Eigentlich mache ich sowas ja nie, hier aber mal drei lustige, und eine weniger lustige Entdeckung des Tages. Gedanken zum neuen Twilight Film. Captions ohne Bezug zum Bild, darum aber umso besser eigentlich. Und unten ein witziger Beitrag zum Thema illegale Downloads, der so manchen Standpunkt ziemlich gut auf den Punkt bringt.

Und jetzt zum unlustigen Teil. In der Schweiz wurde am Sonntag per Volksabstimmung der Bau von Minaretten verboten (Spiegel Artikel dazu hier, langer Wikipedia Artikel hier). Ein Minarett, das musste ich auch erst nachschauen, ist der Turm der an oder nahe bei einer Moschee steht und von dem der Muezzin fünfmal täglich zum islamischen Gebet ruft. Um den Bau von Moscheen gab es auch schon in Deutschland das ein oder andere Mal Diskussionen, und auch wenn diese Entscheidung wohl nochmal von dem europäischen Gerichtshof entschieden ist sie dennoch ein ziemlich starker Beleg für die Angst die inzwischen in Europa vor dem Islam herrscht. Das merkt man auch hier in München, wenn in Wahlphasen Plakate gegen die Islamisierung der deutschen Kultur an den Straßen hängen und den Anti-Islamismus propagieren. Irgendwo ist das auch verständlich, in den letzten Jahren hat man nicht gerade selten in den Medien von radikalen Islamisten und deren Greueltaten gehört, zum Beispiel die Ermordung des niederländischen Regisseurs Theo van Gogh, nachdem dieser seinen Film “Submission” veröffentlichte der die Unterdrückung und Misshandlung der Frauen im Islam behandelt.
Aber natürlich ist so eine Entscheidung ein Schritt in die falsche Richtung, fragt man Mitglieder einer Moschee in unserem Land distanzieren sich die meisten von solchen Taten und verurteilen sie. Statt hier den offenen Dialog zu suchen wird die Problematik eher unter den Teppich gekehrt, werden sogar Menschen ihres Rechts der freien Ausübung ihrer Religion beschnitten und schlimmstenfalls noch Öl in bisher eher kleine Flammen geschüttet. Nebenbei ist der Islam ja nicht die einzige Religion mit ihren schwarzen Schafen, wenn man sich mal die 2006 erschienene Dokumentation “Jesus Camp” ansieht (teilweise auf YouTube verfügbar), so kann man (also ich) sich wohl nur noch kopfschüttelnd die Frage stellen, in was für einer Welt wir eigentlich leben, in der einem die Ignoranz und die Furcht vor anderen Weltanschauungen schon in die Wiege gelegt werden, in der durch den Glauben von vornherein entschieden ist wer Freund und wer Feind ist und in der Menschen der Bau eines Symbols ihres Glaubens per Gesetz verboten wird während das bei einer anderen Religion nie passieren würde.
Ich persönlich bin zwar, als eher zum Atheismus tendierender Agnostiker, weder für die eine noch die andere Glaubensrichtung, finde aber zumindest dass Rechtskonforme Religionen vor dem Gesetz auch gleich behandelt werden sollten.
Nur so zum Aufwachen. Bitte auf HD umstellen, sonst klingts extrem beschissen, du kleine Gangsterbraut.
There’s a new girl in town! In den letzten paar Jahren haben die großen amerikanischen TV Sender das Serienformat wiederentdeckt, was uns wunderbarerweise eine ganze Reihe an qualitativ hochwertigen Serien beschert hat. Dr. House, Dexter, Californication, Lost, Greys Anatomy, um mal nur ein paar zu nennen. Immer mehr wurde darauf geachtet, dichte und längere Storys und Charaktere zu etablieren, insgesamt mehr Production Value in den 40 Minuten zu vermitteln. Die American Broadcasting Company, Urgestein der Branche und Tochter der Disney Company, nach Greys Anatomy und Lost wieder stark im Kommen, hat nun von HBO ein neues Format abgekauft welches seit September im amerikanischen TV läuft und dort schon als das neue Lost gehyped wird. Die Rede ist von Flash Forward, die Geschichte um verschiedene Menschen, unter anderem FBI Agenten, die nach einem weltweiten Black Out aller Menschen für 2 Minuten und 17 Sekunden und dabei erlebten Vision von der Zukunft versuchen herauszufinden was zur Hölle da denn eigentlich passiert ist, und ob die Zukunft, so wie sie sie gesehen haben, wirklich eintreten wird.
