Jetzt wo in Küche und Bad wieder funktionierende Glühbirnen hängen, sieht beides viel dreckiger aus. Ob ich sie wieder abschraube?
Mein Video des Tages. Jeden Tag ein neues Videos, das das Herz erwärmt, meistens aber keins, heute aber schon. Emiliana Torrini mit Big Jumps.
Zwei Clips, die euch definitiv den “WTF?” Ausdruck aufs Gesicht zaubern werden. De-fi-ni-tiv! Vor allem… ach, ich verrate lieber nichts und werfe euch ins kalte Wasser.
Clip 1 ist kaum vom Original zu unterscheiden, eigentlich ist es viel besser als das Original, immerhin bekommen wir bei Minute 1:13 einen schönen Einblick in “Uhuras”… privates… Reich… und der Dialog ab Minute 2 würde so auch ohne verbale Ausdrucksformen funktionieren. Erstens sagt die fantastisch, man möchte schon fast sagen “choreographierte” Mimik schon alles Wichtige aus, und zweitens bin ich von “Spocks” Augenbraue so abgelenkt dass ich sowieso nichts verstehe. Mein Türkisch ist eben etwas eingerostet, ich gebs ja zu.
Clip 2 hingegen ist, also eigentlich, also… also… also… also mir hat Mickey Maus damals nicht beigebracht alle Juden zu töten. Eigentlich hat Mickey Maus mir damals eher beigebracht gar keinen zu töten. Tatsächlich wurde, soweit ich mich erinnere, in meinen Comics nie jemand umgebracht. Gut, mal der ein oder andere Panzerknacker hier und dort, aber von denen gabs ja eh immer genug.
Ich frage mich ja irgendwie nach was mehr Kinder auf der Straße Amok gelaufen sind, nach Mickey “Goebbels” Maus’ Dauerwebesendung hier, oder nach den Teletubbies. NOCHMAL NOCHMAL!! AHHHHHHHH!!!!!!
Elvis Presley, the King himself, hilft euch über schwere Zeiten hinweg. Übrigens der bestverdienende Tote aller Zeiten, Heath Ledger ist inzwischen glaube ich auf Platz drei oder so, was sich mit dem sicheren Oscar vielleicht noch ändern könnte. Ich frage mich ja immer wo das ganze Geld hingeht, zur Familie? Ist das testamentarisch geregelt? Ähh… ach, wieder vom Thema abgekommen. Nochmal von vorne.
Elvis Presley, the King himself, hilft euch über schwere Zeiten hinweg. Und das nicht nur mit seinen Liedern… naja, eigentlich schon, aber er kann es auch anders. Nämlich wenn er einfach mal während eines Konzerts eine Backgroundsängerin ob ihrer obszönen Stimmlage und Lautstärke auslacht. Bitte folgendes Video nur mit guter Laune und Lust aufs Mitlachen anhören. Und hört mal genau hin, sie übertreibt es wirklich etwas. Ich muss tatsächlich jedes Mal aufs Neue mitlachen
Das Lied kennen wir aus der Werbung, ist eigentlich ganz geil. Und das “Video” dazu… je länger man es sich anschaut, desto mehr scheint es zu passen, und desto mehr fragt man sich wieso man immernoch draufstarrt. Oder? Ein Mal noch! Nur noch ein Mal!
Von wegen viral und so. Vor wenigen Monaten habe ich dieses Video von den Pythons gepostet, in dem sie sagen dass sie ihre Videos ab jetzt kostenlos in ihren neuen YouTube Channel stellen, und an die Zuschauer appelieren sich diese trotzdem noch zu kaufen. Das ganze allerdings witzig verpackt, und bei YouTube mit den entsprechenden Amazon-Links versehen.
Tja, und wer hätte es gedacht, das ganze hat funktioniert. Laut einer Quelle (die ich jetzt leider nicht mehr finde, inzwischen ist das aber schon durchs Internet gestreut) hat sich der Verkauf um, achtung, 23.000% gesteigert. Dreiundzwanzigtausend Prozent! Nur durch die passenden Amazonlinks bei Youtube, die inzwischen auch während der Videos eingeblendet werden. Damit haben sie Rang 2 der Amazon Film & TV Bestseller Liste erobert. Tja, sowas kann also auch mal klappen, sowas virales.
