Ehe ich es vergesse, mit den letzten Zügen des Winters ist die Zeit des Gruseln in Form der Fantasy Filmfest Nights mal wieder gekommen. Dieses Wochenende werden in München und Stuttgart alle Horror-, SciFi- und Asia-Fans eingeladen ihre komplette Freizeit zwischen ihresgleichen Popcorn-mampfend im Kino zu verbringen. Ich freue ja schon lange auf den Film Splice von Vincenzo Natali (dem Regisseur von Cube, Cypher und Nothing, alle drei sehr sehenswert), Mr. Romero ist natürlich mit Survival of the Dead am Start, von dem ich mir allerdings nach der Land of the Dead Gurke und ein paar wirklich langweiligen Trailer nicht viel erwarte. Heartless hört sich auch ziemlich interessant an, und wenn ich Vergleiche mit H.P. Lovecraft höre werde ich ja sowieso immer ganz feucht. Außerdem ist Clémence Poésy mit dabei, und für die halte ich ja seit Brügge immer einen Platz in meinem Bett frei. Auf Daybreakers, einer modernen Vampirdystopie, mit Hawke, Dafoe und Neill, freue ich mich auch schon eine ganze Weile, bei [REC]2 bin ich mir noch unsicher, der erste war zwar toll, aber Sequels zu so einzigartigen Filmen sind meistens genau das Gleiche nur nochmal aufgewärmt. Sehr interessant ist sicher auch Summer Wars, ein Anime-Streifen der sich mit dem Thema der virtuellen Avatare auseinandersetzt. Zu guter letzt sei hier noch The Shock Labyrinth erwähnt, der von Takashi Shimizu, dem Kopf hinter Ju-On in schniekem 3D daherkommt und die dritte Dimension wohl für ein paar interessante Effekte nutzt.
Splice, Summer Wars und Daybreakers werde ich wohl auf jeden Fall ansehen, den Rest je nach Lust und Laune. Die komplette Filmliste für München gibt es hier, jetzt noch die Trailer zu allen Filmen.
Splice
Daybreakers
Summer Wars
Heartless
Survival of the Dead
[REC]2
The Shock Labyrinth
The Collector
Red Riding: 1974
La Horde
There we go. Oscars 2010 – Liveblogging mit mir und Lukas.
Tschatsching, and it’s over. Hätte man sich sparen können dieses Jahr. Nicht nur langweilige Show, auch doofe Gewinner.
Heute ist die Oscar-Nacht, yay! Nicht dass der Oscar für echte Filmfans wirklich eine Bedeutung hätte, meist sind es nicht die besten sondern die hollywoodigsten Filme die dort absahnen, und ganze Genres werden komplett außen vor gelassen, trotzdem ist er mit eines der größten Events des Jahres und zumindest dafür gut zu sehen welcher Star es dieses Jahr nötig hat seine Titten auf dem roten Teppich zu präsentieren um im Google-Rank wieder aufzusteigen. Wie auch immer, dieses Jahr wird es anders, größer, besser und schöner, denn die gesamte Redaktion von GlotzKind.de (= ich) bloggt live mit und begleitet euch mit kompetenten Informationen und fachlich äußerst relevanten Kommentaren durch die Nacht. Damit das Niveau dabei nicht allzu sehr im Boden versinkt habe ich mir Verstärkung in Form von Grandmaster Luckey Lukas dazugeholt, der mit genügend Würze im Wortwitz schon so einige hoffnungslose Filme immerhin erträglich gemacht hat. Mehr Informationen dazu später.
Die ganze Chose beginnt auf Pro7 um 1.15 Uhr mit der Vorberichterstattung, um 2 Uhr geht es dann los und spätestens um 6 Uhr bin ich auf der Tastatur eingeschlafen und Steve Martin und Alec Baldwin sagen Au revoir. Um euch ein klein wenig in den bevorstehenden Tränen- und Dankesredenmarathon einzustimmen folgen jetzt zwei sehr schöne Videos. TED bleibt dabei geil zu sein und ließ James Cameron (Avatar, ihr erinnert euch?) 17 Minuten lang über seine Geschichte, seine Fantasie und sein Leben sprechen. Das zweite Video stammt von der fantastischen Cracked Crew, und ist nicht weniger als ein Trailer zu jedem Film der je einen Oscar gewonnen hat.
Pencil Face ist ein ziemlich fresher Short von Christian Simmons unter dem Label von Dandy Dwarves. Mich erinnert das ja an die Kurzgeschichten von Stephen King, bis auf den fehlenden Sex und Gore. Auf jeden Fall geile Atmosphäre.
Dämlich und unhöflich.
So hat mir gerade eine Freundin eine Bekannte beschrieben, und ich kann mir nicht erklären wieso ich seit 15 Minuten darüber lachen muss.
Ich bin natürlich wieder mal der Letzte der sowas mitbekommt, wie immer. Naja, egal, ich habs eben erst entdeckt und finde es fantastisch. Das schon drei Monate alte (in Internet-Zeit sind das 30 Jahre) Video zu Massive Attacks Lied “Paradise Circus”, vom neuen Album Heligoland, von dem ich ja inzwischen etwas enttäuscht bin. Dennoch, das Video ist einzigartig. Pornodarstellerin Georgina Spelvin erzählt von ihrer Faszination fürs Drehen.
Da das Video automatisch startet, erst nach dem Klick! [...zeig mir den Rest!]