Das mag sich anfangs zwar recht verwirrend anhören, ist man aber erst mal drin macht diese Serie tatsächlich jede Menge Spaß. Das einzige kleine, wenn auch irgendwie unumgängliche Manko sind die Paradoxen die diese ganze Zukunft-Gegenwart Geschichte mit sich bringt. Zu dem Zeitpunkt zu dem man die Zukunft kennt, kann man diese Verändern, weswegen man eigentlich gar nicht wirklich die Zukunft gesehen hat, sondern nur die Zukunft die stattgefunden hätte, hätte man sie nicht gesehen. Oder ist die gesehene Zukunft tatsächlich unumgänglich? Tja, man weiß es nicht, von den geplanten 25 Folgen der ersten Staffel wurde zuletzt die neunte ausgestrahlt, anschaubar wäre das alles theoretisch auf der ABC Seite, würde man in den USA leben. Alle anderen müssen sich einen anderen Weg suchen (wer sucht der findet!), oder auf den TV Start in Deutschland warten, der laut Pro7 “irgendwann 2010″ stattfinden soll. Bis dahin, hier erst mal ein kleiner Einblick.
Ach und wie immer, Bonuspunkte für John Cho!
Woot!! Wooot wooot! Der neue Trailer zu James McTeigues Ninja Assassin ist da. “James McWer?” werdet ihr euch sicher fragen, und jetzt kommts, der gute Kerl war Regieassistent bei Street Fighter, Dark City, und, achtung, allen drei Matrix Teilen. Wooot! Und mein lieber Scholli, das sieht man diesem fetten Trailer wohl auch an, vorsichtig hebe ich meine Erwartungen und hoffe auf den Film der der würdige Nachfolger zu Matrix hätte sein sollen werden können… whatever. Geile kickass Ninja Action, yeah! Kinostart 10. Dezember oder so.
Langer Titel, aber irgendwann muss ich ja mal irgendwas zu den ganzen Dingern raushauen.
Jennifer’s Body

Eigentlich sollte es in die Sneak gehen, am Ende wurde jedoch Megan Foxs bzw. Juno Autorin Diablo Codys High School Gruseldrama daraus. Leider eine eher schlechte Entscheidung.
Der Film handelt von Jennifer und ihrer besten Freundin Needy, die als Schulschönheit und Streberin natürlich wunderbar zusammenpassen. Als beide ein Konzert einer Indie-Rockband besuchen fackelt plötzlich die ganze Schabracke ab, woraufhin Jennifer dem Drang nach einem logischen Plot erfolgreich widersteht und zusammen mit der Band in deren düsteren Gothic-Van in den Wald fährt. Kurz darauf taucht sie bei ihrer Freundin Needy auf, verletzt, heruntergekommen, blutend und hungrig. Statt diese nun aber auszusaugen kotzt sie lieber 3 Liter Teer auf den schönen Küchenboden und verpisst sich wieder. Kurz darauf sterben weitere Schüler der High School, und irgendwann zwischen einem Zungenkuss mit Megan Fox Jennifer und dem Sterben ihres Freundes kommt Needy auf den Trichter mit ihrer Freundin könnte irgendetwas nicht stimmen. Großer Showdown, Ende.