Jaja, das Jahr 2008 war filmtechnisch betrachtet eigentlich ein ziemlich gutes Jahr. Es gab die dicken Blockbuster, die Überraschungen, die Genrefilme und die Flops. Alles in allem ein Jahr mit Höhen und Tiefen, auf jeden Fall aber mit viel Sehenswertem, da wird es 2009 schwer haben. Hier eine kleine und wahrscheinlich ziemlich unvollständige Übersicht meiner Highlights, ob im positiven oder negativen Sinne, um einiges zu spät, und um einiges zu lang.
Die Blockbuster:
2008 war voll von dicken Filmen. Allen voran der neue Batman – The Dark Knight, dessen Werbekampagne in den USA die Messlatte für virales Marketing um einiges höher gelegt hat und um den man spätestens nach Heath Ledgers Tod absolut nicht mehr drumrum kam. Ich persönlich fand den ja gar nicht so toll, mir ging der einfach zu lang, der Storyhöhepunkt war irgendwann erreicht, aber der Film lief trotzdem noch weiter. Dazu die sinnlose Verheizung von Two Face, ein ziemlich an den Haaren herbeigezogener Joker-Plot und ein Sound-Editing dass mich eher an eine Rohfassung erinnerte. Generell bin ich der Meinung man hätte da nochmal mit dem Schneidemesser drübergehen sollen und 30-60 Minuten rauskürzen können, die Story entschlacken und das Tempo nicht immer zwischen den Actionszenen auf den Nullpunkt sinken lassen, dann wäre der Film auch für mich das Highlight des Jahres gewesen. Heath Ledger war ja tatsächlich toll.
Hancock, der Film der ja Jahrelang über die Schreibtische verschiedenster Drehbuch-Autoren und Studios wanderte. Zu viele Köche verderben den Brei, das sieht man hier eindeutig. Während der erste Teil des Films noch eher an eine Superhelden-Parodie erinnerte, wechselt die Stimmung plötzlich vom fröhlichen ins düster-abstruse, was den Film völlig aus der Bahn wirft. Am Ende weiß der Zuschauer nicht mehr was er da gerade eigentlich gesehen hat.
James Bond – Ein Quantum Trost. Tjaaaa, was soll man dazu sagen. Marc Forster, einer meiner persönlichen Lieblingsregisseure, hat sich am neuen Bond versucht und es auch ganz passabel über die Bühne gebracht. Denn die Regie war eigentlich ganz okay, die Story war nur scheiße irgendwie. Bond rennt mal wieder auf der ganzen Erdkugel herum nur um den kleinen und langweiligen Plot mit irgendwelchen nervigen Unterstorys zu füllen, und der Zuschauer weiß am Ende gar nicht mehr worum es am Anfang ging. Egal! Es ist Bond und er verrät das Rezept für seine Martinis, wer braucht da schon noch eine spannende Geschichte? Anyone?
Wall-E, der Film in dem nicht gesprochen wird. Oder kaum. Den fand ich tatsächlich sogar ganz gut, sehr süß und witzig eben, und am Ende schon arg auf ‘alles wird gut’ getrimmt. Aber hey, ist ‘nen Kinderfilm, was soll man da auch anderes erwarten.
Tropic Thunder, Ben Stiller schlägt mal wieder zu, dieses Mal aber richtig. Zusammen mit McConagh… McConuhgey… Mc… ach, der Texaner da eben, Jack Black, Nick Nolte, Robert Downey Jr. und noch so einigen anderen aus der lustigen Riege veräppelt er sich selbst, ganz Hollywood, das Kriegsfilmgenre und noch so einiges anderes. Den Film könnte man auch gut zu meinen Überraschungen des Jahres zählen, denn ich war tatsächlich ziemlich positiv überrascht. Die Story ist komplex, durchdacht und trieft nur so vor Seitenhieben, die ganze Film-im-Film Idee ist auch sehr erfrischend, scheiße, selbst Tom Cruise spielt endlich mal wieder ‘nen coolen Charakter. Für mich eindeutig die beste Komödie seit sehr sehr langer Zeit (leider), und darum absolut sehenswert.
Iron Man war ziemlich gut, vor allem wenn man ihn mit anderen verkorksten Comicverfilmungen, wie bspw. dem Hulk vergleicht. Witzig, selbstironisch, die Effekte waren cool und haben gepasst, und Mr. Downey Jr. erledigt den Rest.