Ja, ich weiß, normalerweise gebe ich so intime Geheimnisse hier nicht preis. Aber jetzt muss es raus, ich oute mich. Ich glaube ich bin StarCraft 2 süchtig. Seit zwei Wochen geht das jetzt, und je weiter ich reinkomme, je mehr ich über die Zerg, Terraner oder Protoss lerne, desto tiefer zieht es mich in seinen Bann. Nicht mal bei der Arbeit komme ich davon weg, die Mittagspause wird für 1-2 schnelle Matches genutzt und der Browser-Tab mit dem Tech-Tree ist sowieso immer offen. Zealot-Rush oder Reaper-Gebumse, darauf stehe ich, meine APM steigen in die Höhe und langsam aber sicher klappt das auch mit den Hotkeys. Es ist schlimm. Habe ich mal keine Lust auf ein neues Match werden StarCraft Videos auf Youtube in feinstem HD geschaut, und gewinne ich mal verbringe ich die nächsten 10 Minuten damit mich an den Statistiken nach dem Spiel aufzugeilen. Wirklich schlimm. Ich sehe es kommen, bald schmeiße ich alles hin, lerne Koreanisch und ziehe in das Land in dem solche Menschen als Helden gefeiert werden, wo sich die Frauen an ausgefeilten taktischen Moves aufgeilen statt an Typen die ohne Realschul-Abschluss das Runde ins Eckige kicken. Wirklich wirklich schlimm… ich weiß nicht wie ich dagegen ankämpfen kann… denn eine Runde… noch eine Runde geht immer. Eine noch. Nur eine. Und dann noch eine. Und noch eine.

Jetzt wo ich weiß dass es ihn wirklich gibt (und damit auch alles andere), frage ich mich was cooler wäre. Der De Lorean oder das Hoverboard. Hmmmm. Durch die Zeit reisen oder hübsche Mädchen mit coolen Tricks beeindrucken? Die Geschichte neu schreiben oder Tony Hawk von seinem Thron stoßen? Brennende Reifenspuren hinterlassen oder den Boden nichtmal berühren? Ziemlich grundlegende Fragen, ich nehme einfach beides. Das geht doch, oder? Oder?

Wir sind beide betrunken, sie sagt ihr sei schwindelig und ich frage sie ob sie glücklich sei. Sie schaut mich misstrauisch an und fragt, ob denn etwas nicht stimme. Nein nein, sage ich, die Frage sei völlig ohne Hintergedanken, ich wolle nur wissen ob sie sich denn glücklich fühle. Sie kneift weiter die Augen zusammen, wirft mir kritische Blicke zu, überlegt kurz. Ich streiche ihr eine Locke aus dem Gesicht und lächle, versuche sie damit zu überzeugen dass ich auf nichts bestimmtes hinaus will, was in dem Moment sogar wahr ist. Ihre Miene lichtet sich langsam, sie fragt mich was ich denn mit Glück meine. Dass ich das ja gerade von ihr wissen wolle, antworte ich, und nehme einen Schluck Gurkenbrause während sie wieder überlegt. Ja, sagt sie, sie denke schon, immerhin habe sie alles was sie wolle. Was das denn sei, will ich wissen. Einen Job, also genügend Geld? Ja. Einen Freund den sie liebt? Ja, und Freunde. Ich frage sie, ob sie damals, als sie noch keinen Freund hatte den sie liebte, weniger glücklich gewesen sei. Nein, sagt sie, da war sie eigentlich auch glücklich, nur irgendwie anders. Ich lasse meinen Blick schweifen, und überlege dabei was das wohl bedeuten mag. Ein paar Meter entfernt wird ein Mädchen von einem Jungen mit Mütze an die Wand gedrückt, seit zwanzig Minuten scheinen die beiden außer Blicken, Küssen und sanften Berührungen nichts mehr auszutauschen. Außer, denke ich, wieso eigentlich außer? Rechts neben uns sitzt ein Mädchen mit langem hellen Haar und einer auffälligen Kette um den Hals, alleine, sie sieht angespannt aus, zieht unruhig an ihrer Zigarette, als warte sie auf jemanden. Neben ihr sitzen zwei etwas ältere Kerle, die angezogen sind als seien sie eher durch Zufall hier gelandet. Sie unterhalten sich, soweit ich das heraushöre, angeregt darüber, ob der gestrige Abend fantastisch oder nur ziemlich gut war, wie betrunken sie waren und vor allem wie rotzevoll Anna (oder Hanna) war.
Sie fragt mich wieso ich das überhaupt wissen wolle, ob denn irgendetwas los sei. Wieder der musternde Blick. Nein nein, antworte ich erneut, ich wolle nur wissen was Glück bedeute. Ob ich denn glücklich sei, will sie wissen. Ich nippe an meiner Brause, überlege ob ich jetzt Lust auf die lange Version habe, entscheide mich aber für die kurze. Mehr oder weniger, sage ich, eine Antwort die weniger aussagt als sie Worte hat. Sie sieht mich an, merkt wohl dass ich gerade nicht in der Laune bin zwischen all dem Zigarettenrauch und den lauten Gesprächen meine komplette Gedankenwelt auszubreiten, und nickt mir wissend zu. In ihrem Blick sehe ich Wärme und Akzeptanz, und ich komme in Gedanken zu dem Schluss dass Unglück anscheinend viel komplizierter ist als Glück. Immerhin.
Kotzt mir die Sau einfach ans Auto, was ist das denn?
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