Alles kaputt!

24. April 2008 - 01:56 Uhr | Kategorie: Alltag, Gedanken | Noch nicht kommentiert...

Als ich vorhin von der Arbeit nach Hause kam, merkte ich, dass ich anscheinend gestern den Kühlschrank nicht richtig geschlossen habe. Jetzt ist das Licht darin kaputt. Hoffentlich geht wenigstens der Rest noch, denn einen neuen Kühlschrank zahlt mir der Vermieter sicher nicht.

Seit gestern pfeift der Abzug im Badezimmer, wenn ich ihn anstelle. Zuerst dachte ich ja eine Maus hätte sich darin verfangen und würde sich jetzt die Seele aus dem Leib kotzen vor lauter Loopings. Hört sich jedenfalls so an. Begleitet wird das ganze mit einem unschönen Klappern, weswegen ich das Teil gar nicht mehr anmachen mag.

Seit wann der Seilzug (oder wie das Ding auch immer heißt) am Rolladen kaputt ist weiß ich schon gar nicht mehr. Jedenfalls kann ich den Rolladen nicht mal mehr zur Hälfte auf ziehen, das Band hält nicht, ich muss es unten in die Öffnung stopfen.

Die Person die täglich ihr Auto auf den von mir von der Vormieterin übernommenen Parkplatz stellt kenne ich nicht, und sie kommt auch nicht, wie die Vormieterin meinte, vorbei und gibt mir die monatliche Miete dafür.

Alles Dinge um die ich mich kümmern sollte, die ich klären sollte, mit den Vermietern oder dem Hausmeister, oder sonst wem, bedenkt man die zahlreichen Dinge die sonst noch so kaputt sind.

Manchmal wünsche ich mir, ich könnte mich aus allem ausklinken, ich könnte alles links liegen lassen und hätte einen freien Kopf. Ich bräuchte mich nicht darum zu kümmern dass der Alltag läuft, ich bräuchte zu keinen Ämtern, zu keinen Ärzten, zu keinen Terminen und zu keinen Arbeitgebern. Manchmal wünsche ich, ich hätte die Freiheit dazu all das nicht zu beachten.

Dann merke ich meistens, dass ich oft genau das schon tue, obwohl ich die Freiheit dazu nicht habe.



München. Hä?

23. April 2008 - 00:11 Uhr | Kategorie: Gedanken | Noch nicht kommentiert...

Auf jetzt.de steht ein Artikel über zwei Münchener Blogger. Nummer 1 gibt es schon nicht mehr, und Nummer 2 ist eher ein Infoblatt, nur eben digital, was mich dann relativ fix wieder von der Seite verschwinden hat lassen. Der Grund dafür liegt aber in keinster Weise an der Art der Seite, eher, und darüber grüble ich jetzt nach, daran dass… naja, komischerweise interessiert mich keine andere Großstadt so extrem wenig wie München es tut. Eigentlich bin ich komischerweise generell recht uninteressiert an solchen Themen, beim Zahnarzt greife ich tatsächlich lieber zu dem Heft über Zahnsteinprophylaxe als zu dem über die tollsten und sehenswertesten kulturellen Veranstaltungen der jeweiligen Stadt. Konzerte, Ausstellungen, Theater, Museen, Festivals, whatever, alles Dinge denen ich prinzipiell absolut nicht abgeneigt gegenübertrete, im Gegenteil sogar. Wenn es dann aber darum geht den Lokalteil in der Zeitung zu lesen schalte ich komplett ab.

Erst wenn ich dann von jemand anderem darauf hingewiesen werde, oder aber, was eigentlich öfter vorkommt, wenn ich es schon längst verpasst habe, beachte ich solche Events. Dabei ist es eigentlich tatsächlich nur die reine Art der Informationsbeschaffung in diesem Themengebiet, die mich irgendwie… mehr langweilt als alles andere.