I Am Legend fand ich gut. Klar, ich habe auch die Buchvorlage gelesen und als besser empfunden, gerade was das Ende angeht, aber dennoch, da hat Hollywood eindeutig schon schlechteres abgeliefert. Schönes menschenleeres New York, ein zerbrochener Will Smith, und ein paar, naja, nicht ganz so coole Computervampire. Aber trotzdem, ich mochte den, allerdings habe ich auch Faible für Endzeitfilme.
Unsere Erde war sehr sehr gut. Jedenfalls der Anfang, den man ohne weiteres in der Liste der 10 besten Gründe fürs Kino anführen könnte. Gegen Ende hin wurde es mir persönlich dann etwas zu wüstenlastig, Szenen von durch die Wüste laufenden und nach Wasser suchenden Elefanten und anderen Tieren sieht man in so gut wie jeder Doku. Trotzdem, der Film bietet fantastische Bilder und einen dazu passend fantastischen Soundtrack. Die Musik wurde übrigens für die deutsche Version umgeschnitten, meiner Meinung nach absolut zum Besseren. Auch den deutschen Sprecher finde ich um längen besser als den englischen, zu Weihnachten gabs die DVD Box, die ich jedem nur wärmstens empfehlen kann. Viele mosern ja über das Ende, wo dann doch noch plötzlich der moralische Zeigefinger erhoben wird. Ich persönlich finde das nicht schlimm, eigentlich sogar gut. Denn: Wer, wenn nicht ein so aufwendig und mühevoll über Jahre hinweg gedrehter Film über die Schönheit unserer Erde, darf einem schon ins Gewissen reden? Wenn einer dazu das recht hat, dann ja wohl eher dieser Film als die 8 € pro Stunde Ökotante auf der Straße, die morgen an der gleichen Stelle für Jesus wirbt. Und die Message ist prinzipiell ja richtig, wir Menschen sollten uns schämen für das, was wir der Natur antun. Guter Film also! Danke an Daniel für den Hinweis, hatte den doch glatt vergessen.
Die Überraschungen des Jahres:
Brügge. Hach ja Brügge. Für mich tatsächlich die Überraschung letztes Jahr. Colin Farell in einer melancholischen Gangster-Posse in Brügge, irgendein Kaff in Belgien. Klingt nicht gerade aufregend, und tatsächlich, wer hier einen Gangsterfilm mit wahnsinns Coup à la Oceans 1x erwartet wird enttäuscht werden. Brügge ist eher das Portrait zweier Profikiller die nur allzu menschlich mit den Problemen ihres Jobs zu kämpfen haben, dazu noch eine gute Portion Melancholie und Selbstzweifel, eine hübsche Frau, einen Zwerg und einen Gangsterboss. Fertig ist dieses absolut schöne wie auch traurige Märchen in einer kalten, alten und nebligen Stadt. Absolutes Must-See!
Berlin Calling ging unter und ist immernoch dabei viel zu wenig Beachtung zu finden. Dabei ist der Film über den Berliner DJ Ickarus, der mit seiner Freundin und den Drogen, vor allem aber mit sich selbst nicht wirklich gut zurecht kommt, wahnsinnig schön anzusehen. DJ Ickarus spielt quasi sich selbst, Paul Kalkbrenner übernahm die Hauptrolle und komponierte zugleich die komplette Filmmusik selbst (welche ich gerade höre während ich diesen Text schreibe), was den ganzen Film sehr aus einem Guss erscheinen lässt und zu wunderbar surrealen Aufnahmen des Berliner Nachtlebens führt. Bis auf das etwas verkorkste Ende ein sehr sehr toller Film, ich freue mich schon auf die DVD-Veröffentlichung.
Once, wieder so ein Musikfilm, und mit einiger Verspätung anfang letzten Jahres in Deutschland eingetroffen. Bekam für seine Filmmusik einen Oscar, verdienterweise, finde ich. Die Story haut einen jetzt zwar nicht vom Hocker, doch gerade das unscheinbare Äußere hebt die Qualität der Musik noch hervor. Sehr sehr schöner Film, sollte man sich antun, und danach schleunigst darüber bei Wikipedia lesen und danach dann bei Youtube danach suchen. Danach danach danach!
