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2. Februar 2009 - 02:58 Uhr | Noch nicht kommentiert...

Gestern habe ich “Der mit dem Wolf tanzt” gesehen, und zwar die mit-Werbung-4-Stunden-Version. Irgendwo, ich weiß gar nicht mehr wo, las ich vor kurzem dass der Film einen in seine Geschichte hineinziehen und auf eine Reise durch den Wilden Westen mitnehmen würde. Und es stimmt, strukturell gesehen ähnelt der Film fast mehr einer Dokumentation als einem Film. Die Geschichte arbeitet nicht auf ein bestimmtest Ziel hin, was den Film beendet, sondern hat ihre vielen kleinen Höhepunkte und lässt den Zuschauer die lange und komplexe Entwicklung beobachten, die das Leben dieses Mannes komplett umkrempelt. Erwartet man einen Film im klassischen Sinne wird man sich sicher irgendwann fragen wann es denn mal endlich losgeht, und worum es eigentlich schlussendlich in dem Film geht, sieht man den Film aber eher als Zeitdokument, als Reise in den Wilden Westen Amerikas, ähnlich einem Geschichtsbuch (dann aber doch näher am Film), so kann er einen in eine längst abgeschlossene Epoche der Menschheit mitnehmen. Meiner Meinung nach hat der Film jedes Lob das er erhalten hat absolut verdient, so gut wie alles stimmt. Einzig Costners Figur kam mir in vielen Momenten doch etwas zu kühl, zu unemotional vor, weswegen die Sympathie da etwas hinter der der Indianer zurückblieb, an deren Gefühlswelt ich zumindest tatsächlich mehr teilnahm. Die mangelnde gezeigte Emotionalität Costners wird zwar ansatzweise durch sein Tagebuch in Form von Off-Texten wiederhergestellt, doch da greift der alte Filmgrundsatz, man soll die Dinge eher zeigen als sagen lassen. Ein harter Kerl der sagt er sei traurig, dabei aber schaut wie ein Baumstumpf, ist lange nicht so eindrücklich für den Zuschauer wie ein harter Kerl dem eine Träne die Wange hinabläuft, der aber kein Wort über seine Trauer verliert. Allerdings ist das tatsächlich einer der wenigen wirklich auffallenden Kritikpunkte die ich an dem Film habe, der Rest hat mich einfach nur beeindruckt, bis auf ein paar wirklich kleine Kleinigkeiten. Wahnsinnig gut fand ich beispielsweise den Humor, der stets ohne große Worte auskam und sich nur aus den Situationen ergab, und teilweise schon so subtil war dass man ihn leicht hätte übersehen können.

Um den Film sehen zu können musste ich erstmal so einigen Aufwand betreiben. Die Aufgabe war, auf meinem Vista Notebook das Windows Media Center, zusammen mit einem MSI DVB-T Stick und einer HP Infrarot-Fernbedienung zum laufen zu bringen. Dafür dass ich das geschafft habe hätte ich einen Abschluss in angewandter Medieninformatik verdient, finde ich! Pro-fi-haft!!

Ansonsten habe ich wie immer mit meinem Schlafrhythmus zu kämpfen. Ich weiß nicht wieso, aber egal was ich tue, meine Wach-Zeit verschiebt sich kontinuierlich immer weiter nach hinten. Und ich kann nichts dagegen tun. Die Ruhe und magische Stimmung der Nacht ist es wohl die mich anzieht, und die meine Gedanken weitere Kreise ziehen lässt als am geschäftigen Tag, wenn das Ameisenvolk Menschheit emsig weiter an seinem Bau arbeitet. Irgendwie spürt man das, finde ich, man spürt es wenn draußen etwas los ist, auch wenn man es nicht sieht oder hört. Kommt mir aber sicher nur so vor, und diesen Hang zur Nacht muss ich mir eigentlich abgewöhnen, irgendwie ist das nicht allzu fördernd für die Dinge die tagsüber so ablaufen (sollten).

Wie morgen, da habe ich um 10 Uhr einen Arzttermin. Oder war der erst am Mittwoch? Hm, egal, ob ich die 10€ morgen oder Mittwoch zahle, dank den Nebenkostennachzahlungen schmerzt beides genug. 280€ wollen die von mir, für die Heizung und den Aufzug (ich wohne im Erdgeschoss) und noch ganz viel anderen Scheiß. Und da ist der Strom noch nicht mal mit drin, den bekomme ich extra, naja, vorrausgesetzt ich schaue irgendwann mal wieder in meinen Briefkasten. Tja, so ist das, ungerechte Welt. Aber was soll man machen, wie Dendemann schon sagt… ähh… ähh… na, irgendwas sagt er jedenfalls zu dem Thema.



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