Mir ist dieser Eintrag ja schon jetzt ein wenig peinlich. Dass ich mich mal über sowas aufregen könnte, hätte ich mir nie vorgestellt. Wie gestern erzählt wollte ich heute meine Poster aufhängen. Was fehlt? Reiszwecken. Also schnell in den Laden gelaufen und welche gekauft. Daheim angekommen direkt ans Aufhängen gemacht, und was passiert? Bei den fünf aufgehängten Postern sind mir elf, ganze 11 Reiszwecken verbogen und kaputt gegangen. Für jedes Poster also mindestens zwei.
Ich habe mir schon überlegt die Dinger zurückzubringen, aber das wäre irgendwie… sinnlos.
Frau Kiki hat mir vor einiger Zeit den Kopf malträtiert, bisher hatte ich leider keine Zeit darauf zu antworten, doch jetzt endlich kann ich. Kann man sich solche Stöcke eigentlich selbst ausdenken? Dann werf ich nämlich bald mal ein paar zurück!
Was war Deine erste “echte” PC-Hardware?
Hm, mein supertolles SNES zählt wohl nicht. Die erste “echte” PC-Hardware mit der ich in Kontakt kam, war der alte 386er meines Vaters, der damals noch diese riesigen Disketten las, und bei dem der Bildschirm alles in Schwarz/Orange angezeigt hat. Meine erste eigene Hardware hatte ich Jahre später, irgendeinen einen Athlon, knapp über der 1 Ghz Grenze, den ich mir dummerweise in einem Laden namens “PC-Spezialist” zusammengestellt hatte. Die Spezialisten hatten nämlich speziellerweise vergessen mich darauf hinzuweisen, dass in dem Spezial-PC noch eine Spezial-Soundkarte fehlte, was ich schlichterweise einfach vergessen hatte, weswegen ich mit diesem Spezial-PC anfangs keinen Sound hatte. Nur selbst gemachten Spezialsound, sogar kostenlos.
Deine erste Anwendung welche Du benutzt hast?
Hm… Notepad, zum HTML basteln. Oder der Internet Explorer, für Pornos Recherchen.
Dein erstes Spiel?
Das erste gespielte war irgend so ein olles “Ich renne zwischen zwei Wänden lang und verhaue böse Monster in Standbildern”-Spiel. Mein erstes eigenes war… StarCraft… oder Tomb Raider? Je nachdem welches früher rauskam.
Hattest Du von Anfang an Spass an der Materie?
Klar, sonst wäre ich heute um einiges brauner im Gesicht und würde nicht hier, sondern auf Bali am Surferstrand sitzen und auf die nächste Welle warten. Schätze ich.
Seit wann bist Du online, und mit welchem Anbieter?
Hach Gott, keine Ahnung. Ich weiß noch, das erste mal online war ich mit dem Laptop meiner Mutter. Den hatte ich ihr geklaut und per USB Kabel an unsere ISDN Box angeschlossen, die war gleichzeitig irgendwie ein Modem oder sowas. Dann fix ein paar billige Einwahlnummern rausgesucht, eingetippt, und schon ein paar Stunden später surfte ich im Internet, was damals noch viel leerer war als heute.
Jetzt bin ich schon so ziemlich komplett in München, und ich habe das Problem, das ich so oft habe: Zu viel zu bloggen und zu wenig Zeit.
Sowohl von meinem Familienfest, also auch von der Einzugsparty bei Sebastian und Britta (somit namentlich erwähnt, da habters!), dem Weg in den Norden und wieder zurück gäbe es so einiges zu erzählen, und hätte ich genügen Zeit und Laune, würde ich dies auch tun. Habe ich aber nicht, und so muss ich mich auf ein paar Sachen beschränken.
