The Last Kiss
2006, USA
Regie: Tony Goldwyn
Drehbuch: Paul Haggis
Schauspieler: Zach Braff, Jacinda Barrett, Rachel Bilson, Eric Christian Olsen, Casey Affleck
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Ein Film, der in Deutschland wohl nicht allzu gut ankam, betrachtet man die relativ kurze Laufzeit in unseren Kinos. War aber eigentlich schon von vornherein klar, kleine schnuckelige Liebesschnulzen laufen nie so gut wie große dicke Hollywoodkracher. Wobei, eine Schnulze ist dieser Film eigentlich nicht.
Es geht um vier Freunde, deren Leben nach und nach aus den Fugen gerät. Einer hängt seiner längst vergangenen Ehefrau hinterher, ein anderer wird (schon) nach dem dritten Mal Vögeln von seiner Freundin ihren Eltern vorgestellt, der dritte streitet sich nur noch mit seiner Frau vor seinem Baby. Einzig das Leben des vierten im Bunde scheint perfekt, eine perfekte schwangere Frau, ein guter Job, nette Schwiegereltern (welche allerdings genauso ihre Probleme haben), eigentlich sollte es ihm gut gehen. Tut es auch, bis er auf der Hochzeit eines Bekannten ein junges Mädchen kennenlernt das seine Welt aus den Fugen geraten lässt. Er zweifelt, fragt sich, ob das nun alles gewesen sein soll, oder ob er noch mehr will.
So kommt es wie es kommen muss, alles geht den Bach runter. Die Freunde sacken ab, die Schwiegereltern trennen sich nach 30 Jahren Ehe, und Michael (Zach Braff) erliegt der Versuchung und geht mit der jungen Kim (Rachel Bilson) fremd.

Ich gebs zu, ich mag Zach Braff. Ich mag seinen Musikgeschmack, welchen er in Last Kiss und Garden State offenbart hat, ich mag offensichtlich seinen Humor, und ich mag auch sonst was er macht. Schade das er in diesem Remake von Gabriele Muccinos Film „L’Ultimo Bacio“ (dt.: Ein letzter Kuss) nicht Regie führen durfte, ich denke er hätte noch mehr aus dem Stoff herausgeholt. Eigentlich ist es ein schöner Film, in dem sich die Handlung hauptsächlich um die emotionalen Verzwirbelungen zwischen den Protagonisten dreht. So werden eindrücklich die Hin und Hers des junge Paars, ihrer Freunde und der Schwiegereltern aufgezeigt, und man nimmt es wirklich allen ab, dass sie Probleme haben. So weit, so gut.
Was mich allerdings störte war das unausgegorene Ende. Wobei, unausgegoren ist vielleicht das falsche Wort. Es ist einfach so Höhepunktelos. Michael schläft mit der jungen Kim, und ab dort an versucht er wieder mit seiner Freundin ins reine zu kommen. Die Schwiegereltern trennen sich, kommen dann jedoch wieder zusammen. Auch die drei Freunde treffen wichtige Entscheidungen. Am Ende ist alles wieder so lala, nicht wirklich toll und nicht wirklich schlecht, in der letzten Szene sieht man, wie sich Michaels Freundin erbarmt und ihn wieder “aufnimmt” (ihm aber sicherlich noch nicht verzeiht). Dies alles geschieht jedoch irgendwie… naja… es passiert eben, es ist irgendwie nichts wirklich besonderes. Ich weiß nicht wieso, jedoch kam mir das Ende des Films irgendwie zu unspektakulär rüber, ja schon fast so als wäre es irrelevant für den Film. Das ist aber auch das einzige Manko an dem ansonsten recht schönen und witzigen Film.
Ein Pluspunkt ist dabei noch die wirklich zuckersüße Rachel Bilson, die die junge Versuchung in Gestalt von Kim wirklich gut verkörpert. Das man da ins Taumeln gerät, ist verständlich.
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Kommentare:
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