Scheiß Kälte. War wohl doch nix mit dem verfrühten Frühling, dabei war es gestern noch so schön lau. Aber heute, heute hat sich wohl der Winter seinen im zustehenden Weg zurück erkämpft, es ist so kalt dass einem nichts anderes übrig bleibt als mit offenem Mund, trockenen Lippen und leeren nach unten gerichteten Augen durch die morgendliche Nässe zu latschen und dabei zu hoffen dass man wieder ins Warme kommt bevor es die kalte Luft durch die Kleiderschichten geschafft hat und langsam damit anfängt einen am ganzen Körper anzunagen. Verdammt, man sieht es in den Augen der Leute, Kälte am Morgen auf dem Weg zur Arbeit macht keinem Spaß, und wer was anderes behauptet ist entweder arbeitslos oder er lügt.
Da fiel mir heute morgen in der U-Bahn doch glatt mal wieder auf, dass ich, verdammt noch mal, mehr Fluchen sollte. Denn Fluchen ist wohl die verschissen einfachste Möglichkeit dem alltäglichen BlaBla etwas Farbe zu verleihen. Klar, das ginge auch mit ausgeschmückten und reimschematisch wohl durchdachten Sätzen, aber das braucht dann wohl doch etwas mehr Übung zum Teufel!!
Und jetzt, jetzt schaue ich gerade runter zum Mülleimer und sehe zwei zerdrückte Coladosen. Wieso zerdrücken wir Dosen bevor wir sie wegwerfen? Hat das irgendeinen Sinn, oder ist das einfach nur so ein antrainiertes Verhalten der Menschheit ähnlich wie das in regelmäßigen Abständen vorkommende Unterdrücken irgendeiner Minderheit, oder das Abschließen der Klotür, auch wenn eigentlich niemand da ist der reinkommen könnte, oder das Kaufen von sinnlosem Gedöns auf dem Weihnachtsmarkt.
Im Großen und Ganzen gibt es wohl nur zwei Arten von Menschen. Die, die die ungepoppten Popkörner ausspucken und unter den Kinosessel werfen, und die, die sie mitessen.
Glotzkind Blog
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