Resident Evil: Extinction

6. Oktober 2007 - 01:46 Uhr | 1 Kommentar

2007, USA, Deutschland/Großbritannien/Frankreich/Australien
Regie: Russell Mulcahy
Drehbuch: Paul W.S. Anderson
Schauspieler: Milla Jovovich, Oded Fehr, Ali Larter, Iain Glen, etc.
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Resident Evil: Extinction
“Der Friseur ist zwar scheiße, dafür passen die neuen Nippel aber wie angegossen!”

Eigentlich sollte es die Sneak sein, aber an der Kinokasse wurde es dann doch Resident Evil: Extinction. Das hatte drei gute Gründe: Milla Jovovich, Zombies, und Milla Jovovich. Ja ich gebs zu, ich steh auf diese Frau, die es auch ohne silikonverstärkte Hochglanzpolitur und hautengen Neoprenanzug à la Lara Croft schafft in all ihren Rollen und in noch so schlecht choreographierten Fistfights immer eine so rauhe und gleichzeitig zuckersüße Erotik auszustrahlen dass ich, selbst wenn ich Filme hassen würde, mir wünschen würde ihr Regisseur zu sein nur damit sie auch mit mir schläft, was sie wohl ganz gerne mal tut.

So, genug der langen Sätze, jetzt kommen die kurzen, denn jetzt gehts um die Story. Die ist schnell erzählt. Nachdem die gesamte Welt nahezu ausgerottet ist von dem Virus der alle Menschen zu Zombies verwandelt, suchen die letzten Überlebenden nach irgendeiner Rettung oder zumindest der nächsten Tanke um weiter danach suchen zu können. Milla, also Alice, hat sich nun schon fünf Jahre lang durch die inzwischen verdorrte Landschaft Amerikas gekämpft, als sie schließlich auf einen Konvoi trifft mit dem sie einer gefundenen Karte nach gen Norden fahren will um das gelobte zombiefreie Land zu finden. Denkste, auch wenn die Welt untergeht kommt man ohne Benzin nicht weit, und so wird Las Vegas angesteuert um erstmal aufzutanken.

Zeitgleich forscht die Umbrella Corporation in ihren unterirdischen Laboratorien mithilfe von Dr. Isaac an einem Antivirus, wozu sie aus Millas, äh Alices Blut Klone züchten, die dann zu Forschungszwecken wieder umgebracht werden, weil ihr Blut wohl das Anitserum enthält. Klingt irgendwie komisch, ist es auch. Außerdem suchen sie immernoch nach dem Original, langsam gehen ihnen die Vorräte aus und… ach, scheiß drauf. Alice ist auf der Flucht vor der Umbrella Corporation und zwischendrin gibt es noch ganz viele Zombies und Überlebende, deren einziger Zweck aber eigentlich im effektvollen Ableben besteht. So, nicht mehr und nicht weniger, das ist die Story.

Resident Evil: Extinction
Tick, Trick und Track, mitte 30, nach Tricks Geschlechtsumwandlung

Im Großen und Ganzen beginnt der Film wirklich sehr gut, nämlich mit einem fetten déjà-vu aus Teil 1 und Teil 2. Milla, äh Alice, wacht mal wieder bewusstlos und nackt in der Dusche in ihrem Haus auf, und wandelt daraufhin durch eine Kulisse der Gebäude aus den ersten beiden Teilen. Kurz darauf wird sie erschossen und landet in einem Alice-Klon-Massengrab mitten in der Wüste. Ein wirklich starker Anfang, mit dem der Rest des Films leider maximal optisch mithalten kann.

Es gibt ein paar wirklich beeindruckende Szenen. Beispielsweise die Vernichtung der mutierten Raben durch einen riesigen psychokinetischen Feuerball, die Explosion eines Tanklasters mitten in einem Meer von Zombies, Alice’ Deaktivierung oder generell die Kämpfe, die gottseidank um ein vielfaches besser als in Teil 2 aussehen, was wohl an der weggelassen Wackelkamera, einer besseren Choreographie, dem vielen Blut und den beiden fetten Macheten von Alice liegt.

Dennoch, so gut die Optik auch manchmal ist, so durchwachsen ist die Story.

