Gestern hat Robbie Williams in Berlin ein Gratiskonzert gegeben (Videobericht hier), und das hat mich gerade dazu bewegt wieder mal seine alten Platten aufzulegen. Ja, ich gebs zu, Robbie Williams höre ich schon seit seiner ersten CD, die ich mit 11 zu Weihnachten geschenkt bekommen habe, und seine Musik gehört zu den wenigen (Musiken?) die ich immer mal wieder hören kann und die ich immer wieder gut finde, ob alte oder neue Stücke. Bis auf seine Ausflüge in swingende Riegen und bis auf sein letztes Album, da hat mir der typisch williamsche melancholisch-melodiöse Groove gefehlt, wenn ich das mal so nennen darf. Ich befürchte fast dass sich das mit dem neuen Album nicht ändern wird, was aber nichts daran ändert dass immernoch alle reißaus nehmen werden wenn ich bei Tripping lauthals mitsinge.
Wie auch immer, kommen wir zu einem anderen Thema. Frisch reingekommen ist nämlich der neue Trailer zu The Men who stare at Goats, und der ist wirklich sehenswert. Nicht nur das Clooneys Busenfreund Grant Heslov hier offensichtlich ein glückliches Händchen bei der Wahl seiner Filmadaptionsvorlage hatte, allein schon der Cast verspicht einiges. George Clooney, Ewan McGregor, Kevin Spacey und Jeff Bridges, verdammte Scheiße, das ist so quasi die Hälfte aller Schauspieler die ich fantastisch finde. Clooney sowieso, Spacey auch, McGregor seit ich seine absolut sehenswerte Bike-Trip-Doku Long Way Round gesehen habe, aber auch schon davor, und Bridges gönne ich sowieso jede gute Rolle die der Mann kriegen kann, was entgegen seines Talents leider immernoch viel zu wenige sind.
Auch ziemlich toll kommen die ersten paar Minuten der neuen ABC Serie V daher, wobei die nicht wirklich neu sondern ein Remake der gleichnamigen Serie aus dem Jahre 1983 ist. Zwar bleibt die Logik teilweise etwas auf der Strecke, aber allein die Idee ist schon sehenswert genug. Aliens kommen auf die Erde und versuchen die Herrschaft zu übernehmen, doch statt alles platt zu walzen geben sie sich anfangs als Freunde und Retter der Menschheit aus. Da bin ich als Sci-Fi Fan natürlich sofort dabei.
Gerade mitten im Lachen entdeckt dass “Der braune Bomber” gar keine Boll-Erfindung ist. Egal, der Trailer zum Schmeling Streifen von dem King of the big Screen sieht auch so scheiße genug aus. Kinostart: Who cares.
Veranlasst durch die plötzlich hereingebrochene Eiseskälte und den gerade fröhlich herabrieselnden Schnee bin ich schon mitten in den Vorbereitungen für meinen alljährlichen Fuck-You-Winter Post. Dauert nur etwas länger, mit kalten Händen schreibt es sich einfach langsamer, wieder ein Punkt auf der Kontra-Liste *notier*.
Trotzalledem lassen wir uns mal nicht beirren, greifen die gute Laune am Sack bei den Haaren und zerren sie zurück in unsere Brust. Herzenswärme ist mal wieder angesagt, heute mit Eet von Regina Spektor. Was auch immer eet bedeuten soll, ich weiß es nicht, aber ich bin dafür. Erinnert das sonst noch wen ziemlich stark an den A Beautiful Mind Soundtrack?
Damit aber nicht genug. Nicht ganz so warm, im Grunde sogar eher das Gegenteil, ziemlich cool (ha!), kommt DJ Steve Porter mit seinem Remix You’ll Get Bit… Ya BIT! von der britischen Serie Community daher. Ich selbst bin ja inzwischen gar nicht mehr so auf dem Sitcom Trip, eher auf dem Sci-Fi, Schnulzen und Horror Trip, was Serien angeht, aber einen Blick ist das sicher mal wert. Den Song gibts sogar zum kostenlosen Download.
Auf dem Fantasy FilmFest 2008 lief Eden Lake als Eröffnungsfilm. Der Regisseur und Autor James Watkins war selbst anwesend, und verkündete, diesen Film schaue man nicht, nein, man überlebe ihn. Außerdem brauche man einen starken Magen, womit er nicht nur auf die gezeigte Gewaltdarstellung, sondern auch auf das eigentliche Thema das Films anspielte, welches in Zeiten von Happy Slapping, YouTube und Co brisanter denn je sei.