Der Film hat mehrere große Probleme. Meiner Ansicht nach ist das größte, dass er selbst nicht weiß was er sein will. Es gibt ein paar ganz nett gemachte Gruselszenen, zwischendrin immer mal wieder ein paar Gag-Einlagen, auch bekannte High School Klischees werden hier und da mal auf die Schippe genommen, nur um kurz darauf wieder in ein Kleinstadt-Sozialdrama umzuschwenken. Man könnte jetzt meinen, hey, genau so soll es sein, eine Horrorkomödie mit sexy Teenagerlife, doch leider versteht es der Film nicht das alles in ein großes Ensemble einzuordnen und nimmt sich dabei selbst noch viel zu ernst. Zeitweise kommt es einem vor als wären hier mehrere Filme einfach durcheinander gewürfelt worden, ohne Feingefühl wechseln Stimmung und Atmosphäre ständig und lassen sich den geneigten Zuschauer so fragen, was er hier eigentlich gerade sieht. Umso schlimmer fällt dann die plumpe Story ins Gewicht, Hauptdarsteller 1 wird zu Vampirwesen, Hauptdarsteller 1 tötet ein paar beliebige Leute, Hauptdarsteller 2 tötet Hauptdarsteller 1. Und das 102 Minuten lang, in denen nichts passiert was einen irgendwie großartig interessiert, was hauptsächlich daran liegt dass man sich zu keinem der Charaktere auf irgendeine Weise verbunden fühlt. Jennifer ist mal böse und mal nett, im einen Moment schlitzt sie Menschen auf und weidet sie aus, im anderen liegt sie in sexy Unterwäsche auf ihrem Bett und leckt sich gekonnt über die frisch gebleichten Zähne. Needy wechselt auch ihre Stimmungen wie ihre Socken, im einen Moment lässt sie sich von ihrem anscheinend 12 Jährigen Freund vögeln, im anderen rennt sie schnurstracks in ihr Verderben und verhält sich dabei noch wie mit Frankensteins IQ gesegnet.
Jennifer’s Body (wieso der Film so heißt ist mir ein Rätsel) will mit dem Sexappeal der Hauptprotagonistin spielen und das Ganze in ein realistisches, gruseliges und humorvolles Korsett packen, wirkt aber durch die plumpe und extrem behäbige Machart eher wie ein gescheiterter Versuch, weswegen fast alle Stellen und Szenen im Film ihre Wirkung vertun und somit die einzigen Szenen die dem Zuschauer im Gedächtnis bleiben die sind in denen man Megan Fox halbnackt irgendwo rumturnen sieht. Leider sind aber selbst diese enttäuschend, denn einen Film an seiner heißen Hauptdarstellerin aufzuhängen und dann in Sachen Hotness nur auf Standard-Rumgeknutsche zu setzen ist wahrlich nichts wofür sich die 7 Euro fürs Kino lohnen. Einzig der Soundtrack hat ein paar nette Lieder zu bieten.
Love Happens

Jennifer Aniston hat es nicht leicht. Nachdem ihr größter Erfolg, Friends, abgedreht war, sah man sie hauptsächlich in eher mittelmäßigen Liebeskomödien oder als Nebencharakter neben großen Namen wie Jim Carrey in Bruce Allmächtig. Der einzige Film der da etwas herausstechen konnte war Er steht einfach nicht auf Dich!, was aber sicherlich auch nicht gerade an ihrer schauspielerischen Brillianz lag, sondern eher am erfrischend leichten und dennoch schön geschriebenen Plot. Jetzt ist sie wieder da, zusammen mit Aaron Eckhart, der mit The Dark Knight und Thank you for Smoking zumindest schonmal zwei respektable Kinoerfolge feiern konnte.
Burke ist ein Ja-Sager, der sich seit dem tragischen Tod seiner Frau der Trauerbewältigung hingibt, Bücher veröffentlicht hat und Seminare gibt in denen er anderen Menschen hilft ihren Schmerz über den Verlust Geliebter zu verarbeiten. Eloise ist eine Lebefrau, die mit Männern nicht viel Glück hatte, einen Blumenladen führt und nebenbei einige Ticks pflegt die zu so einer Frau eben gehören, in Hollywood. Die beiden treffen in einem Hotel, in dem er ein Seminar gibt und sie die Innenraumbegrünung übernimmt (das Wort habe ich gerade erfunden… glaube ich), aufeinander, mögen sich erst nicht, dann aber doch. Er realisiert dass er trotz all seiner guten Ratschläge selbst den Tod seiner Frau noch nicht ganz verarbeitet hat, sie findet das ganz toll und hilft ihm dabei, und das Ende kommt wie es in Romantikkomödien eben so kommen muss. Er weidet sie aus und badet in ihrem Blut. Naja, man wird ja wohl noch träumen dürfen.