Daran liegt es wohl auch dass ich heute, schon fast ein Jahr nach meinem Umzug in diese Stadt, noch immer genauso wenig über sie weiß wie damals. Naja, fast, die bekanntesten Plätze und Etablissements sind mir wohl inzwischen bekannt. Vielleicht liegt es aber auch daran dass ich immernoch eine fast schon instinktgesteuerte Abneigung gegen diese Stadt hege, die sich einfach nicht legen will. Ich in München… irgendwie entspricht das so ganz und gar nicht meinen Vorstellungen von damals…



Discovery Channel

18. April 2008 - 18:47 Uhr | Kategorie: Bewegtes Bild, Musikalisches | Noch nicht kommentiert...

So toll die Werbung, die musste ich jetzt ganz einfach von Frau Anke klauen. Sogar die Mythbusters sind dabei, darüber freue ich mich ja ganz besonders. Die kommen direkt vor diesem unbekannten Typen da im Rollstuhl ;)

Medium: www.youtube.com



Von jetzt auf gleich

18. April 2008 - 01:36 Uhr | Kategorie: Gedanken | 1 Kommentar

Und da, zack, ist es wieder komplett anders. Du weißt, hey, in dieser Situation, da wäre ich gerne genau diese Art von Mensch, dieser coole Typ, der über allem steht, den nichts mehr verunsichern kann. Und du weißt, gleich ist es so weit, gleich habe ich die Chance genau so zu sein wie ich will. Und du planst, bereitest dich vor, überlegst, was könnte ich sagen, wie könnte ich mich bewegen, was könnte ich tun, um genau so zu sein wie ich gerne wäre.

Dann bist du mittendrin, und plötzlich merkst du, hey, so wollte ich doch gar nicht sein. Hey, das war aber anders geplant, eigentlich wollte ich doch ganz anders rüberkommen. Ich wollte doch gar nicht wie ich sein, ich wollte wie jemand komplett anderes sein, ein anderer Mensch. Aber irgendwie funktioniert es nicht, und du bist wie immer, so wie du, so wie der Mensch über den du dich aufregst, und der dir nicht wirklich gefällt.

Und da, zack, ist es wieder komplett anders. Du vergisst wer du sein willst, denkst gar nicht daran, merkst nicht dass die Situation, in der du letztens noch krampfhaft versucht hast jemand anderes zu sein, immer näher rückt. Dir ist es egal ob du der coole Typ bist, ob du über allem stehst, ob jetzt die Chance gekommen ist dein Leben zu ändern, wenigsten für einige wenige Augenblicke. Du denkst einfach nicht daran.

Dann bist du mittendrin, und plötzlich merkst du, hey, genau so wollte ich doch immer sein.



Bolognese am Morgen

12. April 2008 - 14:56 Uhr | Kategorie: Alltag | 1 Kommentar

Kalt. Eklig schleimig, trotzdem lecker. Und “Morgen” ist ja auch übertrieben, immerhin ist es schon Nachmittags. Langsam könnte die Verteidigungsmaschinerie in meinem Körper ja mal die Grippeviren ausgerottet haben, habe keine Lust mehr auf Niesattacken und nächtliches Rumgerotze. Langsam gehen mir auch die Taschentücher aus.

Bald habe ich tatsächlich sogar alle sechs Staffeln von Sex and the City durch, bestimmt noch rechtzeitig zum Kinofilm. In den werde ich dann zwar nicht reingehen, trotzdem kann ich behaupten ich habe es ja versucht.

Und jetzt gehts ab unter die heiße Dusche. Herrlich, so Samstage.



Der Nebel

12. April 2008 - 00:22 Uhr | Kategorie: Kritik | Noch nicht kommentiert...

The Mist
2007, USA
Regie: Frank Darabont
Drehbuch: Frank Darabont (nach einer Geschichte von Stephen King)
Schauspieler: Thomas Jane, Marcia Gay Harden, Laurie Holden, Toby Jones, Jeffrey DeMunn, etc.
Links: Offizielle Website | OFDb Eintrag | Imdb Eintrag | Wikipedia Eintrag | Filmstarts.de

Der Nebel
“Wer hat hier gefurzt? Ich seh’s doch!”

“Ohje, noch eine King Verfilmung die nicht an ans Original heranreicht.” war mein erster Gedanke als ich von diesem Film hörte. Und ich hatte recht. Aber es hätte durchaus schlimmer kommen können.

Die Kurzgeschichte die hier zugrunde liegt habe ich vor ein paar Monaten gelesen, so lange ist das noch gar nicht her. Insofern konnte ich mir den Film nicht ganz unvoreingenommen ansehen. Während die Geschichte nicht zu den Besten, allerdings zu den wirklich Besseren von Stephen King gehört, ist der Film eher so medium, also so mittel, und irgendwie verbreitet er auch nicht wirklich King Stimmung, jedenfalls anfangs.