Leg dich nicht mit Zohan an war mal wieder ein typischer Sandler-Film. Nachdem der Plot beim Lesen erst recht dämlich klang – israelischer Geheimagent geht nach Amerika um Haare zu schneiden und Omas zu vögeln – unterhielt mich der Film dann doch ziemlich gut, besser als erwartet jedenfalls. Ist eben der Sandler-Humor, wenn man sich darauf einlassen kann funktioniert auch der.
Darjeeling Limited. Der letzte Film den Own Wilson vor seinem Selbstmordversuch gedreht hat, soweit ich weiß. Lag aber wohl nicht am Film, denn der ist ziemlich gut. Insgesamt ziemlich abstrus, manchmal haarschaf am lächerlich sein vorbei, doch die Beziehung zwischen den drei Brüdern und deren Entwicklung über den Film hinweg macht einfach Spaß.
Wanted sollte man ohne Erwartungen sehen. Ich kannte den Film überhaupt nicht bevor ich ihn sah, Angelina Jolie und Morgan Freeman überzeugten mich dann aber doch es mal zu versuchen. Wer eine ausgeklügelte Story mit tiefgründigen Charakteren sehen will ist hier falsch, richtig ist wer Bock auf harte Action und ein wenig Mystik hat. Zwar ist die Story nicht gerade der Kracher, doch sie reicht aus um die Szenen in denen es zur Sache geht angenehm zu tragen. Und, “Wächter der Nacht”-Regisseur Timur Bekmambetov zeigt in seinem Hollywood-Debüt dass man ohne ein Matrix 3 Budget beeindruckendere Effekte als die Matrix 3 Effekte hinbekommen kann.
Juno. Normalerweise sträube ich mich ja gegen solche Modefilme, aber als Filmfan darf das eigentlich kein Argument sein ihn nicht zu sehen. Butterweicher und zuckersüßer, netter und witziger kleiner Film. Für mich teilweise sogar etwas zu Butterweich, etwas zu sehr auf süß getrimmt. Trotzdem gut.
Die Welle fand ich überraschend gut, gerade für einen deutschen Film. Auch das Ende gefiel mir sehr gut.
A Cross the Universe ist quasi eine Dokumentation über die Nordamerikatour von Justice. Den Weg zu dieser DVD fand ich über Gänseblümchennilzs Beitrag über die Soulwax DVD, die übrigens auch sehr zu empfehlen ist. Justice’ Variante einer Tour-DVD gestaltet sich mehr als ein Sog, immer tiefer wird der Zuschauer in das alles beherrschende Chaos und den ständigen Wechsel zwischen Tourbus, Bühne und Drogenpartys hineingezogen. Die Szenen werden immer härter, lauter, abgefuckter und fertiger, bis zum unschönen Ende vermittelt diese DVD wohl ziemlich gut das Feeling mit dem das Tourteam ständig unterwegs war. Freakige Charaktere, halbnackte Groupies, bis auf den leider ziemlich übersteuerten Ton bei den Live-Konzertaufnahmen ist diese DVD ein Augenschmaus.
Nie wieder Sex mit der Ex, eine nette kleine Romantikkomödie, und deswegen so überraschend weil… naja, was soll man von dem Titel schon erwarten? Trotzdem schafft es Jason Segel als sympathischer Loser einen über den gesamten Film hinweg wunderbar zu unterhalten, und Mila Kunis könnte zwar seine Tochter sein, doch ihr steht das Hawai-Outfit so gut dass man das schnell vergisst. Nette Geschichte, die nicht allzu sehr in Klischees badet, witzige und liebenswürdige Gags, schöner Film.
Schmetterling und Taucherglocke ist zwar in Frankreich schon 2007 angelaufen, in Deutschland kam er aber erst 2008 in die Kinos, und selbst wenn nicht, ich würde ihn hier trotzdem erwähnen. Die reale Geschichte handelt von Jean-Dominique Bauby, dem Chefredakteur der französischen “Elle”, der eines Tages aus heiterem Himmel einen Hirnschlag bekommt und daraufhin komplett gelähmt ist. Sein Gehirn ist trotzdem noch komplett gesund, und so nimmt er die Anstrengung auf sich nur durch seine Augenbewegungen ein komplettes Buch zu diktieren. Bauby starb wenige Tage nach Fertigstellung seines Buches, der Film ist quasi die Geschichte davon und beginnt mit seinem Erwachen in der Klinik. Der Zuschauer sieht den Großteil des Films aus Baubys Sicht und hört seine Gedanken, was teilweise sehr verstörend wirken kann, beispielsweise wenn ihm eines seiner Augenlieder bei vollem Bewusstsein zugenäht wird, damit sich das Auge nicht entzündet. Der Film schöpft dabei aus der kompletten Bandbreite die das Medium Film zu bieten hat, sowohl visuell als auch soundtechnisch werden neue Wege beschritten und machen ihn damit zu einem absolut sehenswerten Erlebnis. Eine würdige Verfilmung, würde ich sagen.
