Lange ist er her, der letzte Blog Eintrag. Dezember 2009, das war nicht letzten Monat, das war schon vor einem Jahr. 19. Dezember, das war ein Tag bevor ich fuhr, und jetzt ist es drei Tage her dass ich wieder hier bin. Zwei Wochen, das klingt gar nicht so lange. Viel habe ich gesehen, viel habe ich erlebt, ohja, welch schönes Ross trägt mich denn da von dannen?
Blablabla, was auch immer. Wie häufig ich in letzter Zeit blablabla schreibe, fiel mir auf. Ein Zeichen des Überdrusses? Wer weiß. Wer weiß denn schon was passieren wird, was passieren kann, was passieren muss. Wer weiß denn schon, wie alles funktioniert, wie es auszusehen hat, woran wir zu glauben haben. Wir sind milliarden kleiner Sterne, die durch die dunkle klare Nacht wandern, wir formen Sternenkonstellationen, kleine Galaxien, immer auf der Suche, auf der Suche nach dem großen ganzen, von dem wir denken dass es sich irgendwo doch versteckt haben muss. Wir denken, wir rattern, haben keine Minute Pause, können uns nicht frei sprechen von dem ständig auflodernden Feuer in unserem Kopf, dessen einzige Aufgabe es ist, uns die Sicht auf die Angst zu verschleiern, uns abzulenken, von dem vor dem wir uns alle fürchten, dem großen Nichts. Der großen Leere. Wir, Generation um Generation, treiben, hetzen und flüchten uns in das Leben, Welle um Welle prallen wir ab an der großen Mauer der Ungewissheit. Träume lernen fliegen, wenn wir es wollen. Wir wissen die Welt zu beschreiben. Mit großen Wissenschaften, und großen Künsten, flößen wir dem Glauben Lebenskraft ein, Tropfen um Tropfen. Dem Glauben, der uns alle eint. Dem Glauben, der uns näher bringen würde an die Erkenntnis als alles andere, wüssten wir ihn doch endlich nur als Lüge enttarnen.
Und so ist es wohl unsere Bestimmung, wiedergeboren und wiedergeboren zu werden, so lange wir nicht erkennen, was wirklich ist, solange wir nicht fähig sind, uns zu erkennen, uns im Spiegel unserer Natur wiederzuerkennen, zu entdecken, wer wir wirklich sind. Wir tristen unser Dasein hinter einem Wasserfall, ein Wasserfall unserer eigenen Angst.
Tja, shibbey, was auch immer, jedenfalls habe ich keine Lust alles aufzurollen, und sage damit einfach, neues Jahr, neues Glück. Helau und Prosit, ich bin dabei, wohin es mich auch immer führt, das schöne Ross das mich von dannen trägt.
Glotzkind Blog
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Kommentare:
[Abonnieren]wenn wir jetzt aufm bergle wärn würd ich echt gern mit dir über diesen eintrag philosophieren.
shibbey, was solls, auf gehts in die nächste welle des glaubens und träumens.