Das ist natürlich alles Bullshit. Der Film gestaltet sich größtenteils wie ein normaler Backwood-Horror-Flick, ein fröhlich herumgluksendes junges Pärchen will sich ein schönes Wochenende irgendwo auf dem Land, im Wald an einem See machen. Kaum angekommen gibt es erste Begegnungen mit unfreundlichen Einheimischen, und schon bald stellt sich auch schon heraus wer diesmal die Rolle der meuchelnden inzestgeschädigten Zombiemonsterschnetzler übernimmt, nämlich eine Gruppe Jugendlicher, die von der einödenden Einöde des öden Landlebens so angeödet sind, dass sie sich einen Spaß daraus machen die beiden Touristen ordentlich zu terrorisieren. Als dann einer der beiden Hauptprotagonisten auch noch ungewollter Weise den Hund des Anführers der Halbstarken tötet, kommt es zum Eklat, der Elternbeirat wird zusammengerufen und das Pärchen wird des Waldes verwiesen, womit der Film zuende ist. Schön wärs.
Der weitere Ablauf des Films besteht hauptsächlich in der versuchten Flucht des Pärchens und deren scheitern, der Mann wird von den Jugendlichen gefangen genommen und ein bisschen gezweiteilt, woraufhin er stirbt, die Frau rennt durch den Wald, fällt hin, wird geschnappt, flieht, rennt durch den Wald, fällt hin, wird geschnappt, flieht, rennt durch den Wald, und so weiter und so fort. Und das leider gar nicht mal so sehr metaphorisch gesprochen. Dabei hält sich natürlich auch Eden Lake an die Vorgaben des Genres, die Charaktere verhalten sich wunderbar unlogisch, geradezu gewollt dumm (“Nein ich ruf nicht mit dem Handy die Polizei, lieber versuche ich über Bluetooth ein Handy der Mörder zu hacken und damit die Polizei zu rufen, McGuyver würds genauso tun!”), das Auto wird gegen einen Baum gesetzt, das Handy hat nur einen Balken Empfang und der Akku ist auch fast alle, statt zu fliehen wird den Jägern in die Arme gelaufen, und zwischendrin wird einem kleinen netten Inderjungen der Kopf angezündet. Dazu aber später mehr.
Auch das Ende ist nicht minder vorhersehbar, natürlich entpuppt sich die mögliche Rettung als dead end, Hinterwäldler müssen ja zusammenhalten, womit der Film rein Storytechnisch schonmal eins zu eins tausend anderen Genrekollegen gleicht und sich somit erfolgreich in die Riege mittelmäßiger bis schlechter Backwood-Schnetzler einreiht. Spannung nicht vorhanden, Gruselfaktor 0. Doch halt! War da nicht noch was?

Stimmt. Wie der unglaublich tiefgründige letzte Blick eines Täters in die Kamera hinein eindeutig vermittelt, soll es hier um mehr gehen als um grobe Mettwurst, der Zuschauer wird vorwurfsvoll und subtil mit dem Zaunpfahl erschlagen und wird zu guter letzt nochmal aufgefordert so lange über den Film zu grübeln bis dessen tiefere Bedeutung endlich ans Tageslicht befördert wurde, was gar nicht so lange dauert. Geschickterweise wurden die gewaltgeilen Freaks einfach mal mit Jugendlichen ausgetauscht, die mehr oder weniger fröhlich Bauchhölen aufschneiden und Menschen verbrennen. Zwar geht die Gewalt hauptsächlich vom Anführer der Gruppe aus, doch schlussendlich sind sie alle dabei, und auch das Video auf dem Handy fehlt dabei nicht. Und ja, auch ein Kind muss mal dran glauben, genaugenommen sogar zwei, eigentlich sogar drei, wenn man den kleinen Inderjungen mitzählt dessen Kopf angezündet wird. Zu dessen Sinn und Zweck aber später mehr.
Et voilà. Da haben wir ihn, den Bezug zur heutigen Gesellschaft, den großen Schock, die große Anklage, die tiefere Bedeutung. Dumm nur, dass man davon den Film über nichts mitbekommt, und wie oben erwähnt erst am Ende darauf hingewiesen wird dass da mehr drinstecken soll. Denn während sich andere Filme tatsächlich mit eine solchen Thematik beschäftigen, Gründe, Entwicklungen und Ansätze aufzeigen, wird hier einfach mal ein schlechter Schnetzelfilm abgespult und danach der (für Indie-Kino ganz wichtige) Stempel “Gesellschaftskritisch” draufgehauen. Ja, es sind Kinder die da ihren Schabernack treiben, aber ohne Gründe oder eben Entwicklungen bezüglich dieses Themas zu behandeln stellt sich der Film diese Frage selbst nicht mal, die der Regisseur da an die große Glocke hängt. Wie als würde Keanu Reeves am Ende von Matrix in der Telefonzelle in die Kamera sehen und sich laut Fragen:”Ob ich Sex mit einer 16 Jährigen haben darf?”. Wuschhhhhh!!!