Prinzipiell macht der Film nicht viel falsch, aber leider gelingt es ihm auch nicht sich in irgendeiner Weise von den Klischees des Genres zu lösen und die ein oder andere unerwartete Wendung zu zeigen. Insofern weiß man schon relativ früh worauf das Ganze hinauslaufen wird und muss so nur noch verfolgen wie der Plot die Treppe zum Happy End immer weiter hinaufsteigt. Anfangs nette Ansätze werden leider im Schmalztopf ertränkt, beispielsweise als der seit dem Tod seine kleinen Jungen arbeitslose Bauunternehmer zusammen mit den anderen Teilnehmern des Seminars durch eine Shoppingtour im nahen Baumarkt wieder ins Leben zurückfindet, begleitet von Herzschmerz-Musik und vielen Tränen von harten Kerlen. Das I-Tüpfelchen auf dem Schmalzberg ist die Szene als Burke gegen Ende hin vor den Seminarteilnehmern seine eigene Geschichte unter Tränen offenbart, was mit einer kräftigen und tränenreichen Umarmung mit seinem Ex-Schwiegervater und den Worten “Wir haben dir nie die Schuld an ihrem Tod gegeben, Junge.” endet. Das Kino applaudierte.
Insgesamt ist Love Happens also sicherlich kein schlechter Film, und für den zweisamen DVD-Abend um die Weihnachtszeit bestens geeignet, doch leider fehlt ihm jeglicher Versuch eine neue und innovative Story zu erzählen. Die Schauspieler machen ihre Arbeit solide, herausragende Leistungen darf man allerdings nicht erwarten, und so bleibt es am Ende bei einem netten Film. Und ihr wisst, was nett bedeutet.
All Inclusive

Ein Film der mit so einer Starbesetzung und so einem Setting auffährt kann kaum schlecht sein sollte man meinen. Vince Vaughn, den man aus zahlreichen guten Komödien aber auch einigen respektablen Dramen kennt, Jason Bateman, bekannt aus Hancock, Juno und Starsky & Hutch, Malin Akerman, die es sich in Watchmen als Silk Spectre II gerne in Ledermonturen bequem gemacht und selbige auch lasziv ausgezogen wieder hat, Kristen Bell, Privatschnüfflerin in Veronica Mars, Kristin Davis, die wohl jeder noch aus Sex and the City kennt, und nicht zuletzt sogar Jean Reno nimmt die Schuhe in die Hand und lässt sich in diesem Film den Sand von Bora Bora zwischen die Zehen rieseln.
Die Story ist schnell erzählt. Vier befreundete Paare wollen Urlaub auf der Insel Eden und dem dortigen Resort machen um dabei mittels Paartherapien und tantrischen Übungen ihre Ehen oder ihre Beziehungen wieder auf Vordermann zu bringen. Während die Insel anfangs noch ihren kühnsten Erwartungen entspricht, stellt sich bald heraus dass die dortigen Distriktiven hart und oberstes Gesetz ihre Befolgung ist. Auch der formschöne Yogalehrer mit seiner offenen Sexualität und die Therapien wirbeln so einiges an Ärger und zwischenmenschlichen Problemen auf.
Viel lässt sich über diesen Film wirklich nicht sagen. Die Schauspieler verrichten ihren Job passabel, grobe Schnitzer gibt es keine und sogar Jean Reno schafft es die ihm aufgetragenen Rolle als französischer Beziehungsguru nicht komplett im Klischeetümpel versinken zu lassen. Knapp ist es aber schon. Das größte Problem dieses Films ist wohl die offenkundige Lustlosigkeit des Drehbuchs, während 2-3 Gags tatsächlich ganz witzig sind schafft es der Rest des Films nicht einen über ein mattes Schmunzeln hinaus zu bringen. Irgendwie hat man alles schonmal irgendwo gesehen, selbst das neumodisch gedachte Guitar Hero Match ist heute nicht mehr allzu frisch und wirkt in seiner Präsentation genauso uninspiriert wie der Rest des Plots. Die zwischenmenschlichen Dramen der Protagonisten bewegen sich auf McDonalds Niveau (sieht aus wie Fleisch, schmeckt aber nach Pappe), die Story ist vorhersehbar wie meine allmorgendliche Sitzung auf dem Klo und die Charaktere in ihrer Ausarbeitung flacher als Milla Jovovich. Wäre alles zu verschmerzen wenn wenigstens die Gags zünden würden, doch irgendwie scheint sich keiner am Set bewusst gewesen zu sein wann denn jetzt eigentlich wo welche Pointe hingehört. Selbst Vince Vaughn, der mit seiner trockenen staksigen Art sonst immer den ein oder anderen Lacher kassieren konnte, scheint in All Inclusive chronisch gelangweilt zu sein, was umso merkwürdiger ist wenn man bedenkt dass er am Drehbuch mitgearbeitet hat.