Der PC ist aufgebaut, Internet provisorisch angeschlossen, der Fernseher hat seine Sender wiedergefunden, die Klamotten hängen im Schrank, das Duschgel steht im Bad, die Spaghetti im Küchenschrank, mein Bett in der Ecke. Ein paar Kisten mit Krimskrams stehen noch herum und warten darauf, von mir ausgepackt zu werden. Aber für heute reichts. Nicht dass ich heute viel getan hätte, aber es reicht für den ersten Tag. Am frühen Abend ging es noch quer durch die Stadt, ein wenig sich verlaufen und die Stadt kennenlernen. Arschkalt! Und bei der neuen Tastatur die ich mir im Saturn gekauft habe gehen das “D” und das “S” nicht, zwei Buchstaben die ich in meinem Windows-einlogg-Passwort brauche. Wahrscheinlich bin ich trotzdem zu faul, sie zurückzubringen…
Noch ist das Zimmer nicht meines. Ich glaube es fehlen noch die Poster, noch sind die Wände zu kahl. Zuhause habe ich beim einpacken einfach alles vom Schreibtisch genommen, diese ganzen Kleinteile, und sie in eine Tüte geschüttet. Jetzt könnte ich natürlich diese Tüte einfach wieder auf meinen Schreibtisch hier ausleeren, und würde mich schon ein wenig heimischer fühlen. Aber hey, Veränderungen wären im Nachhinein nicht so toll, wenn sie einem anfangs nicht so scheiße vorkämen. Ist doch so, oder? Ist so.
Und mit der Zeit relativiert sich sowieso immer alles. In zwei Wochen werde ich schon hier sitzen und sagen “In zwei Wochen werde ich bestimmt hier sitzen und nicht mehr zurück wollen!”.
Morgen gehts erstmal mit der Mitbewohnerin an die Uni, zum Gucken. Und dann kaufe ich schleunigst Reiszwecken, damit ich diese blöden Poster endlich aufhängen und meine Identität zurückerlangen kann.
Fuck!
Wo wir gerade bei Herrn Schneider sind… ach, und die Hella sah ja schon damals bekloppt aus.
Ich mag 300, und noch mehr mag ich Helge Schneider.
Jetzt erinnere ich mich, bloggen wollte ich noch. Naja, momentan mache ich eigentlich nur eines: Mich verabschieden. Von diesem, von jenem, nochmal treffen, nochmal “Tschüss” sagen. Ich glaube Abschiede sind nur so bedrückend weil man sie so ausgiebig zelebriert.
Würde ich einfach gehen, ohne was zu sagen, würde irgendwann jemand (vielleicht mein Vater?) fragen: »Wo ist eigentlich der Björn hin?«
Daraufhin würde jemand anderes sagen: »Ach, hab ma gehört der sei umgezogen.«
Alles keine große Sache. Vielleicht müssen Abschiede aber ja auch dem Vorangegangen würdig sein. Je toller und gehaltvoller die Zeit davor, desto pompöser der Abschied, einfach um nochmal die große Relevanz zu unterstreichen…
Wie auch immer, schön im Stau standen wir heute. Dreieinhalb Stunden vom Bodensee nach Heidelberg, das ist nicht gerade Bestzeit. Dazu war es unglaublich heiß und eklig, bah.
Ach, und die Polizei hat mich netterweise mal wieder kontaktiert. Aufgrund eines Verkehrsdeliktes am 22. April 2004 soll ich mal vorbeikommen. Ein Blick in meine Brieftasche bestätigt meine Vermutung, zu der Zeit hatte ich noch nicht mal meinen Führerschein. Wahrscheinlich ist es ein Schreibfehler und sie meinen 2007 statt 2004. Zwar erinnere ich mich nicht mehr an den Tag, dennoch kann es gut sein, dass ich auf der Hin- oder Rückfahrt nach oder von München irgendwo auf der Autobahn geblitzt wurde.
Allerdings ist es mir neu, dass man deswegen aufs Polizeiamt kommen muss. Anscheinend bin ich dann doch etwas schneller gefahren als die standardisierten 10 km/h zu schnell. Wird sicher teuer, vielleicht darf ich auch mal meinen Führerschein für einen Monat abgeben, was allerdings dann in München, wo ich sowieso kein Auto habe, weniger gravierend wäre.
Naja, schaunwama, sachichma.
