persönlich würde zwar weder Antichrist, noch die Passion Christi, wie es im Vortrag ansatzweise getan wird, dem gleichen Genre zuordnen, allerdings sind das Grenzen die diese Filme voneinander unterscheiden deren Behandlung tiefer ins Detail gehen würde als es in diesem offensichtlich gekürzten Vortrag getan wird. Von dem her ist es auf alle Fälle legitim ihnen zumindest eine grobe Verwandschaft zuzusprechen, was aber natürlich auch von der generellen Definition von Terrorkino abhängt. Der Vortrag beschäftigt sich sowieso in dieser Fassung eher mit der geschichtlichen Entstehung, was aber auf jeden Fall auch sehr interessant ist.
Will irgendjemand einen, oder zwei Flattr Invite Codes? Ich will Flattr hier ja gar nicht erst einbinden, mir reicht schon die Vorstellung der traurigen 0 die unter jedem Blogeintrag steht, obwohl ich die Idee wohl ganz gut finde, vorrausgesetzt das setzt sich in der breiten Masse durch.
Manchmal möchte ich gerne… also da möchte ich gerne… manchmal möchte man doch einfach gerne mal das, und verzeiht mir die Wortwahl, behindertste tun was einem gerade einfällt. Im Sinne von einem einzigen kurzen aber gigantischen Ausraster, um endlich mal das Kribbeln im Hirn loszuwerden und den alten Fleischklumpen wieder ordentlich durchzulüften. Zum Beispiel würde ich gerne mal am Frühstückstisch meinem Vater mit ernstem Blick sagen dass ich auf Sado Maso stehe, mit Eierklemme, Nippelzwicker, allem drum und dran eben, geil werde ich nur beim Anblick von Blut, würde ich dann sagen, nur um zu sehen wie er reagiert. Manchmal würde ich mir mit dem Rasenmäher gerne über den Fuß fahren, um zu sehen wie das so ist, oder mit dem Auto gegen einen Baum rasen. Manchmal würde ich gerne beim McDonalds zwei große Menüs bestellen und statt zu bezahlen einfach weglaufen, oder mitten in der Vorlesung oder dem Büro anfangen so laut Krach zu machen wie es nur geht, mich selbst dabei per Beatboxing begleiten und erst aufhören wenn ich rausgeworfen werde. Manchmal würde ich dem Postmann gerne nackt die Türe öffnen, um dann zu versuchen auf dem Touchpad mit meinem Penis zu unterschreiben. Manchmal würde ich beim Friseur gerne nach dem Schnitt eine Schere nehmen, sie ihm ins Bein rammen und VERFICKTE SCHEISSE, WOZU ERKLÄR ICH EIGENTLICH JEDES MAL WAS ICH WILL WENN IHR WICHSER ES DANN DOCH SO MACHT WIE IHR ES WOLLT? schreien. Manchmal würde ich gerne im Club zum DJ gehen, sein Mischpult und alles andere vom Tisch kicken, mich draufstellen und die Blicke der aus ihrer Ekstase gerissenen Dummbratzen mit einem gewinnenden Lächeln auf den Lippen genießen, mit tiefen Zügen den kollektiven Hass einatmen. Manchmal möchte ich gerne, wenn ich bei Bekannten (im Sinne von bekannt, nicht befreundet) zum Grillen eingeladen bin, mittendrin am Esstisch aufspringen und WAS FÜR EINE SCHEISSE REDET IHR HIER EIGENTLICH? schreien, so wie in Human Traffic, AUF WELCHEM VERKACKTEN PLANETEN LEBT IHR DENN? HÄ? DIESER HIER KANN ES JA NICHT SEIN, DENN ICH LEBE HIER, UND HIER IST ALLES WAS IHR REDET PURER SCHEISSDRECK!!! Manchmal möchte ich gerne meinen Laptop aus dem 3. Stock werfen, nur um zu bewundern wie er unten in tausend kleine Teile zerspringt und welch formidables Geräusch er dabei macht. Manchmal würde ich gerne für drei Minuten in göttlichen Zungen sprechen und es richtig geil finden, manchmal möchte ich gerne die tibetische Flagge auf dem Marktplatz verbrennen, und wenn mich jemand fragt was ich da mache sagen dass ich mich über ihn lustig mache. Über genau ihn, der mich hier und jetzt im imaginären Auftrag des Volkes eines scheiß Besseren belehren will. Manchmal möchte ich gerne eine hässliche russische Immigrantin heiraten, die kein Wort Deutsch spricht, um den ein oder anderen in seinen Erwartungen an mich so zu enttäuschen, dass er nie wieder welche haben wird. Manchmal möchte ich ausbrechen und schreien, den ganzen Tag nur noch schreien, und manchmal möchte ich in einem Blogpost gerne genau 266 532 Mal das Wort Fuck schreiben, ohne dass es einen Sinn ergeben würde.
Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck Fuck
Aber ich tus ja nicht. Man tuts ja nie. Man steht auf dem Mailänder Dom, einen Schritt vom Abgrund entfernt, und merkt wie das Kribbeln immer stärker wird. Das Kribbeln im Hirn, in den Armen, in den Beinen, in der Seele, man merkt wie es einen zieht, wie es einen drängt, diesen einen Schritt zu tun, um endlich mal herauszufinden was passiert wenn man die Grenzen der eigenen Konventionen überschreitet. Es wird stärker und stärker, das Kribbeln, der Drang, solange bis man es mit der Angst zu tun bekommt, und einen Schritt zurück, statt einen nach vorne macht.
Hat die WM also doch noch etwas Gutes.
Recht hatter, der Junge. Was McDonalds sich teilweise an Qualitätsniveau leistet ist unter aller Sau! So nicht!
Gerade findet in Los Angeles die alljährliche Electronic Entertainment Expo, kurz E3, statt, die nun zum zweiten Mal wieder öffentlich zugänglich ist und wie schon in der Vergangenheit mit ordentlich Neuigkeiten und Infos zum Line-Up der Publisher und der drei Gaming-Giganten (Microsoft, Sony und Nintendo) im kommenden Jahr aufwarten kann – kurz, Millionen von Games-Verrückten gehen steil und feiern freudig ejakulierend das größte Gaming-Event des Jahres neben der GamesCom und der Tokyo Game Show. Da ich momentan ja mitten in der Down-Zeit der StarCraft 2 Beta und somit in der Gaming-Dürre stecke hatte ich tatsächlich Zeit den ganzen Trubel etwas mitzuverfolgen und haue jetzt ein paar Infos und Videos zu den meiner Meinung nach kommenden Blockbustern raus, auch damit der Blog hier mal wieder etwas bodenständiger wird und sich nicht völlig in den Weiten meiner Gedankenwelten verliert.

Fangen wir mal mit den großen Shows an. Wie erwartet ging es bei Microsoft und Sony neben den Games hauptsächlich um den jeweiligen Weg in das Zeitalter des interaktiven Gamings. Sony machte sich über die Wii lustig und gab vor allem den Verkaufsstart ihres neuen Motion Controllers Move bekannt: ab dem 15. September darf in Europa herumgefuchtelt werden. Microsoft nennt sein Natal, welches inzwischen auch Spracherkennung drauf hat, ab jetzt offiziell Kinect, womit sie es tatsächlich geschafft haben die Namensgurke Natal nochmal zu unterbieten, und zeigte Bilder vom neuen XBox 360 Design (Bild 1/ Bild 2) das im Juli auf den Markt kommen soll. Alles mehr oder weniger olle Kamellen also, der Trend dass jetzt alles interaktiv wird interessiert mich sowieso kaum, für das ganze Wii-Gewurschtel konnte ich mich nie wirklich erwärmen. Wenn ich mich bewegen will gehe ich raus und mache Sport, beim Zocken will ich maximal die Hände am Controller oder in der Chipstüte bewegen. Aber das ist ein anderes Thema.