Jumper war besser als gedacht. Ehrlich. Solider Film, gute, passende Effekte, gar nicht mal soooo doofe Story, insgesamt nett. Ja doch. Für den netten DVD-Abend sehr gut geeignet.
Flops des Jahres:
Hellboy 2. Scheiße, wie kann man den nur gut finden? Ich fand den ersten Teil schon zum erbrechen langweilig, aber zweite hat das ganze nochmal getoppt. Der Film hat keine einzige sympathische Figur. Hellboy selbst ist nur ein nerviger Sack, der den kompletten Film über mit einem IQ unter dem eines Forrest Gumps alle Entscheidungen falsch trifft und beim langweiligsten Filmfinale der Filmgeschichte dann das macht was in einem sinnvollen und logischen Plot schon eine Stunde früher passiert wäre. Absolut highlightlos und leere Charaktere, absolut langweilige Geschichte, bah. Nee nee, schon dem Script sah man ja an dass das nichts werden konnte.
Indiana Jones und das Königreich der CGI Sets war die Vergewaltigung eines stilvollen Jugendhelden in Spielfilmlänge. Gut zusammengefasst haben das die South Park Macher in dieser Folge. Okay okay, ich gebs zu, der Film hat tatsächlich sogar auch seine guten Momente, aber da Spielberg aus familiären Gründen zum Dreh nicht weit weg fliegen wollte, was zur Folge hatte dass grob geschätzte 124% des Films vor der großen Greenbox gedreht wurden, hat der Film den Charme einer in Taiwan hergestellten Plastikschlange… oh, die gibts ja auch im Film. Mal im Ernst, wie soll ein Film spannend und aufregend sein, wenn man ihm in jeder Sekunde ansieht dass die Schauspieler nie wirklich in Gefahr waren, sondern immer nur vor einer grünen Wand so tun als wären die ganzen Computersachen echt. Dazu noch die dämliche Story mit den Aliens… pfff… also neeee!
Speed Racer war scheiße. Sorry, aber das muss echt mal gesagt werden. Die Story war strunzdämlich, die Charaktere alle komplett lächerlich, und die Optik… also… ich frage mich wie man mit so einem Budget etwas so billiges produzieren kann. Wem es gefällt zwei Stunden lang Plastik-Computerautos auf Computerstrecken mit reingekeyten Schauspielern vor Computerhintergründen (und das eben genannte alles in billig) zuzusehen, der… der soll sich melden, damit ich ihm höchstpersönlich eine Backpfeife verpassen kann. Wenn, wenn überhaupt, dann geht dieser Film als schlechter Kinderfilm durch. Sorry, Herr und (inzwischen) Frau Wachowski, aber wie habt ihr es geschafft euch von einem genialen Matrix 1 kontinuierlich qualitätsmäßig Flussabwärts zu bewegen? Heidenei.
Max Payne gehört hier eigentlich gar nicht rein, denn sooo schlecht war der gar nicht. Kennt man allerdings das Original, also das Spiel, so fällt einem beim Film in so gut wie jeder Szene die Inkonsequenz der Filmschaffenden auf. Die Story wurde leicht verändert, was ja noch okay wäre, aber dass das ganze so extrem auf kinderfreundliche ab-12-Scheiße getrimmt wurde versaut alles. Kein Blut, keine Drogenträume mit blutverschmierten schwarzen Wänden und schreienden Babys, und eine Mona Sax die aussieht wie 15, geil, das macht man also heutzutage um die Fans von zwei fantastischen düsteren ab-18-Games zu unterhalten. Das ist als würde man aus den legendären Doom Spielen einen langweiligen und unlogischen 08-15 Space-Action Film machen mit… mit… The Rock in der Hauptrolle, oder so, haha! So weit kommts noch…
The Happening. Scheiße. Die ersten zehn Minuten sind super, aber dann… naja… dann passiert nichts mehr und… naja… irgendwie passiert einfach nichts mehr, außer dass man irgendwelche Leute vor dem Wind weglaufen sieht. Sehr sehr schade, denn eigentlich, ja eigentlich mochte ich bisher die meisten Shymalama… Night Filme.
