Gwurschtel und München

20. Februar 2007 - 15:52 Uhr | Noch nicht kommentiert...

So, laut meinen Quellen ist Fasnacht jetzt wohl vorbei, hingegen meiner vorherigen Meinung, dass es heute noch stattfinden würde. Wobei… tut es auch, nur eben nicht das Gefeiere… wobei, selbst das, naja, aber kein spaßrelevantes Gefeiere jedenfalls. Egal. Das bedeutet, ab jetzt kann ich hier wieder was schreiben. Stimpy sagt: “Jubel Jubel Freu Freu Jubel Jubel Freu Freu!”

Da muss ich auch direkt mal zurückschweifen auf ein etwas älteres Thema, nämlich meine mit Spannung verfolgte Donutsuche, die jetzt endlich zu Resultaten geführt hat. Der Tip von Simon hat sich bewahrheitet, tatsächlich gibt es einen Laden der auch Donuts führt. Allerdings ist die Auswahl ziemlich mager, außer Donuts mit Zucker und Donuts mit Schokoguss lässt sich dort nichts finden. Keine verschiedenen Geschmacksrichtungen, keine Streusel, keine Donuts mit Früchten, keine Donuts mit Spielzeug darin, keine Donuts mit Musik und auch keine Donuts mit lustigen Hüten. Sehr sehr betrübend. Aber immerhin…

Also in München war ich letzte Woche jedenfalls auch. Leider habe ich nicht viel von der Stadt gesehen, weil ich nur im Zug, in der U-Bahn oder in der Straßenbahn saß. Darum gibt es nur ein einziges Bild, und zwar vom Münchener Bahnhof.

Gut, ich gebs zu, das könnte jetzt jeder Bahnhof sein, aber wenn ihr gehört hättet wie die Leute dort gesprochen haben… ohje ohje. Und überall gabs “Brezen” oder Wurst mit Sauerkraut. Naja, ansonsten war der Aufenthalt mehr oder weniger ergiebig, aber auf jeden Fall höchst interessant. So eine 9-Stündige Zugfahrt kann aber wirklich schlauchen. Wobei die Hinfahrt ja noch ging, teilweise wurde ich wunderbarst unterhalten.
Beispielsweise stieg irgendwann ein älterer Herr ein, mitte 70, und fing sofort lauthals an zu fluchen und zu schimpfen. Irgendwie konnte er wohl auch nicht aufhören, und so motzte er immer weiter. Opfer seiner verbalen Attacken waren dabei die Franzosen, die Engländer, die Amerikaner und die Russen, die er als “Dreckshuren, verdammte”, “scheiß Dreckspenner” und “schwule Säue” bezeichnete. Dazwischen kamen noch ein paar “mei mei mei” und “so eine Scheiße hier” mit bayrischem Dialekt.

Beim Aufstehen stieß ich mir dann den Kopf, das Klo war auch besetzt und alles ging drunter und drüber.

Die Heimfahrt war dann doppelt langweilig. Irgendwann stiegen ein paar fahnen schwenkende Nazis ein, stiegen wieder aus, und die Polizei machte Trara. Das war es aber auch. Damit ich euch die Stimmung im Zug etwas eindrücklicher schildern kann, habe ich ein Foto von meinem Fuß gemacht.



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