Nick and Norah’s Infinite Playlist
2008, USA
Regie: Peter Sollett
Drehbuch: Rachel Cohn, David Levithan
Schauspieler: Michael Cera, Kat Dennings, Aaron Yoo, Alexis Dziena, etc.
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“Hi, du kennst mich nicht, weil ich im Film nicht wirklich vorgestellt werde, aber ich bin der Typ aus Juno, und aus irgendeinem Grund finden mich die hübschesten Mädchen in diesem Film alle süß in meinen Karottenjeans. Da wäre zum Beispiel meine Ex, total heiß, und eigentlich bin ich total traurig dass sie mich verlassen hat, naja, bis zum Ende des Films jedenfalls, da hab ich dann ‘ne Neue. Meine Ex steht eigentlich noch auf mich, obwohl sie mich andauernd betrogen und dann mit mir Schluss gemacht hat, das ergibt für mich irgendwie keinen Sinn, aber wenn es so im Drehbuch steht wird es wohl stimmen.
Und dann ist da dieses andere Mädchen, viel heißer als meine Ex, und sie steht auch auf mich, und am Ende vom Film kommen wir zusammen, was aber sowieso schon nach 2 Minuten klar ist. Ihr Papa ist berühmter Musikproduzent, das ist aber nur wichtig weil ich seine Tochter später im Film in seinem Musikstudio fingere, was auch nur wichtig ist weil sie da einen Orgasmus hat, was auch nur wichtig ist weil sie irgendwann früher im Film meint, sie hätte noch nie einen gehabt. So ist das eben bei den Frauen, die haben keinen Orgasmus, bis der richtige Typ sie mal eben auf der Couch fingert. Richtiger Filmklassiker, oder?
Irgendwie geht es in dem Film auch um Musik, und eigentlich suchen wir die ganze Zeit auch den Auftritt einer Band, aber mehr ist den Autoren wohl nicht eingefallen. Darum haben sie noch ein Mädchen erfunden, das wir die Hälfte des Films suchen weil es betrunken irgendwo in der Stadt herumläuft und rumkotzt, und das dafür sorgt dass keinem auffällt dass dieser Film eigentlich gar keine Handlung hat. Übrigens genau wie meine drei schwulen Freunde und Bandkollegen, die außer ein paar lückenfüllenden Dialogen und den altbekannt-typischen Schwulengags auch nichts zu tun haben außer den Film unter den Armen zu packen und durch die Plotlöcher zu schleifen.”

“Ach und dann gibt es da noch diesen Kaugummi, der durch den ganzen Film wandert. Was der für einen Sinn hat weiß ich auch nicht, irgendwann liegt der mal in Kotze und wird dann wieder gegessen, ich glaube das findet die Zielgruppe ziemlich witzig. Kotze, hehe. Vielleicht haben sie den aber auch nur erfunden damit sie Stoff für weitere 5 Minuten hatten um gerade so die 90 Minuten Grenze zu erreichen. Mit Abspann.
Naja, aber eigentlich geht es in dem Film, wie der Titel ja sagt, sowieso hauptsächlich um die Musik. Davon wird auch oft gesprochen. Ehrlich gesagt finde ich die Musik darin aber eher langweilig, uninspiriert und total wahllos reingestreut, obwohl ich und alle anderen in unseren Dialogen dauernd davon sprechen wie cool sie doch sei. Das ist eigentlich voll schade, ohne Handlung, ohne gute Musik, und ohne Charme ist dieser Film eigentlich langweiliger als eine schlechte Folge von Star Trek. Aber wen kümmerts, die Leute hier in Hollywood werden schon wissen was sie tun, ich vertrau denen, und da man mich ja aus Juno kennt gehen bestimmt sowieso genug Leute ins Kino. Ich bin nämlich der Typ aus Juno.”
Glotzkind Blog
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