Wenn dann ist dieser Film nur für den DVD-Abend geeignet, wer allerdings mal gerne einen eineinhalb stündigen Werbefilm über Bora Bora mit mittelmäßigen Witzen sehen will, der kann zugreifen. Wobei, selbst das gibt es schon, für Windows 95, mit Matthew Perry und Jennifer Aniston.
New in Town

Frau/Mann wird beruflich von der Großstadt in ein kleines Kaff versetzt, Frau/Mann findet das ganz doof und mag die Kleinstadtleute nicht, Frau/Mann trifft einzige/n alleinerziehende/n Mutter/Vater, verliebt sich, findet gefallen an diesen putzigen Landeiern, geht zurück in die große Stadt und kehrt rechtzeitig für das große Happy End wieder zurück. Ende. Altbekannte Story, altbekannte Charaktere, altbekannte Renée Zellweger. Obwohl man das alles schon dutzende Male gesehen hat schafft es New in Town dennoch einen mit dem Charme der kleinen Leute einzulullen und hat sogar ein paar ganz lustige und herzliche Momente. Man muss das Rad ja nicht immer neu erfinden um einen netten kleinen Film zu drehen, gut für den winterlichen DVD-Abend. Oder um nebenbei ein kleines bisschen rumzuvögeln.
A Tale of Two Sisters

Eigentlich bräuchte dieser Film ein eigenes dickes Review, denn er ist alles andere als klein und schnell behandelt. Ich will es aber dennoch versuchen. 2003 in Südkorea entstanden wird die Verfilmung eines alten Märchens von zwei Schwestern bis heute als einer der besten Filme aus Korea gehandelt. Su-mi und Su-yeon kommen nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie in das Haus ihres Vaters zurück, wo sie zusammen mit der Stiefmutter leben. Das Verhältnis zwischen den Töchtern und der Stiefmutter ist von Anfang an angespannt, auch der Vater hat offensichtlich keinen direkten Zugang zu seinen Töchtern. Plötzlich beginnen mysteriöse Ereignisse sattzufinden, nachts sind fremde Geräusche zu hören, Gegenstände im Haus scheinen ihre Plätze zu wechseln, die Bewohner haben teils schreckliche Visionen und das Verhältnis zwischen den beiden Töchtern und der Stiefmutter verschlechtert sich zusehends bis es zum Eklat kommt und die Stiefmutter eine der Schwestern in einen Schrank sperrt und versucht die andere umzubringen.
So viel zur Geschichte, zu viel will ich auch nicht verraten, denn während man den Charakteren auf dem Bildschirm folgt bleiben die größten Fragen bis zum Ende im Dunkeln. Was ist den Schwestern geschehen? Wieso ist ihr Verhältnis zur Stiefmutter so gereizt? Was ist mit der Mutter passiert? Und überhaupt, wieso liegt hier eigentlich Stroh? Allerdings wäre dieser Film kein koreanischer Film, wenn der große Twist am Ende nicht so einiges an Überraschungen bereit halten würde, und wenn alles auf der rationalen Ebene erklärbar wäre. Die Geschehnisse deuten schon darauf hin, in diesem Haus ist etwas schlimmes geschehen, und irgendetwas geht immernoch vor sich, doch was, das erfährt der Zuschauer erst am Ende.