Hach, ich bin so aufgeregt wie Flitzekacke. Meine Mutter ist für Barbara! Wie es Heidi aber auch immer wieder schafft die Spannungskurve noch höher und noch höher und noch höher zu treiben! Der pure Wahnsinn!
Nachtrag: Ja mei Mama, haste recht gehabt! Also mit Barbara hätt ich echt nicht gerechnet, eher noch Anni oder Hana oder Fiona oder… fast dem ganzen Rest. Darum darf ich jetzt auch 3€ Wettschulden begleichen. Bäh! Böse Barbara, böse!
So langsam wird mein Zimmer leerer und leerer, und ein komisches Gefühl steigt in mir auf. Die komplette nächste Woche lebe ich nur aus der Reisetasche, an keinem Ort bin ich zuhause. Weder sind hier noch Sachen von mir, noch sind sie in München ausgepackt. Hier, zuhause, schlafe ich im Gästezimmer. Naja. So stark ist dieses komische Gefühl nun auch wieder nicht…
Komisch ist hingegen, dass mir gerade erst auffiel, dass ich dann ja hier zuhause wirklich nichts mehr habe, vor allem nichts, was ich heute Abend tun kann. Surfen? Den PC baue ich gleich ab. Fernsehen? Steht nicht mehr. Was lesen? Ist alles in Kisten verstaut und schon im Auto. Musik hören? Mache ich immer mit dem PC. Mich betrinken? Alles schon weggesoffen. Ich habe noch zwei Feuerwerksraketen von vor zwei Jahren… naja. Jetzt dauert das Einräumen sowieso noch ein Weilchen, doch wenn dann alles in München ist, habe ich hier auch keinen PC mehr, also wird eventuell erst wieder ab nächster Woche Dienstag gebloggt, live aus München dann. Oder vielleicht mal übermorgen oder am Donnerstag. Wahrscheinlich aber nicht.
In diesem Sinne, bis dahin, schöne Zeit!
Wenn jetzt jemand hereinkäme und mich so sähe, könnte er meinen ich würde in alten Erinnerungen schwelgen, mich beim Einpacken an vergangene, schöne wie schwierige Tage erinnern und dabei vor aufsprießender Sentimentalität bittere Tränen vergießen.
In Wirklichkeit ist es nur mein rechtes Auge, das vom Heuschnupfen rot, geschwollen und zuckend die Tränensäcke entleert.
Wie ihr sehen könnt habe ich mein Outfit gewechselt. Das Grundgerüst ist noch das gleiche, nur die Farben sind andere. Das hatte ich schon lange mal vor, und heute hat mich der Wolf gepackt und ich habe versucht die CSS Datei zu verstehen. Komplett kapiert habe ich sie zwar nicht, aber es hat ausgereicht um nach ein paar Stunden in etwa das zu haben was ich ungefähr wollte, was ihr hier gerade seht. Grün schwebte mir schon lange als Farbe vor, ist sie immerhin meine Lieblingsfarbe, doch bisher hatte ich es nie geschafft sie auf ein augenfreundliches Niveau zu bringen. Ich glaube das ist mir nun gelungen, auch wenn es noch ein paar Fehler auszumergeln gibt.
Sodele, und jetzt wird weitergepackt, mein gesamtes Inventar in ein paar Kartons. Die nächste Woche wird was los sein. Morgen noch einpacken, am Dienstag dann alles nach München schaffen. Am gleichen Abend wieder zurück, damit ich Mittwoch und Donnerstag zusammen mit Kollegen Simon und Oli zum Abschied nochmal durch Süddeutschland trippen kann. Donnerstagabend oder Freitagmorgen dann nach Heidelberg, zu meinem Bruder, um mit ihm und meiner Mutter gen Norden zu fahren. Bei Hamburg steige ich dann aus um von Freitag auf Samstag auf (wahrscheinlich) Sonntag bei Freunden eine Einzugsparty zu feiern, meine Mutter und mein Bruder fahren derweil weiter nach Tönning zum Familienfest, zu dem ich dann Samstag oder Sonntag nachkommen werde, um Montagmorgen wieder zurück nach München zu fahren.
Hui.
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