Die Story nur grob. Nach einem Sturm fährt ein Vater mit seinem Sohn in den Supermarkt um ein paar Dinge einzukaufen. Plötzlich hüllt ein geheimnissvoller Nebel alles in erdrückendes Weiß, und es ist recht schnell klar dass im Nebel, der wohl eines geheimen Militärprojektes in der Umgebung entsprungen ist, irgendetwas Blutrünstiges lauert. Fortan kämpfen die Menschen im Supermarkt gegen die Viecher von draußen und, eigentlich noch viel mehr, gegen sich selbst im Inneren. Irgendwann jedenfalls werden alle zu religiösen Fanatikern, was den Vater samt Sohn und ein paar Anderer mit dem Auto fliehen lässt.

Der Nebel
“Blöd, blöd, blöd, blöd, du bist cool, blöd…”

Well well well, erstmal zu den schlechten Seiten des Films, dann zu den guten, also in der gleichen Reihenfolge wie im Film. Während sich viele über die schlecht animierten CGI Monster aufregten, fand ich diese gar nicht so schlimm. Klar, dass in dem Film keine Hundertmillionen stecken sieht man ihnen an, aber um eklig auszusehen reichen sie aus. Obwohl ich mir die Monster ja allgemein während dem Lesen des Buchs etwas schleimiger, und vor allem die Spinnen etwas schwärzer und horrormäßiger vorgestellt hatte.

Der gesamte Film ist, ganz dem Trend folgend, mit einer sehr beweglichen Kamera gefilmt. Nicht so wackelig wie Cloverfield, aber auch nicht so schön ruhig wie Spielberg, was mir persönlich nicht so sehr gefiel. Ich habe lieber genau im Blick was wichtig ist, und muss es nicht immer über den Bildschirm mitverfolgen.

Nun zu dem größten Manko des Films: die Charaktere. Während King in seiner Geschichte jeden Charakter glaubwürdig beschreibt und damit die komplette Situation, so plemplem sie auch ist, authentisch rüberkommt, wird im Film irgendwie nicht viel wert darauf gelegt dass man den Figuren abnimmt was sie darstellen sollen. Noch verschlimmert wird das Ganze durch die völlige Fehlbesetzung, wie ich finde. Der Nachbar, im Buch ein wichtiger Charakter, wird völlig außer Acht gelassen, die verrückte Mrs. Carmody hat sowas von die falsche Schauspielerin abbekommen, selbst die saufenden Dummschwätzer kommen nicht wirklich rüber und auch von der Beziehung zwischen dem Vater und dem Sohn bekommt man kaum etwas mit. Am schlimmsten wird das alles aber am Beispiel der Ehefrau ersichtlich. Während die Fahrt zur Frau im Buch wirklich eine erdrückende und traurige Stelle in der Geschichte markiert, ist ihr Verbleiben dem Zuschauer beim Film völlig piepegal. Denn mit dem quasi komplett gestrichenen Anfang der Geschichte fehlt auch das Kennenlernen der Ehefrau, die im Film gerade mal 30 Sekunden zu sehen ist und dabei nur zwei Sätze von sich gibt.

Der Nebel
Familienausflug ins Disneyland, das Kind ist begeistert!

Und genau daran verreckt leider der gesamte erste Teil des Films. Denn mit den flachen und unglaubwürdigen Charakteren fällt es einem schwer die Vorfälle im Supermarkt ernst zu nehmen. Irgendwie kommt einem das alles ein bisschen bekloppt vor, und als die aufgebrachte Meute dann zu Mrs. Carmodys (ich kann es nur wiederholen, die ist sowas von falsch besetzt!) persönlicher Armee mutiert zweifelt man dann doch an der Glaubwürdigkeit.

Jetzt aber zum guten Teil des Films, und der beginnt genau dann wenn die 5 Flüchtlinge sich in das Auto setzen, die erste warnehmbare Musik im Film beginnt, und sie losfahren. Erst jetzt wird dem Zuschauer die verlorene Situation und die Aussichtslosigkeit bewusst, erst jetzt verbreitet der Film die Stimmung des Buchs, erst jetzt kamen bei mir Gefühle auf. Und als über das Auto dann das riesige Monster aus einer anderen Dimension hinwegläuft, ja, genau dann, und sind es nur 20 Sekunden, genau dann sieht man einen King Film, die Schönheit die seine Geschichten durch die realistische Darstellung des Unrealistischen bekommen.

Das Ende hält sich dann nicht an die Vorlage. Für einen Hollywoodfilm ist es fast schon eine Sensation, dass es dieses Ende in die finale Version geschafft hat. Ohne es zu verraten kann ich sagen, dass es ziemlich aussichtslos und extrem bedrückend ist. Trotzdem ist es eigentlich sogar noch positiver als das Ende der Vorlage, ist darin doch offensichtlich die gesamte Menschheit ausgerottet.