Was den Film neben der Geschichte auszeichnet ist vor allem seine einzigartige Gestaltung. Entgegen den teils ausartenden Situationen im Film ist es die Kamera, die alles ruhig und in ungewöhnlich langen Einstellungen einfängt. Obwohl man derartige Kameraarbeit von solchen Filmen teilweise ja schon gewohnt ist, treibt A Tale of Two Sisters das ganze auf die Spitze und setzt die Schnitte so bewusst und Messerscharf dass einem der Atem wegbleibt. Die dadurch erzeugte Spannung wird aufs Äußerste ausgereizt, selbst bei scheinbar vorhersehbaren Szenen bricht einem der Schweiß aus und man will eigentlich schnell vorspulen damit es endlich passiert. Die Stimmung behält dabei stets einen destruktiven, psychisch bedrückenden und fast schon lebensnahen Charakter bei, was teilweise an Funny Games erinnert. Wenn (ich nenne mal keine Namen) eine Person plötzlich grundlos in der Küche zusammenbricht und ein 5-Minütiger Krampfanfall inklusive verdrehter Glieder, weißer rollender Augen und einem Monster unter der Spüle folgt, oder wenn eine der Töchter zusammen mit einer Leiche unter einem Kleiderschrank begraben wird und niemand ihr hilft, dann sind das Momente in denen man das Leid und den Horror lebhafter denn je nachempfinden kann. Es sind diese Sequenzen die länger dauern als einem lieb wäre, die stiller und dennoch eindrücklicher präsentiert werden als man es von jedem Hollywood-Horrorfilm gewohnt ist und die sich einem ins Gedächtnis gebrannt haben, wenn nach fast zwei Stunden das Rätsel gelöst ist und das Ende fast schon in poetischer Schönheit abläuft.
Die Schauspieler liefern eine großartige Show ab, allen voran Yeom Jeong-ah als strenge Stiefmutter. Auch die Vertonung ist einzigartig, passt wie der Tritt in den Schritt, lässt einen immer tiefer in die Geschichte um die zwei Schwestern eintauchen und pusht die Spannung nochmal ein ganzes Stück weiter ans Limit. Somit kann ich mich den Meinungen nur anschließen, A Tale of Two Sisters ist mit eines der besten Kunststücke die sich aus Korea importieren lassen. Die Story ist interessant und der Plot hält einige Überraschungen bereit, die Kameraarbeit ist fantastisch und auch der Rest weiß zu begeistern. Wer Lust auf einen nervenzerfetzenden Abend hat und sich mit dem asiatischen Hang zum Übernatürlichen bisher immer gut anfreunden konnte, dem kann ich nur empfehlen sich über Amazon die Special Edition für läppische 10 Euro zu Weihnachten schenken zu lassen.
Gerade habe ich so viele große Themen über die ich schreiben will dass ich gar keinen Bock mehr habe überhaupt erst damit anzufangen. Shitfuck.
WOH WOH WOOH! Guns! Rappers! Guns! Rappers! Goldie Lookin’ Chain mit Guns don’t kill people.
Gerade meinte doch tatsächlich jemand zu mir, Dirty Dancing sei ein schlechter Film. Jetzt liegt sie blutend im Graben, die Nazisau.
Übrigens, How I Met Your Mother hat wieder angefangen, die fünfte Staffel, und meine Fresse, ist das wieder fantastisch. Die Serie hat irgendwie die perfekte Mischung zwischen nerdig genug um witzig zu sein, aber nicht so nerdig dass es uncool ist.
Ganz nebenbei habe ich außerdem, nach sage und schreibe nur knapp 2 Jahren, herausgefunden wie meine Waschmaschine richtig funktioniert. Nicht wie man sie auf das richtige Programm stellt und einschaltet, die Knöpfe waren nicht das Problem, eher die richtige Mischung aus Waschpulver und Dings… diesem Zeugs was die Klamotten weich wie ein Babypopo und wohlriechend wie eine Wiese voller Blumen macht. Weichspüler, genau. Bisher hatte ich immer zu viel Waschpulver eingefüllt, was zu unschönen weißen Flecken und zahlreichen schlechten perversen Witzen geführt hat. Außerdem hatte ich immer zu viel oder zu wenig vom Weichspüler reingeschüttet, weswegen das Zeug nie richtig reingesaugt wurde. Jetzt aber, ha, bin ich zertifizierter Profiwäscher.