Tja, also was haben wir da? Einen schlechten, langweiligen, spannungsarmen Schnetzelfilm mit Möchtegernsinn, und auf unlogische Handlungsstränge reagiere ich allergisch. Dazu einen mysteriösen, storytechnischen komplett irrelevanten Inderjungen dessen Kopf angezündet wird. Wozu? Mit irgendwas muss man die 2 Stunden ja voll kriegen.
Ich weiß nicht genau wieso, aber ich schaue das Video seit drei Tagen und muss immernoch lachen.
Hier ein paar neue schnieke Trailer. Einfach mal so.
Den Anfang macht ein 5 minütiger Ausschnitt zu Emmerichs neuem Katastrophenfilm 2012, in einer etwas, naja, sagen wir mal abgeändertern Version. Entstanden ist das ganze in den Comments der Fünf Filmfreunde, und ich staune immernoch wie gut das eigentlich passt. The Day After Tomorrow fand ich ja eigentlich ganz gut, mal sehen ob 2012 besser oder schlechter wird, zumindest die CGIs dürften mal wieder doppelt so teuer sein wie im letzten Emmerich. Hier die Originalversion. Kinostart 12.02.2012 13. November 2009.
Nummer zwei ist der neue Trailer zum Freddy Krueger Remake. Die Vorgeschichte quasi, mal wieder. Sieht allerdings gar nicht mal so schlecht aus, könnte nett werden. Die Neubesetzung von ehemals Robert Englund als Freddy wird so einigen eingefleischten Fans sicherlich sauer aufstoßen, aber manchmal muss ein Neuanfang eben auch wirklich ein neuer Anfang sein, siehe Star Trek. Kinostart 30. April 2010.
The Crazies. Mal wieder ein Romero Remake. Nach Zack Snyders Dawn of the Dead offensichtlich wieder ein etwas frischerer Zombiefilm, und da ich ersteren ziemlich knorke fand (meine erste ab 18 Spätvorstellung im Kino) wird mir dieser bestimmt auch gefallen. Nicht zuletzt weil ich Timothy Olyphant seit Scream 2 (eindeutig ein Klassiker meiner Jugend) ganz gut finde. Kinostart 8. April 2010.
John Woo tauscht in Red Cliff die Pistolen mal mit Klingen aus. Soll gut sein, soll Spaß machen, soll aber hierzulande nicht in die Kinos kommen, dafür direkt auf DVD, am 9. November diesen Jahres.
Moon von Duncan Jones, soll zwar seine Längen haben, aber hey, ich mochte ja auch als einziger Solaris. Auf den Film freue ich mich irgendwie ganz besonders, umso schlimmer dass er wohl erst irgendwann Anfang 2010 hierzulande in die Kinos kommen soll, wenn überhaupt. Ansonsten eben direkt als DVD importieren.
Darren Aronofsky, Autor und Regisseur von Rotze wie Pi (Ja sorry, aber nicht mal Möpse gabs zu sehen, was soll das denn?) und Meisterwerken wie Requiem for a Dream, The Fountain und The Wrestler, spricht über den Prozess des Drehbuchschreibens. Interessantes Interview von MakingOf.com, einer Seite die schockierenderweise erst heute entdeckt habe, und die ich wohl die nächsten paar Tage von Anfang bis Ende mal durchforsten werde. Marc Forster, einer meiner persönlichen Lieblinge, ist auch vertreten und spricht über den komplizierten Entstehungsprozess vom letzten Bond. Auch cool: Neill Blomkamp über District 9, Richard Kelly über Donnie Darko (geil!), Michel Gondry.
Hatte ich erzählt dass ich am Sonntag nach Köln gefahren bin? Nein? Auch egal, jetzt bin ich wieder da, surprise!! Jetzt muss ich mir erstmal ‘ne Folge Dr. House reinziehen, oder eher Smallville, denn die letzten 4-5 Tage waren strange. Mal von vorne.