Be kind rewind (Abgedreht) war jetzt auch gar nicht sooo schlecht. Okay okay, eigentlich ist auch der in dieser Kategorie falsch, aber hey, ich hatte goße Erwartungen die größtenteils schon irgendwie enttäuscht wurden. Klar, die Idee war nett, und die Gondry-typischen Effekte waren auch nett, und Jack Black war nett, und das Ende war auch irgendwie nett, aber nett ist immernoch der kleine Bruder von beschissen. Kein schlechter Film, für mich aber tatsächlich eine kleine Enttäuschung. Vor allem wenn man das mal mit dem genialen “Vergiss mein nicht” vergleicht, auch von Gondry.
Rambo. Bin ich bei eingeschlafen. Kann also nicht so gut gewesen sein. Zerschossene Kniescheiben am Fließband hauen heutzutage keinen mehr vom Hocker, und Sylvester Stallone ist tatsächlich noch unhübscher geworden als früher.
Horrorfilme:
Auch für Horrofilmfans hatte 2008 einiges zu bieten, fangen wir mal mit The Signal an, das wohl innovativste Projekt des Jahres, waren immerhin drei verschiedene Regisseure an dem Film beteiligt. Zu viele Köche verderben den Brei, ob das auch hier zutrifft? Leider ja, denn so ganz geht das Konzept leider nicht auf. Der erste Teil des Films begeisterte mich ungemein, schon lange habe ich keine so intensive Einführung in das Zombiezeitalter mehr gesehen. Doch dann kommt der nächste Regisseur auf den Regiestuhl, und hier fangen leider die Probleme an, denn plötzlich wird aus dem eben noch düsteren und gruseligen Zombiefilm eine Zombiekomödie, leider nicht mal eine allzu gute. Erst der dritte Regisseur geht mit dem Ende des Films wieder in eine ähnliche Richtung wie der erste, doch trotzdem, drei unterschiedliche Herangehensweisen an ein und dasselbe Thema, das kann klappen, hier unterbricht es aber den Filmfluss ungemein und zerstört die Atmosphäre des Films. Schade.
Dead Set ist eine englische Zombie-TV-Serie, in der es um die Insassen eines Big Brother Hauses geht, die erstmal gar nichts davon mitbekommen als um sie herum die Welt blutend untergeht. Die Serie ist wahnsinnig dynamisch, die Charaktere und verschiedenen Handlungsstränge bleiben immer individuell spannend und man sieht mehr Gedärme als man anfangs zu hoffen wagt. Die Schauspieler sind alle verdammt gut, schon lange habe ich keinen Horrorfilm mehr gesehen der die fleischfressenden Zombies so realistisch bedrohlich darstellte wie hier, und das Ende ist quasi das I-Tüpfelchen, die Kirsche auf dieser fantastischen Sahnetorte. Absolute Empfehlung, leider erst auf englisch erhältlich.
[Rec], wohl der am schnellsten geremakte europäische Film den ich kenne, denn die Hollywoodversion erschien tatsächlich (in Deutschland jedenfalls) im gleichen Jahr wie das Original. Eine spanische Reporterin wird samt Kameramann in einem Haus unter Quarantäne gestellt, und plötzlich rennen die Zombies herum, inklusive kleinem Zombiemädchen. Das alles im shaky Handkamera Stil. Eigentlich sehr gut, das begrenzte Setting macht Spaß, auch die Begegnungen mit den Zombies. Erst das Ende wird dann etwas abstrus, trotzdem, für Fans sehenswert.
All The Boys Love Mandy Lane ist Dawsons Creek mit Scream gekreuzt… naja, so ungefähr. Irgendeine heiße Tussi, ein komischer Emotyp, eine Party draußen auf einem Landhaus mit Drogen und Alkohol, und ein mysteriöser Fremder in der Nacht. Alles eher klassisch, und obwohl der Film teilweise recht gut bewertet wurde hat er mich jetzt nicht allzu sehr beeindruckt. Irgendwie alles Standardkost, und auch das mehr oder weniger überraschende Ende konnte mich nicht so sehr begeistern.