Auf Spreeblick hat Nico Roicke über die Firefox Tabs und ihre Funktion als Radioersatz geschrieben, und tatsächlich, ist einmal ein Lied oder Youtube Video in den Tabs kommt es da so schnell nicht wieder heraus und etabliert sich fix als Ohrwurm. Genauso bei mir gerade mit diesem Lied passiert. Allerdings könnte sich das jetzt ändern, denn das in dem Artikel gelinkte Video zu Goth Star von Pictureplane gefällt mir wahnsinnig gut. Jedes Mal wenn ich es höre stelle ich mir vor ich hätte riesige Füße und könnte damit zum Takt so derbe auf den Boden treten dass Erdbeben der Stärke 5 keine Seltenheit sind. BAM BAM BAM!!! Fantastisch, und dabei war mir diese “Musikrichtung”, wenn man es so nennen kann, bisher total fremd.
Ein Stöckchen geht um. Mit Film. Ab dafür.
01) Ein Film, den du schon mehr als zehnmal gesehen hast:
Matrix, ganz klar. Es gab eine Zeit, da habe ich den Film pro Woche fast 10 mal gesehen. Und als ich dann meine erste Surround-Anlage hatte erst recht nochmal. Ansonsten, und das sage ich ganz offen ohne mich zu schämen, Zohan. Letzten Winter, da hats irgendwie gepasst. Vielleicht noch Pulp Fiction, Life of Brian oder Club der toten Dichter, da bin ich mir aber nicht so sicher ob es wirklich so oft war. Ach und auf jeden Fall About a Boy, Hugh Grant ist einfach Hugh Grant, da gibts nix. Ansonsten dürften viele an die zehn Male herankommen, Fight Club, K-Pax, Ananas Express, Jurassic Park, Gladiator, Gremlins, mehrere Terrence Hill und Bud Spencer Filme, Kevin allein zu Haus (gezwungenermaßen), Oldboy, Donnie Darko, Truman Show, American Pie, und so weiter.
Ach und Forrest Gump natürlich. Und Human Traffic.
02) Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast:
Hm… wüsste ich jetzt so direkt keinen. Herr der Ringe vielleicht? Meine Schwester war dafür aber 11 mal in Titanic damals, da war sie immer ganz stolz drauf.
03) Ein Schauspieler, wegen dem du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen:
Ach da gibts so einige. Brad Pitt natürlich, John Cusack auf jeden Fall, Johnny Depp inzwischen gar nicht mehr so sehr, Jim Carrey, wenn er denn mal wieder eine ordentliche Rolle bekommen würde. Von James Franco bin ich inzwischen ja auch Fan geworden. Edward Norton, Kevin Spacey, Jeff Bridges, der mich immer wieder überrascht, Clive Owen, Ewan McGregor, ich glaube ich hab die Frage falsch verstanden und zähle gerade einfach alle coole Schauspieler auf. Samuel L. Jackson. George Clooney. Ellen Page. Sam Neill.
04) Ein Schauspieler, wegen dem du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen:
Jimi Blue Ochsenknecht. Ach Schauspieler? Sandra Bullock. Keine Ahnung, da bin ich, glaube ich, relativ tolerant.
05) Filmmusical, dessen Songtexte du komplett auswendig kannst:
High School Musical 2. Aber nur teilweise. I’ve got tooo move on and beeee whooooo I aaaam, I just don’t belong here, I hope you understaaaaandd!!
06) Ein Film, bei dem du mitgesungen hast:
Auch High School Musical. Und bei Donnie Darko bei Mad World.
07) Ein Film, den jeder gesehen haben sollte:
Route 666 und Troll 2.
08) Ein Film, den du besitzt:
Hannah Montana. No joke.
09) Ein Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat:
Irgendwen gibts da, nur fällt mir gerade sein Name nicht ein…
10) Schon mal einen Film in einem Drive-In gesehen?
Nöp. Wär aber mal cool.
11) Schon mal im Kino geknutscht?
Nur bedingt. Knutschen kann ich ja auch zuhause, dafür zahl ich keine 7 Euro. Der Loch-in-den-Popcorn-Eimer-und-Penis-durch-Trick kommt aber immer wieder gut.
12) Ein Film, den du immer schon sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist?