Den größten Wumms hatte sowieso Nintendo mit seinem 3DS (Bild) in petto, der im Prinzip ein upgedateter DS mit 3D-Bild ist. 3D! Ohne Brille! Huiiiiiiiiiiiiii! Und das allerbeste daran: Ein Remake von Zelda – Ocarina of Time. IN DREIDREH!!!

Kommen wir zu den Spielen, zum wirklich interessanten Part. Hier will ich nur ein paar persönliche Highlights hervorheben, folgende Spiele habe ich mal weggelassen (die Videos könnt ihr aber nach dem Klick auch ansehen): Fable 3, Zelda: Skyward Sword, Halo: Reach, Gears of War 3, Deus Ex: Human Revolution, Silent Hill 8, Crysis 2. Generell würde ich aber jedem raten auf den “Mehr Videos”-Link unter dem jeweiligen Video des Spiels eures Interesses zu klicken, da gibt es dann meist noch Interviews und mehr Gameplay Szenen.
Star Wars – The Force Unleashed 2
Release: Oktober 2010
Auf: PC, Nintendo DS, PlayStation 3, Xbox 360, Nintendo Wii
Keine Frage, der erste Teil gehört meiner Meinung nach zu den besten Star Wars Games die je hergestellt wurden. Der indirekte Nachfolger von Jedi Knight hat alles vereint was ich mir von einem Jedi-Spiel gewünscht habe: Tolle Story und Charaktere, wunderschöne und abwechslungsreiche Settings im Star Wars Universum, und, am allerwichtigsten, Lichtschwert-Fights der Sonderklasse. Die langen Lichtschwert-Kombos und die unzähligen Kombinationsmöglichkeiten mit den Kräften haben mich das Spiel insgesamt drei Mal durchspielen lassen, so lange bis ich jeden noch so abgefahrenen Move geschafft hatte. Links das Schwert in Richtung Gegner geworfen, rechts ein paar Storm Trooper per Blitz geröstet, den nächsten Gegner in die Luft gehoben, Schwert in den Bauch geschleudert und ihn auf die verblieben roten Punkte auf der Minimap katapultiert. Hach, war das wunderbar. Von mir aus könnte der Nachfolger komplett identisch sein, ein paar neue Moves, ein paar neue Maps und ich wäre sofort wieder mit dabei auf der dunklen Seite der Macht.
Portal 2
Release: Unbekannt
Auf: PC, PlayStation 3, Xbox 360
Tja, was soll man dazu sagen. The cake is a lie geht in die zweite Runde, alle die den ersten Teil kennen und lieben feiern jetzt schon und alle die keine Ahnung haben wovon ich hier spreche sollten vielleicht zum nächsten PC (oder inzwischen auch Mac) -affinen Freund ihrer Wahl gehen und sich beraten lassen. [...zeig mir den Rest!]