Funny Games U.S. fand ich gut. Zwar kenne ich das Original nicht, doch da das allem Anschein nach sowieso zu 98% identisch ist reicht das wohl. Verstörender Film, verstörende Szenen, verstörende Geschichte, verstörende Musik. Wenn man bedenkt dass genau das das Ziel des Regisseurs war, so hat er es meiner Ansicht nach erreicht, und gerade weil der Film den Zuschauer mit einem unguten Gefühl zurücklässt finde ich ihn gut. Eigentlich wollte ich dazu schon länger ein ausführlicheres Review schreiben, vielleicht finde ich irgendwann mal die Zeit.
Frontière(s) war nett. Nicht gerade fantastique, aber immerhin noch trés bien. Abgefuckte Nazikrüppel schnetzeln französische Jugendliche, und in Sachen Horror sind die Franzosen ja generell ganz gut dabei. Derber Film, sehr gut schaubar.
The Mist war gut, und das auch ohne meinen Stephen-King Bonus. Nicht herausragend, aber gut. Naja, sagen wir ganz okay. Hätte besser sein können. Das Ende kam komisch, war aber nett erdacht. Die Digitalviecher, naja, hätten auch besser sein können. Wer es genau wissen will, hier gehts zu meinem Review.
Filme die ich nicht gesehen habe:
Der Baader Meinhof Komplex. Ich tu mich ja generell schwer mit politischen Filmen, und nach all den schlechten Kritiken habe ich mir das Geld dann doch lieber gespart.
Sweeney Todd zu verpassen ist wohl eine der größten Sünden. Aber Johnny Depps Gesang klingt auf DVD sicherlich genauso gut.
Waltz With Bashir soll ja wahnsinnig gut sein und so, kam ja auch auf den Filmfest Nights, aber wie gesagt, politische Themen und ich, das passt irgendwie nicht so ganz. Aber den schau ich sicherlich noch irgendwann mal an.
Akte X – Jenseits der Wahrheit. In den hatte ich als alteingesessener Akte X Fan ja große Hoffnungen gesetzt, doch nach ein paar Reviews schien klar zu sein dass es sich dabei nicht um die erhoffte Offenbarung handelte. Leider.
Krabat, mit deutschen Filmen tu ich mich ja generell schwer, und wenn die dann noch versuchen an Epen wie Herr der Ringe heranzukommen sehe ich da meist schwarz, allein schon wegen fehlendem Budget. Habe da allerdings auch geteilte Meinungen zu gehört. Vielleicht irgendwann mal…
Der Tag, an dem die Erde stillstand, eigentlich ein MUSS für mich als Science Fiction Fan. Leider im Kino verpasst (oder läuft der noch?), aber das wird nachgeholt, das schwöre ich auf Jennifer Connelly, das heiße Stück.
Mamma Mia!. Dem weine ich allerdings keine Träne nach. Echt nicht.
No Country for Old Men ist eigentlich eine Schande. Also die Tatsache, dass ich den noch nicht gesehen habe. Wird auch nachgeholt, versprochen. Der war mir einfach zu überpräsent irgendwie.
There Will Be Blood. Auch nicht gesehen. Schande über mein Haupt!
In letzter Zeit habe ich irgendwie immer sehr strange komische Träume. Hier mal als Beispiel drei davon, alle aus den letzten paar Tagen.
Anfang letzter Woche nahm mich der Sandmann an der Hand, und führte mich die ganze Nacht durch die verschiedensten Situationen aus dem Leben, ansich nicht groß ungewöhnlich. Doch weiß ich noch, dass sich jede Situation in der ich mich befand um eine bestimmte Person drehte. Immer wieder wachte ich auf und schlief wieder ein, die Träume veränderten sich, doch diese eine Person blieb immer die gleiche. So ging das die ganze Nacht, und ich weiß noch dass es sich um irgendeine Frau gehandelt haben muss, doch kaum klingelte am Morgen mein Wecker waren alle genaueren Erinnerungen an sie verschwunden, ich wusste nicht mehr von wem ich da die ganze Nacht geträumt hatte, doch ich wusste noch dass es immer die gleiche Person gewesen war.