Die ganzen Klassiker. Casablanca beispielsweise. Und Schindlers Liste.
13) Hast du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war?
Ne. Im Kino eingeschlafen mehrmals, bei irgendeinem Harry Potter, bei G-Force und beim Simpsons Film, aber rausgegangen nie.
14) Ein Film, der dich zum Weinen gebracht hat?
Da gibt es genau vier. Club der toten Dichter, Gladiator, Forrest Gump, A Beautiful Mind (die Szene mit den Kugelschreibern, huiiiii…), und noch ein paar andere.
15) Popcorn?
Muss, süß bitte. Was saugt im Magen sonst die ganze Cola auf?
16) Wie oft gehst du ins Kino?
Viel zu selten. Inzwischen wieder wöchentlich in die Sneak.
17) Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen?
This is it mit Michael Jackson oder Love Happens, weiß nicht mehr welcher da zuerst war.
18) Dein Lieblingsgenre?
Alle, wirklich, bis auf Western, da gibts nur ein paar die ich wirklich sehenswert finde. Ansonsten geht wirklich alles. Auf gute Sci-Fi Filme stehe ich aber ganz besonders, leider gibts da auch nicht so viele.
19) Dein erster Film, den du im Kino gesehen hast?
Gute Frage, ich glaube das weiß ich gar nicht mehr. Ich weiß aber noch den ersten Film den ich offiziell mit 18 gesehen habe, das Dawn of the Dead Remake in der Spätvorstellung, ganz alleine, das war fantastisch.
20) Welchen Film hättest du lieber niemals gesehen?
Ken Park und Elephant. Beides verschwendete Zeit.
21) Der merkwürdigste Film, den du mochtest?
Ghost – Nachricht von Sam? Solaris vielleicht, das Remake von Soderbergh. Vielleicht aber auch Zohan.
22) Der beängstigendste Film, den du je gesehen hast?
Ich weiß noch wie ich mich hinter meiner Mutter versteckt habe als sich Jerry Lewis in Der verrückte Professor in einen Affen verwandelt hat. Oder wie ich in den Ferien eine Woche lang nicht mehr schlafen konnte als ich American Werewolf gesehen hatte. Ansonsten Blair Witch Projekt, der war super, den habe ich mit meinem Cousin das erste Mal gesehen und hab mir fast in die Hosen geschissen dabei, vor allem nach dem Ende. Den größten Schocker hatte ich allerdings bei Gothica, als Halle Berry in ihrer Zelle ist, eigentlich auf den dickbäuchigen Vergewaltiger hinter der Tür wartet und plötzlich wieder das scary Mädchen hinter ihr steht als sie sich duckt. Da bin ich fast vom Stuhl gefallen. The Grudge, das Original, ist auch fantastisch.
23) Der lustigste Film, den du je gesehen hast?
Das ist wohl immer altersabhängig. Bei Ritter der Kokosnuss habe ich früher Tränen gelacht, genau wie bei Helden in Strumpfhosen. Scary Movie war auch mal ganz groß, und das letzte mal richtig gelacht im Kino habe ich bei Bruce Almighty. Ansonsten bin ich aber irgendwie nicht mehr so leicht zum Lachen zu bringen wie früher.
Ich habe mal meine RSS Feeds per Plugin auf Feedburner umgeleitet. Ich weiß nicht ganz genau wieso, es ist Montag, kalt und ich bin müde, vielleicht liegt es aber auch daran dass ich anstatt meine eigentlichen Aufgaben zu erledigen lieber mal wieder irgendwelche Scheiße mit meinem Blog anstelle. Ob und wie das überhaupt mit den anderen RSS Plugins hier funktioniert, keine Ahnung, wird sich zeigen. Naja, wie auch immer, wer ein Problem damit hat soll sich melden und bekommt von mir höchstpersönlich eine Schelle, mehr ist dann aber auch wirklich nicht drin.
Puach, Montage, ich hasse Montage…
Glotzkind Blog
Dies ist ein Anti-Plenk-Blog!
Theme: Pool editiert von Björn.
Dieser Blog benutzt folgende Plugins: Flash Cortex | Lightbox | Comment Quicktags | ANIga gallery | Scrobbler | Recent Comments | FLVPP | One year ago