Ein Stückchen dieses, ein Stückchen jenes, hauptsache aber Kuchen. Es gibt so Phasen im Leben, das nehme ich jetzt einfach mal als gegeben hin, da ist das nunmal so. Da gibt es kein richtiges Hier, kein echtes Jetzt, es gibt viele Vielleichts, einige Malsehen und auch ein paar Schönwärs. Achterbahn, so nannte sie das letztens, Achterbahn, und da brauche sie nicht noch mehr Aufs und Abs, das sei schon jetzt die weltlängste und sowieso schon alles wieder viel zu viel. Von Zeit zu Zeit unterliegt man ja der Meinung, alles könne aus der Welt geschafft werden, alles könne geklärt werden, so lange gekürzt und wieder gekürzt werden bis der zugrunde liegende Nenner gefunden ist, der dann, so die Theorie, kein allzu große Sache mehr sein kann. Und von Zeit zu Zeit muss man dann einsehen dass nicht alles so glatt verlaufen kann. Manche Dinge kann man auch zu Tode verbalisieren, und irgendwann ist der Punkt gekommen an dem Stille, Stille und Zeit, die einzigen Wege zur Lösung des Problems sind, ein Problem das nicht gelöst werden kann. Gleiches dachte ich noch letztens, während mir mein Handy anzeigte dass ich beim Schreiben schon bei SMS 7 angekommen war, eigentlich ein klares Zeichen dass man es übertreibt, oder zumindest dass die Gesprächsplattform nicht mit dem Gesprächsfortschritt zusammenpasst. Wie auch immer, ich glaube fest daran dass Zeit nicht nur Wunden heilt, sondern zu viel mehr in der Lage ist. Zeit kann die Menschen trennen, kann sie einander näher bringen, kann sie zur Verzweiflung treiben und Hoffnung schöpfen lassen, kann Frieden und Ruhe einkehren oder Ungeduld aufkeimen lassen, kann uns vergessen oder uns erinnern lassen. Zeit ist viel mehr als festgelegte Intervalle, sie ist der Fluss in dem alles treibt und mitgezogen wird, mal schneller, mal langsamer, ob es will oder nicht. Mal wird sie zu einem reißenden Strom, und während wir versuchen nicht unterzugehen merken wir gar nicht wie weit wir getrieben werden. Mal bewegen wir uns so langsam dass wir denken wir stünden auf der Stelle, doch der Fluss der Zeit ruht niemals, und so warten wir auf die nächste Biegung, hinter der schon das nächste Abenteuer wartet. Manchmal kommt es uns so vor als trieben wir im Kreise, als wären wir angekommen wo wir losgegangen sind, doch in dem Fluss von dem ich spreche gibt es kein vor, kein zurück, kein Anfang und kein Ende. Vielleicht ist Zeit nicht der Fluss selbst, vielleicht ist die Zeit eher die Eigenschaft zu treiben, sich ständig, bewusst oder unbewusst, zu verändern, ohne Grenzen und Ziele, unaufhaltbar.
Jetzt bin ich wieder wo gelandet wo ich gar nicht hin wollte. Man könnte meinen das alles sei Wunschdenken, denn im Grunde frage ich mich nur ob Zeit manchmal nicht auch reichen mag. Nicht mehr, aber auch nicht weniger, was ist wenn das einzige was man geben kann Zeit ist. Keine tiefschürfenden Gespräche, kein Lachen, keine Freude, keine sonderliche Intimität und auch keine Tips für ein besseres Leben. Nur Zeit, ansonsten nichts. Zeit und Stille.
Mein Onkel hat Krebs. Keinen netten Krebs, bösen Krebs, von der Sorte die einen schneller umbringt als man den Wikipedia-Artikel dazu durchlesen kann. Vor kurzem noch ging es auf und ab, Behandlung, Therapie, ein oder zwei Jahre sagten die Ärzte da noch. Sie hatten sich geirrt, jetzt liegt er zuhause, die Behandlung wurde abgebrochen, er wartet auf sein Ende, nach und nach versagen die Organe, im Bein ein Blutgerinnsel, er selbst ist er schon eine Weile nicht mehr. Vielleicht ist das ein Thema das gar nicht in einen Blog gehört, vielleicht sollte man bestimmte Dinge lieber für sich und im Kreise der Familie halten. Was weiß ich. Es ist schon komisch, man hält sich an jedem noch so kleinen Ast der Hoffnung und der Aufschieberei fest, so lange bis es nicht mehr geht. Ein oder zwei Jahre, ach, das ist ja noch eine Weile. Maximal noch 6 Monate, darum kann ich mir ja immernoch später Gedanken machen. Ein paar Wochen, naja, da habe ich ja wenigstens noch Zeit mich erstmal um meine Sachen zu kümmern. Erst jetzt, wo jeder Tag weder gewonnen noch verloren ist, wo Hoffnung keine Rolle mehr spielt und man sich fühlt als wäre man 12 und sitze mit schmerzenden Backenzähnen im Wartezimmer des Zahnarzts, da bröckelt die Mauer der Unterdrückung und die Trauer, die Ängste und die Schmerzen beginnen langsam ins Licht der Realität zu rücken. Langsam zwar, doch die Gewissheit über das, was kommen wird, wird größer und größer, wie Vorfreude, nur andersrum.