Abgesehen davon dass sie vom Umfang her wohl locker platz auf einer DinA 4 Seite finden würde hat sie, und das ist viel schlimmer, viele viele Logikfehler und Dialoge die so strunzdoof und überflüssig sind wie die Haare auf meinen Füßen. Ein Beispiel? Dr. Isaac lässt in Las Vegas einen Container mit Zombies deponieren, um Milla, äh Alice zu fassen zu bekommen. Diese steuert natürlich schnurstracks (schreibt man das so?) darauf zu aber riecht den Braten. Die Vorderfront des Containers fällt herab, man kann 1-2 Meter weit hinein sehen, der Rest bleibt im Dunkeln verborgen. Plötzlich kommt eine Horde Zombies herausgestürmt, und wenn ich Horde sage meine ich Horde. Nicht nur 4 oder 5, nein mindestens 30-35 Zombies kommen da aus diesem kleinen Container gerannt und jagen und zerfleischen die Menschen.

Ein anderes Beispiel. Ein Mitglied des Konvois wird von einem Zombie gebissen. “Tja, verkackt!” denkt man sich, hat man doch im ersten Teil noch gesehen wie schnell so eine Bisswunde zur Verwandlung in einen Hirnlosen führen kann. Aber hier nicht, hier passt es besser in die Geschichte wenn dieser Charakter noch zwei Tage länger lebt, und sich dann erst in der passenden Situation verwandelt.

Resident Evil: Extinction
“Geschnetzeltes für alleeeee!!!”

Insgesamt strotzt der Film leider nur so vor unlogischen Szenen, und vor allem die platten und teilweise wirklich unglaublich belanglosen Dialoge haben mich gestört.

Nebenbei hat der Film noch mit ein paar anderen Schönheitsfehlern zu kämpfen. So ist Millas, äh Alice’ Synchronstimme ziemlich verkorkst und will nie so wirklich passen.
Ein Besonderheit kommentiert der Batzman bei den Fünf Filmfreunden so: “Ausserdem besitzt Alice die geniale Fähigkeit in Nahaufnahmen einen Airbrush-Weichzeichenfilter einzuschalten, der ihr Gesichts stets aussehen lässt, wie ein Titelblatt der Amica oder TV-Spielfilm“. Für mich war das extrem deplatziert. Es ist wirklich so, sieht man ihr Gesicht zusammen mit anderen, sieht es nomal aus, doch kaum geht die Kamera in eine Nahansicht über, sind alle Unebenheiten wie wegradiert, man meint tatsächlich das Titelblatt einer Modezeitschrift vor sich zu haben. Das zieht sich durch den ganzen Film, und hat mich wirklich gestört, weil es einem immer wieder und wieder auffiel.

Dazu noch die ständigen Kommentare übers Kiffen. Was soll das sein? Kino für die moderne Gesellschaft? Muss ich mich jetzt darauf einstellen das bald in jedem Film gekifft, gekokst oder pornolike gevögelt wird, auch wenn es gar nicht passt? Naja, mit irgendwas musste die Story wohl auf Kinolänge aufgeblasen werden, ist es in Star Wars das Pod-Rennen gewesen, ist es hier eben das Kiffen. Eigentlich war es sowieso egal was die Nebencharaktere so trieben, blieben sie doch über den gesamten Film eher Statisten zum abmetzeln als Charaktere mit denen man mitfiebert.

Insgesamt hat der Film zwar story-, logik- und charaktertechnisch ziemlich wenig zu bieten, doch ist das für einen Zombiefilm eigentlich gar nicht mal so untypisch, und so bleibt die tolle Optik, die wenigen wirklich hellen Momente des Films, der geile Anfang, das Ende, bei dem man wirklich hofft dass es keinen vierten Teil geben wird, welches den Film aber ganz ordentlich zuende bringt, etwas Blut, ein paar abgeschlagene Köpfe, etwas Hightech und natürlich eine superheiße Milla Jovovich, deren Anblick allein schon die 7€ wert war.

Und warum Milla so toll ist, seht ihr auch in dem Video unten.

Fazit: Optisch überzeugender Zombiestreifen, mit großen Storyschwächen aber ein paar wirklich guten Momenten + Milla Bonus!

http://www.youtube.com/watch?v=AZI0A8msMJA



    Kommentare:

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  1. Batz meint:


    Juchhu :) endlich mal jemand der Milla auch so toll findet wie ich.


    6. Oktober 2007 um 15:30 Uhr | #

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