Dat war was, der Sonntag. Ein Kollege wollte umziehen, neue Freundin, neue gemeinsame Wohnung, wie das eben so ist. Mittags um 12 Uhr ging es los, Kisten voller altem Krams und bergeweise Ikea-Möbel in den Sprinter, zur neuen Wohnung, rein in den neuen Keller, wieder zurück und von vorne. Bis dann irgendwann zwischendrin die Haustüre zufiel, der Schlüsseldienst gerufen wurde und 100 Euro für eine kaputte Tür verlangte. Weiter Kisten geschleppt, wieder zur neuen Wohnung, die Hälfte raus, dann nochmal zurück, noch einen kleinen Rest holen, zwischendrin in ein derbes Hagelgewitter geraten, mit dem Rest dann zur Freundin, alles bis auf eine Pflanze in den Keller und den geschätzt 2 Tonnen schweren Blumentopf als letztes in den 5. Stock tragen. Endegelände, das ganze ging ja auch erst 12 Stunden, um halb eins dann ins Bett und den Tod herbeigesehnt. So war das.
Die Woche geht ähnlich weiter, aber das jetzt auszubreiten dauert mir zu lange. Zur Entspannung habe ich mich bei Dr. House, Greys Anatomy und Dexter wieder auf den neuesten Stand geschaut. Auch gut sind dafür folgende zwei Videos, und der Film Home von Yann Arthus-Bertrand, ähnlich wie Earth, nur etwas mehr auf den Menschen und das Gleichgewicht der Umwelt bezogen, dafür aber mindestens genauso beeindruckende Aufnahmen von der ganzen Welt. Gibt es bei YouTube umsonst zu sehen, was ich jedem nur empfehlen kann. So, jetzt ist aber Schluss. Eigentlich gäbe es noch viel mehr zu schreiben, aber… ach… fuck.
Ach, eins noch, bei der Filmzentrale gibts einen ganz interessanten Artikel über diesen ganzen Popcorn-Kino versus Kino mit Anspruch Beef, genauer gesagt über diese zwei Pole im Bezug auf Filmkritiken, die ewigen Streiterein ob man im Kino jetzt Unterhaltung oder Gehirnjogging will. Meiner Meinung nach… ach, wen interessiert schon meine Meinung. Egal, ganz kurz nur, ich mag beides. Im Kino zu sitzen und sich einen bombastischen Actionstreifen zusammen mit ‘nem Eimer Popcorn reinzuziehen und dabei über die Logiklöcher hinwegzusehen kann ich genauso genießen wie noch eine Woche später über den kleinen Independent-Streifen aus Buxtehude nachzudenken. Meine Wertetabelle richtet sich da allerdings weder nach dem intellektuellen Anspruch, noch nach dem puren Unterhaltungswert eines Filmes, bei mir entscheidet sich meine Meinung über einen Film einzig und allein durch die Gefühle die er in mir hervorruft. Ich kann Kifferkomödien genauso gut finden weil sie mich zum Lachen bringen und mich dazu bringen mir Gedanken über mein Leben zu machen wie ich Arthaus-Filme hassen kann weil sie mich völlig kalt lassen, und andersherum. Gladiator zum Beispiel. Was ein bombastisches Actionabenteuer, dennoch ist es am Ende immer der persönliche Leidensweg des Hauptcharakters und das passend traurige Ende das mir zahllose Tränen aus dem Knopfloch kullern lässt. Oder Matrix, noch heute läuft mir mindestens zweimal im Monat der ein oder andere Gedanke der irgendetwas mit einer Art Matrix zu tun hat über den Weg. Oder Elephant, wie kalt mich der Film trotz seines absolut brisanten und für mich auch sehr interessanten Themas lässt. Oder Forrest Gump. Einfach der Inbegriff eines Filmes, DES Films, mit nicht weniger als dem gesamten Leben als Thema.
Im Grunde läuft das darauf hinaus das ich Filme extrem Subjektiv bewerte. Natürlich betrachte ich Filme auch immer unter objektiven Gesichtspunkten, Technik, Ton, Drehbuch, Geschichte, Licht, Schnitt, Optik, Effekte, whatever, solche Dinge sind immer sofort sichtbar, sie bieten zumindest einen Anhaltspunkt und sind auch wichtig für das Endprodukt, entscheidend sind sie dabei aber meist nicht. Entscheidend ist für mich die Wirkung, die Geschichte die mir der Film vermittelt, ob sie mich packt oder kalt lässt. Beispiele dafür wären Blair Witch Project, oder Once, letzterer mit billigster Technik, dafür aber mit wunderbarer Musik und einer Geschichte mit viel Herz produziert. Man könnte einen Film vielleicht mit einem Bild vergleichen. Die Farben mögen billig sein, die Pinsel vertrocknet und verklebt, die Leinwand dreckig und der Rahmen brüchig, doch am Ende zählt nur was der Maler daraus macht, ob man das Bild, wenn es fertig ist, schön findet oder nicht, ob es einem etwas bedeutet oder ob es einen kalt lässt. Und das ist nunmal bei jedem Menschen unterschiedlich. Das ist so ähnlich wie mit den Affen.
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