Letzten Samstag ging es Mittags in die Heimat, an den Bodensee. Ein alter Freund verlässt den trauten Süden und zieht zurück in den Norden, das musste mit einer letzten Stadtour zelebriert und mit Alkohol begossen werden. Gesagt, getan. Morgens um 3 Uhr ging es ins Bett, nur um um 6 Uhr selbiges wieder zu verlassen und mit dem Zug um 7 Uhr weiter nach Stuttgart zu fahren. Die Zugfahrt war komisch, daber dazu wohl ein eigener Eintrag. Halb 11 angekommen, und von dort direkt mit dem Auto weiter.
Deutschlands größte Videogamekette hatte zu ihrer alljährlichen Store Manager Conference ins Maritim in Köln geladen, 230 Ladenmanager kamen um sich exklusive Vorträge der größten Spielepublisher über bald erscheinende Games anzusehen. Daneben gab es jeden Abend ein von einem anderen Publisher veranstaltetes Event, und da wurde nicht gespart. Sonntag ging es ins Phantasialand, geiles Buffet, 3 Attraktionen (2 Achterbahnen und der Freefall Tower) zur allabendlichen freien Verfügung, Showact mit Michael Jackson Imitator inklusive Tanzgruppe, geil. Nach der sechsten Runde am Stück in der Achterbahn war ich etwas wacklig auf den Beinen, könnte aber auch am Alkohol gelegen haben. Am Abend darauf wurde ins Cinedom geladen, wieder Buffet, dann 2 Wochen vor dem offiziellen Start der neue Disney Film G-Force in 3D. Leider war der Film ziemlich lahm, ich war geradezu schockiert von dem Qualitätsabfall den Disney da abgeliefert hat, so schockiert dass ich mittendrin kurz einnickte. Aber zu meiner Müdigkeit später mehr. Dienstagabend ging es dann ins nahegelegene Casino, wieder Buffet und dazu freies Zocken an allen möglichen verschiedenen Tischen. Ganz Profi ging ich an allen langweiligen (weil pures Glück) Tischen mit Roulette und Black Jack und so weiter vorbei direkt zur Pokerrunde, ganz nebenbei auch der Tisch mit dem nettesten weiblichen Croupier, setzte meine extra mitgebrachte Poker-Pornobrille auf, und war nach 10 Minuten alle meine Chips los. Glücksspiel ist einfach nicht mein Ding, aber da der Chipsnachschub kostenlos war holte ich mir einfach mehrmals eine neue Ladung, und ging am Ende, nach mehrmaligen All-In mit stylischem Aufstehen, mit ungefähr 120.000 Miesen raus.
So viel zu den Abenden. Da ich ja, wie manch einer vielleicht weiß, nicht zu einem solchen Store Manager gehöre, hatte ich einen anderen Grund dort zu sein. Zusammen mit einem Kollegen war ich beauftragt das ganze Event zu filmen und daraus für die Abschlussrede am Mittwoch einen Beitrag zu schneiden. Equipment geliehen, kompletten Schnittplatz mitgenommen und im Hotelzimmer wieder aufgebaut. Und so war ich tagsüber meist damit beschäftigt mit der Kamera herumzurennen, Vorträge abzufilmen und möglichst emotionale Kommentare der Mitarbeiter einzufangen. Genau wie Sonntagabend, Montag und Dienstag gab es keine Drehgenehmigung. Abends, nach den Events, wurde dann geschnitten, und am nächsten Morgen ging es um 7 Uhr wieder los. Viel Zeit für Schlaf war da also nicht, ich konnte nicht mal ins Hoteleigene Schwimmbad, für die Kölner Innenstadt blieb auch wenig Zeit, die ich damit verbrachte fälschlicherweise in den Damen-H&M zu rennen und mich danach bei Dunkin’ Donuts für die restlichen Tage einzudecken. Ich steh auf Donuts.
Es ist komisch, aber trotz meines derben Schlafmangels war ich meist relativ fit, ist eigentlich immer so bei solchen Events. Paar Tage durchpowern und danach erstmal zwei Tage komplett durchpennen. Wie auch immer, im Endeffekt hat alles relativ gut geklappt, der Beitrag wurde fertig und von den Kunden für gut befunden, lief dann heute Abend auf einer fetten Leinwand vor 300 Leuten, was ansich ein ganz geiles Gefühl war.
So und jetzt nochmal für alle Zocker, folgendes konnte ich exklusiv anzocken: DJ Hero (!), Tony Hawk Ride (!!), Mafia 2 (!!!!) und Assassins Creed 2 (!!!111elf).
Glotzkind Blog
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