Das Ende kann insofern gefallen, obwohl, aber auch gerade weil es so anders ist als man es erwarten würde. Mir jedenfalls gefällt es. Einzig das verzweifelte Schreien in der letzten Szene hat mich verwirrt. Ich konnt mich beim Ansehen nicht entscheiden ob das jetzt unglaublich schlecht, oder unglaublich gut geschauspielert ist, dieses abdriften ins Wahnsinnige.

Also was bleibt? Eine King Verfilmung die wieder mal hinter der Vorlage zurückbleibt weil die Story aufgrund flacher Charaktere einfach nicht wirken will. Dafür aber ein tolles Ende, das zwar von der Vorlage abweicht, doch trotzdem noch eine schöne Pointe ist. Insgesamt also ein sehenswerter Horrorfilm, nichts wahnsinnig Gutes, dafür aber auch nichts komplett Schlechtes.

Fazit: Horrorfilm mit großen Schwächen, dafür aber einem tollen Ende.
Für Horrorfans empfehlenswert!


Raab diskriminiert Heston, den Emo!

6. April 2008 - 16:28 Uhr | Kategorie: Neuigkeiten | Noch nicht kommentiert...

Charlton Heston starb gestern im Alter von 84 Jahren in den Armen seiner Frau. Das war der mit den kalten toten Händen. Ich muss ja zugeben, für Heston bin ich offensichtlich zu jung. Klar, ich kenne ihn, weiß auch grob was er bedeutet für die Filmgeschichte, aber wirklich gesehen habe ich ihn nicht allzu oft. Wirklich erinnern kann ich mich an ihn nur noch in Ben Hur, wegen der berühmten Armbanduhr, und in Planet der Affen, weil ich von dem Film damals total beeindruckt war. Der Untergang der Menschheit, verpackt in einem Sci-Fi Film, finde ich ja bis heute eines der geilsten Filmthemen.

In der Süddeutschen steht ein Interview mit Stefan Raab, das ich ziemlich interessant finde. Knackige Fragen und ehrliche Antworten vom erfolgreichsten TV-Produzent Deutschlands. Weil das Interview auf dem SZ Ableger Jetzt.de besser zu lesen ist, verlinke ich es mal dort.

Ausschreitungen von Punks und Gothics gegenüber Emos. So makaber das eigentlich auch ist, ein bisschen musste ich ja grinsen bei der Schlagzeile bzw. dem Artikel im Online-Spiegel. Da fangen also zwei Gruppierungen, die sich ständig von der Gesellschaft diskriminiert fühlen, an, eine dritte Gruppe anzugreifen und selbst zu diskriminieren. So, und da soll jetzt bitte noch ein Mal jemand behaupten die Menschheit sei eine intelligente Lebensform…



Serien meiner Jugend

4. April 2008 - 23:56 Uhr | Kategorie: Bewegtes Bild, Gedanken | Noch nicht kommentiert...

Auf jetzt.de gibt es einen Artikel zu alten Serien, die nicht in Vergessenheit geraten sollten. Im Groben stimme ich mit der Auflistung dort überein, gerade die Titelmelodien von Full House, Alf, 90210 und Bill Cosby rufen alte Erinnerungen hervor. Wobei ich das Bill Cosby Intro damals wie heute absolut genial finde. Wunderbare Jahre hab ich, ich gebs zu, nie wirklich interessiert verfolgt. Kam irgendwie nie.

Ich hatte damals ja sowieso nur wenige Sender, da wir weder Kabel noch Satellitenempfang hatten, musste ich mich ganz auf das Programm unserer freundlichen Nachbarn, ORF1 und SF2 verlassen, was aber eigentlich eher vorteilhaft war, fand ich. Die wichtigen Serien wurden dort auch ausgestrahlt, und Filme gab es ohne Werbeunterbrechungen. Nur im Winter war leider das Signal aus Österreich sehr… rauschig.

Wie auch immer, jedenfalls fühle ich mich jetzt, als bis heute großer Serienfan, dazu gezwungen, die Liste zu komplettieren. [...zeig mir den Rest!]



Tätowieren?