Dann, zwei Tage später, ich glaube Mittwoch war das, da träumte ich, ich würde mich mit einem Freund über meine komischen Träume unterhalten, was auch gar nicht so unlogisch ist, denn das geht schon länger so. Ich erzählte ihm dass immer sehr viel lebhaftes in meinen Träumen passiert, ich glaube ich erzählte ihm von einem bestimmten Traum, den ich tatsächlich auch ein paar Tage zuvor gehabt hatte, in dem die Szenen denen eines Actionfilms glichen. Im Traum erzählte mir dann dieser Freund, dass es für so etwas ein Wort gibt, und als er mir die Bezeichnung für solche Träume verriet war ich überglücklich endlich zu wissen dass das wohl nichts Ungewöhnliches, auf jeden Fall nichts Undefiniertes war. Kaum wachte ich auf hatte ich das Wort das er mir genannt hatte sofort wieder vergessen, doch ich konnte mich noch genau an das Glücksgefühl erinnern.
Am Tag danach, also Donnerstag, träumte ich wieder einen sehr komischen Traum. Irgendwie entdeckte ich im Traum ein großes Loch in meinem Boden, irgendwo drunter, bisher jedenfalls unbemerkt. Und als ich hineinsah überkam mich der blanke Horror, drinnen war es schimmlig, und ich glaube es lebten auch irgendwelche Tiere dort. Was genau ich in diesem Loch im Boden gesehen habe weiß ich nicht mehr, ich kann mich nur noch an den Schimmelpelz erinnern und daran wie geschockt ich war, mit sowas so lange unbemerkt gelebt zu haben. Aber dann wurde es noch komischer. Im Traum wachte ich auf, und mir wurde bewusst dass das eben nur ein Traum gewesen war. Als ich an der Stelle nachsah war dort kein Loch mehr, nur noch eine mir völlig normal erscheinende tiefe Mulde in meinem blauen Teppichboden. An mehr kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern, ich glaube kurz danach bin ich auch wirklich aufgewacht, jedenfalls war ich ziemlich baff von diesem Traum im Traum. Nicht dass ich das nicht schon das ein oder andere Mal gehabt habe, aber… naja. Kam mir spanisch vor.
Was die Träume auch so komisch macht ist die Tatsache dass ich mich so gut an sie erinnern kann, morgens nach dem Aufwachen scheint es mir oft so als sei die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit längst nicht mehr so präsent wie noch vor ein paar Wochen, als wäre ich im Traum wacher, und beim wach sein irgendwie… abwesender (verträumter klingt scheiße). Die Träume gleichen sich alle darin, dass sie mich morgens nach dem Aufwachen mit einem Gefühl zurücklassen das schwer zu beschreiben ist. So eine Art “What the fuck?”, verbunden mit dem Gefühl dass gerade ziemlich viel abgegangen ist, so wie wenn man haarscharf einem Unfall entgeht, der auch um einiges schlimmer hätte enden können, und sich gerade bewusst wird was eigentlich gerade abgegangen ist. Tja… was soll man davon nur halten… vielleicht sollte ich mir schleunigst eines dieser Traumdeutungsbücher kaufen, aber die stehen im Laden meist neben den Gummibärchendeutungsbüchern, und wie soll man schon etwas ernst nehmen was zur gleichen Kategorie wie das Deuten von Süßwaren gehört? Eben.
Gute Laune kann man sich nicht kaufen, man tritt hinein wie in einen Haufen Hundescheiße, und danach klebt sie einem an der Sohle bis sie abgelaufen ist. Abgelaufen, Verfallsdatum und so, checkse? Gnnnfrrrrnzzzzz…
Peter Fox, geiles Video, guter Beat, von vorn bis hinten. Oder finde ich zu dieser Stunde einfach nur alles geil, was mir unter die Augen kommt? Ach, egal. Jetzt dazu jedenfalls noch das Making Of, bei mir gibts inzwischen ja nix mehr ohne Making Of dazu.
Scheiße, wie ich auf dieses postapokalyptische Zeug stehe, da bekomme ich jedes mal wieder ‘nen Rappel, wie mein Vater sagen würde. Vor allem wenn es so geil und stylisch gemacht ist wie diese Perle hier, die vor Ideen und Kreativität nur so strotzt.
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