Jedes Mal wenn jetzt das Telefon klingelt steht mein Herz für eine Sekunde, und rennt danach den 100 Meter Hürdenlauf, wenn ich stumm lausche wie mein Vater den Hörer abnimmt, und wenn ich hoffe dass es nicht der eine Anruf ist. Nicht so sehr wegen meinem Onkel, eher wegen meinem Vater, und dem was dann kommt, wegen der Zeit die sich nur selbst heilen kann. Seinen Bruder zu verlieren, das kann ich mir nicht mal vorstellen. Mein anderer Onkel fragte, ob es nicht vielleicht besser sei, wir Kinder würden ihn so in Erinnerung behalten wie wir ihn das letzte Mal auf einer Familienfeier sahen, kerngesund, im Genuss des Lebens. Ich sagte nein, ich wolle ihn nochmal sehen, nochmal seine Hand drücken, ob er es merkt oder nicht. Verabschieden, bei ihm, nicht bei seinem Grab. Eigentlich wollte ich ihn noch vieles Fragen, darüber was er von der ganzen Sache hält, wie er dem Tod entgegen tritt, wie seine Sicht, was seine Gedanken sind. Sein durch die Schmerzmittel verschleierter Geist wird mir darauf wohl keine Antworten mehr geben können. Als ich seine Frau anrief, die sich momentan um ihn kümmert, wiederholte sie nur immer wieder wie wirr das alles sei, und wie wenig sie verstehe und einschätzen könne was jetzt komme. Im einen Moment lachte sie, im anderen brach ihre Stimme, zwischendurch Stille, in der ich nach den richtigen Worten suchte, aber nichts fand.
Angst, das wollte ich ihn auch noch fragen, ob er sich fürchte, vor dem was kommen wird. Angst, die habe ich am allermeisten vor dem Moment wenn ich durch die Türe trete und ihn das erste mal sehe, gelb im Gesicht und abgemagert, vor dem Geruch in seinem Zimmer, der Hitze und der Stille, die nur durch sein langsames Atmen durchbrochen wird. All dem was es plötzlich real macht, wenn das Bild nicht mehr nur in meinem Kopf existiert, wo ich es an- und ausschalten kann wie es mir beliebt. Wenn all meine Sinne mir gleichzeitig sagen, und ich zum ersten Mal wirklich fühle statt nur zu wissen, das hier ist echt, das ist dein Onkel, und er stirbt.
Gerade geistert ein Video durchs Internet, das mysteriöser kaum sein könnte. Klar ist, es geht um Mortal Kombat, was ansich schonmal great shit ist, nicht klar ist aber wofür das Ganze sein soll. Einen neuen Film? Ein neues Spiel? Neue Sub-Zero Plüschfiguren von Toys’R'Us? Man weiß es nicht, wobei ich ja auf einen baldigen Film tippen würde, zu teuer wären sonst die zumindest teilweise bekannten Schauspieler und zu professionell die Machart. Wie auch immer, was wir da zu sehen bekommen sind knappe 8 Minuten voller kickass Szenen und Sprüche, wir sehen mit Scorpion, Baraka, Jax, Reptile, Johnny Cage, Sonia, und Sub-Zero das halbe MK Ensemble in einer anscheinend etwas realistischer angehauchten Version der Story um das dimensionsübergreifende Turnier, vor allem sehen wir aber einen meiner Ansicht nach ziemlich guten Fight zwischen Cage und Baraka, wo einzig der Eierpunch fehlt (wer sich an das Game erinnert). Nicht zu sehen ist allerdings auch nur der kleinste Hinweis auf eine Story die über sinnloses GebACH SCHEISS DRAUF ES IST MORTAL KOMBAT ES IST GEIL! So. Ende. Wobei mir ja schon etwas die cheesy Effekte und die Techno-Mucke in Midi-Qualität fehlen. Und Christopher Lambert natürlich.
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