1. April 2008 - 23:56 Uhr | Kategorie: Gedanken | Noch nicht kommentiert...

Geek TattooWenn man das Wort schreibt sieht es komisch aus. Ich glaube ich sollte mir ein paar wichtige Punkte auf den Handrücken tätowieren, oder in Spiegelschrift auf die Stirn, vielleicht auch direkt auf mein bestes Stück, jedenfalls irgendwo wo ich sowieso täglich draufschaue. Entweder Stichpunkte wie “Ziele!” und “Arsch hochkriegen!” und “Details!”, oder ganze Sätze, dann aber in kleinerer Schrift, wie zum Beispiel “Tu was für deine Träume!” oder “Finde dich damit ab oder ändere dich!” oder “Schau weniger Germanys Next Topmodel!”, oder aber auch einfach nur kurze Statements die ich nicht vergessen sollte, sowas wie “Fuck you!” oder “Lieber Fresse halten!”. Irgendsowas jedenfalls.

Gestern schlief ich so schlecht wie schon lange nicht mehr. Wobei schlafen übertrieben ist, die meiste Zeit lag ich wach, schweißgebadet, von allen möglichen Alpträumen aufgeweckt und wach gehalten. Ist schon komisch, wie manchmal im Halbschlaf die Grenze zwischen Realität und Traum verschwimmt, und man plötzlich meint Dinge zu sehen und zu fühlen die einem im normalen Alltag wohl so gut wie nie begegnen würden. In letzter Zeit habe ich desöfteren Déjà-Vus beim Schlafen, merke dass ich den selben Traum schon öfters hatte, wobei das letzte Mal schon Jahre zurückliegt. Oder plötzlich träume ich von Menschen, die ich meiner Meinung nach noch nie in meinem Leben gesehen habe, und trotzdem fühlt es sich an als würde ich sie schon lange kennen. Das Ganze dann in einen vor Horror nur so triefenden Alptraum verpackt, kann einen sowas schon mal wach halten.



Bin ich ich, oder ich?

1. April 2008 - 00:38 Uhr | Kategorie: Alltag, Gedanken | Noch nicht kommentiert...

Sodele. Herr Vonundzu. Da sitzen wir also wieder, und es kam wie ich sagte dass es kommen würde. Nach einer Woche Urlaub im Sumpf der Sozusagen-Vergangenheit bin ich back im Sumpf des Quasi-Alltags, und weiß weder mehr noch weniger wohin mit mir.

Irgendwie ernüchternd, man kann manchmal nachdenken so viel man will, das Problem von allen möglichen Seiten betrachten, es wenden und drehen bis einem schwindelig wird, aber manchmal bringt einem nichts eine Lösung, und alles was einem bleibt ist die Hoffnung dass man es schon richtig machen wird, irgendwie, oder falsch, aber dass man auf jeden Fall etwas tun wird.

Denn nichts tun, das ist wohl das Schlimmste, nur bin ich darin großer Meister der die Kunst des “Nicht-reagierens und schon gar nicht erst agieren” perfektioniert hat. Wenn mich jemand nach meiner Zukunft fragt antworte ich meistens mit “Keine Ahnung. Wird sich wohl zeigen.”, denn vom sicheren Wissen bin ich so weit entfernt wie eine Schnecke von der anderen Seite der Autobahn. Sicher, ich habe viele Ziele, viele Wünsche, Träume und Hoffnungen, vieles ändert sich und eigentlich weiß ich oft ganz gut bescheid was ich will, nur ob, oder was ich jemals erreichen werde, das bleibt mir verschlossen.

Denn eigentlich kenne ich mich schon zu gut um noch zu hoffen dass ich jemals meinen Arsch hochkriegen werden. Jedenfalls kenne ich mich gut wie ich jetzt gerade bin, was für mich natürlich die Frage eröffnet, ob man denn wirklich ändern kann wer man ist und was man tut. Klar, kleine Dinge, Gewohnheiten, Hobbys, Bekannte, Jobs, all sowas kann man theoretisch wechseln wie Socken, aber das eigene Wesen, das innere Ich?

Kann man aktiv auf sein innerstes Wesen Einfluss nehmen? Kann man sich ändern, wenn man es will? Oder ändert man sich unbewusst, und wacht eines Morgens auf und merkt dass man ein anderer Mensch geworden ist? Muss ich akzeptieren wie ich bin, oder kann ich so sein wie ich will?

Habe ich überhaupt eine Wahl? Oder kann ich es nur versuchen, um irgendwann, in 10 Jahren vielleicht, zu merken dass ich es geschafft habe?

Und jetzt, jetzt geht der Alltag wieder los, und ich weiß jetzt schon dass das bedeutet, dass die Stimme, diese Stimme hier, die mich dies gerade schreiben lässt, wieder leiser wird, und mich bald nur noch kurz besucht, an meinen freien Abenden, so wie heute.








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